Geisterradler

Radfahrer schwer verletzt

Bei einem Zusammenstoß zweier Radfahrer auf dem Radweg beim Medicum wurde ein Mann leicht, eine Frau schwer verletzt.

Radweg
Rad­weg vor dem Medi­cum | Foto: Dani­el Schnei­der

Wunstorf (red). Ges­tern Abend etwa vier­tel vor elf fuhr ein 77-jäh­ri­ger Wunstor­fer mit sei­nem Fahr­rad auf dem Rad­weg in der Neu­städ­ter Stra­ße in Rich­tung Nor­den. Auf Höhe des Medi­cums kam ihm eine Fahr­rad­fah­re­rin ent­ge­gen. Die 34-jäh­ri­ge Wunstor­fe­rin benutz­te den Rad­weg in der fal­schen Rich­tung.

Bei­de Rad­fah­rer stie­ßen zusam­men, der 77-Jäh­ri­ge zog sich dabei leich­te Ver­let­zun­gen zu. Die Rad­fah­re­rin ver­letz­te sich schwer. Die Poli­zei sucht nun nach Zeu­gen, die Anga­ben zum Unfall­her­gang machen kön­nen. Zustän­dig ist der Ver­kehrs­un­fall­dienst Han­no­ver unter Tele­fon (0511) 1091888.

Update, 29.6.: Die ursprüng­li­che Mel­dung besag­te, dass die Rad­fah­re­rin leicht ver­letzt wor­den war. Nach Infor­ma­tio­nen, die der Aue­post vor­lie­gen, trug die Frau jedoch schwe­re Ver­let­zun­gen davon und wur­de in einem Kran­ken­haus u. a. wegen Gesichts­ver­let­zun­gen behan­delt. Wie haben dar­auf­hin den Arti­kel über­ar­bei­tet.

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17 Kommentare
  1. Klaus Pengel sagt

    Den Rad­weg auf der fal­schen Sei­te zu benut­zen ist so eine Unsit­te gewor­den. Aber das ist häu­fig eine Fra­ge der Bequem­lich­keit. “ Auf die ande­re Stra­ßen­sei­te zu wech­seln ist so unbe­quem. So eine blö­de Vor­schrift. Ja, wir haben Rechts­ver­kehr. Das gilt ja wohl nur für Auto­fah­rer. “

  2. Grit Decker sagt

    Bis zur Lek­tü­re die­ses Arti­kels war mein Stand, dass „Geis­ter-Fahr­ten“ aus­schließ­lich bei Auto­fah­ren­den eine gro­ße und immer wie­der­keh­ren­de Unsit­te mit teils schwe­ren Fol­gen ist.

    Nun bin ich eines Bes­se­ren belehrt wor­den:
    der Mensch lernt eben nie aus.

    #Kaus Pen­gel hat mit sei­ner Anmer­kung lei­der recht:
    ich habe genau das, was er schil­dert, bereits auch unzäh­li­ge Male beob­ach­tet.

    Ob nach dem für die Ver­letz­ten tra­gi­schen Fol­gen die Fahr­rad­fah­ren­den hin­zu­ler­nen wer­den?
    Ich den­ke, dass lei­der nicht.
    Zumin­dest die­je­ni­gen nicht, die der „Gat­tung Unbe­lehr­bar“ zuzu­rech­nen sind.

  3. Katja Triemer sagt

    Ja lei­der ler­nen es vie­le Rad­fah­rer nicht. Und sind dann noch am Meckern wenn man sie dar­auf hin­weist.

    1. Grit Decker sagt

      Da hat #Kat­ja lei­der recht:
      Doch es ist zu einem gene­rel­len Pro­blem gewor­den, dass bei Hin­wei­sen auf ein Fehl­ver­hal­ten ‑selbst wenn der in freun­flich for­mu­lier­ter Form geäu­ßert wird- „pam­pig“ reagiert wird.

