Warnung vor illegalen Spendensammelaktivitäten

„Spendensammler“ erleichtern Wunstorfer Senior um 50 Euro

Illegale „Spendensammler“ sind weiterhin in Wunstorf unterwegs – auch außerhalb der Fußgängerzone. Die Polizei warnt nun nochmals vor diesen Aktivitäten.

Polizeigebäude
Schriftzug und Dienstschild am Wunstorfer Kommissariat (Symbolbild) | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Am gestrigen Donnerstag wurde ein 82-jähriger Wunstorfer das Opfer einer „Spendensammlergruppe“. Zur Mittagszeit war er auf dem Marktkauf-Parkplatz angesprochen und um eine Spende gebeten worden. Der Senior zeigte sich hilfsbereit, wollte 10 Euro spenden und gab einer Frau aus der Gruppe dazu einen 50-Euro-Schein. Diese dachte jedoch gar nicht daran, den Rest wieder herauszugeben; die Gruppe suchte das Weite, noch bevor die hinzugerufene Polizei eintraf. Nur eine andere Frau wurde von Passanten festgehalten und der Polizei übergeben. Da dieser Frau jedoch nichts nachgewiesen werden konnte, obwohl sie vermutlich ebenfalls zu den „Spendensammlern“ gehörte, musste sie wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

Spendenmasche folgt identischem Muster

Wie die Polizei mitteilte, halten sich derzeit vor allem Gruppen von Rumänen in Wunstorf auf, die durch illegale Spendensammelaktivitäten auffallen. Das Handlungsmuster sei dabei immer dasselbe: Auf stark frequentierten Plätzen verteilen sich die „Spendensammler“ und versuchen, mit einer Spendenliste auf einem Klemmbrett die Bürger dazu zu animieren, Geld herauszurücken. Gesprächsversuche auf Deutsch werden abgewehrt. Die Personen halten sich immer nur eine kurze Zeit an einem Ort auf und wechseln ihre Standorte häufig. Bisweilen werden die vorgeblichen Spendensammelaktivitäten auch als Ablenkung benutzt, um Trickdiebstähle zu begehen.

Wer hat schon Geld gegeben?

Die Wunstorfer Polizei weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass diese Form von Betteln illegal ist und ggf. als Betrug strafbar. Es sollte daher keinesfalls Geld gespendet werden. Wenn solche „Spendensammler“ entdeckt werden, sollte stattdessen umgehend die Polizei informiert werden. Ebenso bittet die Polizei diejenigen, die bereits gespendet haben, sich beim Kommissariat zu melden.

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5 Kommentare
  1. Aynur Türk Aydin sagt

    Nurgül Türk

  2. Grit Decker sagt

    Ansich bin ich keine Freundin davon, sofort stehenden Fußes nach den Damen und Herren „unseres“ Kommissariates zu rufen.

    Anders hingegen bei derartigen Dreistigkeiten wie in diesem Artikel berichtet.
    Da ist die Alarmierung der Ordnungskräfte in meinen Augen nicht nur mehr als angebracht, sondern zwingende Notwendigkeit.

    Problem:
    diese „Herrschaften“ müssen nach der erkennenungsgsdienstlichen Erfassung und der Befragung durch die Beamtinnen und Beamten zumeist „mangels Haftgründen“ auf freien Fuß gesetzt werden.
    Ein Ärgernis hoch drei!

    Nicht zuletzt für die auf sämtlichen Komissariaten Diensttuenden, die sich oft genug den Allerersten für UNS ALLE aufreißen und als „Dank“ ein Frusterlebnis nach dem anderen haben müssen.
    Na, toll… *mächtig angepi…*

    1. Grit Decker sagt

      AUA!
      Soeben eine der „entzückenden“ (naja,, ) verkehrten Wahlen bei den Wortvorschlägen meines Smartphones entdecken müssen:

      ich hoffe, dass es der geneigten Leserschaft klar sein wird, dass ich zum Ausdruck bringen wollte, dass sich unsere Polizeibediensteten für uns alle ihren „Allerwertesten“ aufreißen.
      So sorry!!
      (*bedröppelt guck*)

  3. Uwe Maria Kallas sagt

    Soll mal zu mir kommen, ich spende auch und diese Spende wird er nie vergessen.

  4. Grit Decker sagt

    Lieber #Uwe Maria, ich bin alles andere als eine Befürworterin davon, egal was auch immer, mit Gewalt lösen zu wollen.
    In diesem konkreten Fall hingegen habe ich viel- sehr viel Verständnis für „Anwandlungen der aggressiven Art“.

    Hier gehe ich sogar so weit, dass ich Ihnen meine Unterstützung im Falle „Das“ gerne versichere:
    „Du/Sie die rechte Gesichtshälfte und ich die linke“:
    Kann ja sein, dass man diesem Schei***kerl tatsächlich mal begegnet…

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