Splitt-Park­ver­bo­te ärgern Anwoh­ner

Man­cher Auto­fah­rer hat wenig Ver­ständ­nis: Wie­der ein­mal wer­den man­che Stra­ßen mit Splitt aus­ge­bes­sert, vor allem Anwoh­ner­stra­ßen in Wunstorf sind momen­tan mit Splitt über­sät – und Park­ver­bots­schil­der ver­bie­ten dort der­zeit das Abstel­len von Fahr­zeu­gen. Vie­le Anwoh­ner fra­gen sich, wann in den Sei­ten­stra­ßen wie­der geparkt wer­den darf.

War­nung vor gesplit­te­ter Stra­ße in Wunstorf | Foto: Dani­el Schnei­der

Wunstorf (ds). Obwohl die Stra­ßen­in­stand­hal­tungs­maß­nah­men recht­zei­tig ange­kün­digt wor­den waren, ärgert sich man­cher Auto­be­sit­zer in Wunstorf der­zeit. Auf den von Splitt­ar­bei­ten betrof­fe­nen Wunstor­fer Stra­ßen muss vor­sich­ti­ger gefah­ren wer­den, und vor allem ent­fällt dort der­zeit der Park­raum, da Park­ver­bo­te ein­ge­rich­tet wur­den.

Wie lan­ge noch?

Die Arbei­ten sol­len „bis zu 3 Wochen“ dau­ern, die Park­ver­bo­te nur wäh­rend die­ser Zeit auf­recht­erhal­ten wer­den, die Schil­der gleich­zei­tig mit Been­di­gung der Arbei­ten wie­der ent­fernt wer­den, heißt es von­sei­ten der Ver­wal­tung. Unver­ständ­nis herrscht jedoch vor allem dar­über, wes­halb die Park­ver­bots­schil­der erst nach Wochen ent­fernt wer­den sol­len, wo doch die Arbei­ten offen­bar längst abge­schlos­sen sind, der Splitt ordent­lich ver­teilt wur­de.

Nicht nur Park-, son­dern abso­lu­tes Hal­te­ver­bot an den betrof­fe­nen Stra­ßen | Foto: Dani­el Schnei­der

Die Arbei­ten sind nur schein­bar fer­tig­ge­stellt

Doch solan­ge der Splitt auch noch lose her­um­liegt, sind die Arbei­ten noch nicht been­det. Ledig­lich die Mit­ar­bei­ter des Bau­be­triebs­hofs sind dann nicht mehr tätig, statt­des­sen wird jeder Auto­fah­rer, der eine gesplit­te­te Stra­ße benutzt, nun zum „Mit-Arbei­ter“, zum Stra­ßen­bau­hel­fer.

Info: Stra­ßen­sa­nie­rung mit Splitt
Split­ten ist eine bil­li­ge Instand­hal­tungs­maß­nah­me im Stra­ßen­bau für weni­ger stark befah­re­ne Stra­ßen. Nicht nur neue Fahr­bahn­de­cken wer­den mit Splitt her­ge­stellt, son­dern er kann auch nach­träg­lich zur Ver­bes­se­rung und Halt­bar­ma­chung einer Stra­ße auf­ge­tra­gen wer­den. Zweck ist, klei­ne Schad­stel­len aus­zu­bes­sern und die Grif­fig­keit des Asphalts wie­der­her­zu­stel­len, denn Stra­ßen wer­den durch das Befah­ren im Lau­fe der Zeit glat­ter. Dazu wird eine Über­men­ge an Splitt nach einer Ober­flä­chen­be­hand­lung über die Stra­ße ver­teilt. Der fol­gen­de Auto­ver­kehr drückt dabei einer­seits den Splitt in den Asphalt, sorgt ande­rer­seits aber auch dafür, dass die über­schüs­si­gen Tei­le, die nicht aus­rei­chend haf­ten, wie­der gelöst wer­den. So wird das lang­fris­ti­ge Auf­tre­ten von Roll­splitt ver­hin­dert.

„War­te­zeit“ ist Teil der Arbei­ten

Beim Split­ten wird die Fahr­bahn­de­cke mit Haft­kle­ber ange­spritzt und anschlie­ßend der Splitt dar­über gebracht. Danach muss die Splitt­flä­che für ein bis zwei Wochen ein­ge­fah­ren wer­den, um eine gute Ver­bin­dung zur bis­he­ri­gen Fahr­bahn­de­cke zu bekom­men, wie Stadt­spre­cher Alex­an­der Sto­ckum erklär­te. Wür­den Fahr­zeu­ge schon vor­her wie­der in der Stra­ße par­ken, wäre nicht sicher­ge­stellt, dass der Splitt aus­rei­chend ein­ge­fah­ren wird. Eine vor­über­ge­hen­de Auf­he­bung des Park­ver­bots und spä­te­re Wie­der­ein­rich­tung für die Kehr­ma­schi­ne – oder das frü­he­re Los­schi­cken der Kehr­ma­schi­ne – ist daher auch kei­ne Opti­on.

Fri­scher Splitt auf Wunstorfs Stra­ßen | Foto: Dani­el Schnei­der

Etwa einen hal­ben Monat muss daher mit den ein­ge­schränk­ten Park­mög­lich­kei­ten gelebt wer­den. Solan­ge der unge­bun­de­ne Splitt noch sicht­bar ist, bleibt es beim Park­ver­bot. Erst wenn die „Ein­wirk­zeit“ des Roll­splitts erreicht ist und Kehr­ma­schi­nen das über­schüs­si­ge Mate­ri­al wie­der ein­ge­sam­melt haben, wer­den auch die Park­ver­bots­schil­der wie­der ent­fernt.

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