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Burgmannshof

Rohrreiniger sorgt für mitternächtlichen Großeinsatz

Vergangene Nacht heulten in der Kernstadt die Sirenen. Die Feuerwehr rückte mit allen Kräften zu einem vermeintlichen Brand in der Altstadt aus, der sich zu einem plötzlichen Gasalarm auswuchs. Die Einsatzleitung stand kurz davor, Bewohner evakuieren zu lassen. Dann wurde die Ursache gefunden …

Rohrreinigereinsatz
Macht die Rohre frei – und holt die Feuerwehr herbei | Foto: Feuerwehr Wunstorf

Wunstorf (red). Um Mitternacht wurde die Feuerwehr Wunstorf zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage am Burgmannshof alarmiert. Bei der Erkundung konnte zwar kein Rauch oder Feuer festgestellt werden, jedoch schlugen im zweiten Obergeschoss die Gaswarngeräte Alarm. Sofort machte sich ein Trupp unter Atemschutz zur weiteren Erkundung auf den Weg, eine Ursache konnte zunächst nicht festgestellt werden.

Vollalarm nach Mitternacht

Während direkt eine Überdruckbelüftung vor der Haupteingangstür und in der betroffenen Etage via Drehleiter startete, wurden weitere Kräfte per Sirene nachalarmiert. Mehrere Atemschutztrupps durchsuchten die Wohnungen nach der Ursache, vorsichtshalber schloss man auch den Gas-Haupthahn. Zwischenzeitlich wurde überlegt, das Gebäude, in dem hauptsächlich ältere Menschen leben, zu evakuieren, solange der Grund für die erhöhten Werte nicht ermittelt war.

Im Verlauf des Einsatzes teilte dann jedoch eine Bewohnerin mit, vor dem Zubettgehen noch eine halbe Flasche Rohrreiniger in ihren Abfluss gekippt zu haben. Es hätte „stark geblubbert“, und kurze Zeit später sei dann auch schon die Feuerwehr da gewesen, berichtete die Frau. Der Übeltäter war gefunden: eine Flasche „Abflussfrei“. Nachdem alle Bereiche intensiv gelüftet wurden, konnten keine auffälligen Messwerte mehr festgestellt werden. Im Einsatz waren sieben Fahrzeuge der Feuerwehr, ein Rettungswagen und die Polizei.

Feuerwehr aus Neustadt hilft aus

Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Als parallel dazu jedoch ein medizinischer Notfall in Luthe eintrat, bei dem die Feuerwehr zur Unterstützung des Rettungsdienstes gerufen wurde, musste das Drehleiterfahrzeug aus Neustadt aushelfen, da die Wunstorfer Drehleiter hinter dem Stadttheater stand.

3 Kommentare

  1. “Ach du Sch***!”- mein erster Gedanke als ich die ersten Zeilen las.

    Der zweite- und in gewohnter Kopflastigkeit:
    “Obacht beim Einsatz von “Chemie-Bomben””.
    Die daraus möglichen Folgen wurden hier anschaulich dargestellt.

    Die Dame, die den folgenreichen Rohrreiniger benutzte, kann ich durchaus verstehen:
    Mit DEN Konsequenzen wird sie eher nicht gerechnet haben.

    Auch ich musste in meiner alten Wohnung da sanfte und umweltverträglichere Mittel gänzlich wirkungslos geblieben sind, Achtung: Wortspiel “volles Rohr” geben.
    Nicht schön, doch leider alternativlos.
    Mmmh: vielleicht doch einmal mehr zeitig fachliche Unterstützung hinzuziehen?

  2. Für alle: Doch es gibt eine sinnvolle Alternative, die auch besser ist als die Chemiekeulen. Man nehme Natron und Essigessenz.
    und hinterher eisses Wasser. Das macht garntiert jedes Rohr ohne Chemie frei. Nebenbei Natron ist auch ein wundervoller Reiniger für den Haushalt. Auch kann man Natron zum Kochen und Backen verwenden. Mal im Internet recherieren.ausserdem ist Natron auch im Internet billig zu bestellen.

    1. @ Bernd Michael Rosenbusch

      Hier muss ich Ihnen/Dir durch meine eigene Erfahrung leider widersprechen:

      Recht kurz vor meinem Umzug hatte ich die “Freude”, obwohl ich um das mich ereilte Ungemach zu verhindern ein Schutzsieb nutzte und prophylaktisch genau das von Ihnen/Dir Beschriebene regelmäßig durchführete, eine durch meine Haare verursachte Total-Verstopfung meiner Dusche.

      Um das “Drama” zu beenden, habe ich gänzlich erfolglos erneut die “Öko-Waffe” eingesetzt.
      Leider brachte jedoch auch die “chemische Keule” nichts.

      Ergebnis:
      eine Hausmitbewohnerin überbrachte mir “die frohe Botschaft”, dass der Waschkeller- ausgelöst durch die Verstopfung des Duschabflusses- in Mitleidenschaft gezogen wurde.

      So musste es ein Mitarbeiter einer Sanitärunternehmen richten.

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