      Scha­de: denn in ange­neh­mer Wei­se vor­ge­tra­ge­ne Kri­tik tut mir per­sön­lich nicht weh und bringt mich durch­aus zum „Grü­beln“.

      Natür­lich ist jeder Mensch „indi­vi­du­ell gestrickt“, doch das Den­ken hat noch kei­nem gescha­det, oder?

  4. Basti g. sagt

    Schlim­mer ist es wenn Jugend­li­che zu dritt neben­ein­an­der ent­ge­gen­kom­men und kein Platz machen und dann noch irgent­was pöbeln was man gar nicht ver­steht:-(

    1. Grit Decker sagt

      Auch wenn ich „’ne alte Tuss­nel­da“ bin, muss ich mal für’s „Jung­volk“ spre­chen:
      Was #Bas­ti erleb­te, ist sei­tens der „Mis­se­tä­ter“ unleug­bar nicht in Ord­nung.
      Doch darf ich all­ge­mein um die Beach­tung der Tat­sa­che bit­ten, dass es eher der klei­ne­re Teil der Jugend­li­chen ist, der so gar kei­ne Ahnung von „Sit­te, Anstand und Moral“ hat und dem­zu­fol­ge auch lei­der nicht dem Ein­hal­ten von Regeln.

      Mit dem Ver­ste­hen der Spra­che, mit der das Jung­volk sich aus­drückt, habe auch ich mei­ne Schwie­rig­kei­ten.
      Doch mei­nen Eltern bei­spiels­wei­se ging es in mei­nen jun­gen Jah­ren nicht anders.
      Es war so, es ist so und wird so blei­ben, dass jede jun­ge Genera­ti­on ihre ganz eige­ne Spra­che hat, mit deren Ver­ständ­nis die „Alten“ arge Pro­ble­me haben.
      Und das wer­den wir akzep­tie­ren müs­sen.

  5. A sagt

    Schwer­ver­letzt ist die Fah­re­rin!!! Sie Ist immer noch im Kran­ken­haus behan­delt!!! Der Mann aber am nächs­ten Tag schon Fit war.

  6. Grit Decker sagt

    schwer­ver­letzt“; „leicht­ver­letzt“?
    Mit Sicher­heit eine Fra­ge der Defi­ni­ti­on und indi­vi­du­el­ler Sicht­wei­se.
    So wird es schwie­rig, ledig­lich beim Lesen eines ‑hier die­ses- Arti­kel die Ver­let­zun­gen der am Gesche­hen Betei­lig­ten ein­zu­schät­zen.

    Läs­ter­mäu­ler wür­den jetzt zu der Aus­sa­ge nei­gen (soll­te es denn zutref­fen, dass die unfall­ver­ur­sa­chen­de Frau ent­ge­gen der Aus­sa­ge im Arti­kel schwe­re Ver­let­zun­gen erlitt):
    „selbst schuld und ver­dient“.

    Eine Denk­wei­se, die mir mäch­tig gegen den Strich geht:
    Ich mag es näm­lich über­haupt nicht, wenn sich am Leid eines ande­ren ‑natür­lich zumeist nicht-öffent­lich- erfreut (nett gesagt) wird, da schwillt mir der Kamm! *grrrr knurr*

  7. Anna Nickel sagt

    Schwer­ver­letzt ist die FAH­RE­RIN!!!!!!!°°

    1. Grit Decker sagt

      Viel­leicht hilft eine Nach­fra­ge bei den Machern der Aue­post zu klä­ren, wer von den Betei­lig­ten wie ver­letzt wur­de?
      Soll ja immer wie­der vor­kom­men, dass in den Medi­en Sach­ver­hal­te nicht rich­tig dar­ge­stellt wer­den. Lei­der.

  8. Wunstorfer Auepost sagt

    Ja, das haben wir nach Hin­wei­sen auch bereits im Arti­kel kor­ri­giert. Die Infos hat­ten wir von der Poli­zei. Mög­li­cher­wei­se hat­ten sie sich in der Erklä­rung schlicht ver­tan…

    1. AB sagt

      Die Rad­fah­re­rin liegt immer noch mit gro­ßen Schmer­zen im Kran­ken­haus! Der Rad­fah­rer war am nächs­ten Tag Eis­essen und ist top fit! Scha­de das immer wie­der so ein Quatsch ver­brei­tet wird, wo man die Wahr­heit gar nicht kennt!

      1. Mirko Baschetti sagt

        Ich kann die Wut ver­ste­hen, aber in einem sol­chen Fall ver­las­sen wir uns eben auf die Infor­ma­ti­on, die die Poli­zei uns zur Ver­fü­gung steht. Tut mir leid, dass wir das nicht schon vor­her rich­tig stel­len konn­ten.

        1. Grit Decker sagt

          Wütend“ #Mir­ko- wird ‑so hof­fe ich- nie­mand ob der Fehl­in­for­ma­tio­nen sein.
          Allen­falls eini­ge Leser*innen erbost.

          Auch wenn Infor­ma­tio­nen durch die Poli­zei an euch gege­ben wer­den:
          wie wir sehen, müs­sen die nicht immer kor­rekt sein; ergo eine Über­prü­fung wert.

          Der Unfall mit sei­nen fata­len Fol­gen hät­te sich im Übri­gen gar nicht ereig­nen müs­sen, wären die ange­brach­ten Ver­kehrs­re­geln ein­ge­hal­ten wor­den.
          Doch „ist das Kind in den Brun­nen gefal­len“, ist die Empö­rung groß, ob die dann ange­bracht ist, soll jede*r für sich selbst sehen.

    2. Grit Decker sagt

      Ver­mut­lich nicht aus­schließ­lich ich wer­de die vor­ge­nom­me­ne Kor­rek­tur begrü­ßen.
      Mit Sicher­heit wer­de ich mir nicht anma­ßen zu beur­tei­len, was da schief gelau­fen ist.

      Den­noch als Anre­gung für die Zukunft:
      Vor einer Ver­öf­fent­li­chung ein­ge­hen­de Infor­ma­tio­nen sei­tens der Redak­ti­on über­prü­fen.
      Kann Miss­ver­ständ­nis­se in der Leser­schaft ver­mei­den hel­fen.

      1. Mirko Baschetti sagt

        Tut mir leid, aber das sind Pres­se­mel­dun­gen der Poli­zei, dem wir in die­sem Fall natür­lich Glau­ben schen­ken.

  9. Bernd-Michael Rosenbusch sagt

    Mit den Fahr­rad­fah­rer in Wunstorf wird es immer schlim­mer. Das liegt zum einen an der Tat­sa­che, dass sie von den all­ge­mein­gül­ti­gen Ver­kehrs­re­geln kei­ne Ahnung haben und zum ande­ren an dem nicht vor­han­den Unrechts­be­wusst­sein. Hier ist ein­deu­tig die Poli­zei gefor­dert, die es nicht bei münd­li­chen Ver­war­nun­gen, son­dern sin­dern mit gesetz­lich vor­ge­ge­ben Buss­gel­dern Fehl­ver­hal­ten ahn­den soll­ten. Ins­be­son­de­re wer­den von rück­sicht­lo­sen Fahr­rad­fah­rern auch ger­ne Geh­we­ge benutzt und kei­ner macht etwas dage­gen. Nur wenn hier ein Exem­pel sta­tu­riert wird und es an die Geld­bör­se geht, kommt viel­leicht die Ein­sicht. Auch wäre zu über­le­gen, ob man auch bei Fahr­rad­fah­rern eine soge­nann­ten „klei­ne Fahr­erlaub­nis“, wie z.B. bei Mofas durch­füh­ren soll­te. Jeder der an dem Öffent­li­chen Ver­kehr teil­nimmt, braucht eine Fahr­erlaub­nis – war­um soll­te das Fahr­rad­fah­rern anders sein.

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