Stadt Wunstorf warnt vor betrü­ge­ri­schen Kaf­fee­fahr­ten

Der Stadt­ver­wal­tung Wunstorf wur­de bekannt, dass Bür­gern im Stadt­ge­biet wie­der ein­mal „Ein­la­dun­gen“ zu soge­nann­ten Kaf­fee­fahr­ten erhiel­ten, in denen den Teil­neh­mern Geld­ge­win­ne und Geschen­ke durch die „Glücks­fee Frau Wer­ner­mei­er“ ver­spro­chen wur­den.

Vorsicht bei "Kaffeefahrten", die es in der Regel In der Regel nur auf die Geldbörse abgesehen haben. | Bild: SymbolfotoIm jüngs­ten Fall soll die Aus­flugs­fahrt am 25.01.2017 in eines der schöns­ten Erho­lungs­ge­bie­te Deutsch­lands füh­ren. Nähe­re Anga­ben zum Ziel wer­den jedoch nicht gemacht. Für die Abfahrt in Wunstorf wer­den in der Ein­la­dung zwei Hal­te­stel­len am ZOB und in Stein­hu­de an der Kreu­zung Leinenweberstraße/Braustraße ange­ge­ben.

Auf­grund der Auf­ma­chung des Ein­la­dungs­schrei­bens ist der Ver­dacht nahe­lie­gend, dass es sich bei die­ser Kaf­fee­fahrt um eine Bus­rei­se mit Ver­kaufs­ver­an­stal­tung han­delt, bei der die ver­spro­che­nen Gewin­ne nicht aus­ge­zahlt wer­den und statt­des­sen eine Wer­be- und Ver­kaufs­ver­an­stal­tung im Vor­der­grund steht.

Erfah­rungs­ge­mäß gera­ten in die­sen Fäl­len die Teil­neh­mer immer wie­der an unse­riö­se Ver­käu­fer, die wäh­rend der Fahrt geschickt Druck auf­bau­en und dazu drän­gen, Kauf­ver­trä­ge abzu­schlie­ßen, die nicht sel­ten ein monat­li­ches Durch­schnitts­ein­kom­men über­stei­gen.

Die als Schnäpp­chen ange­bo­te­nen Waren sind in den meis­ten Fäl­len von min­der­wer­ti­ger Qua­li­tät und häu­fig teu­rer als im Fach­han­del. Sogar Medi­ka­men­te, die sich bei genaue­rem Hin­se­hen als nicht oder nur wenig wirk­sa­me Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel ent­pup­pen, wer­den von sol­chen Ver­käu­fern zu völ­lig über­zo­ge­nen Prei­sen ange­bo­ten.

Info: Kaf­fee­fahr­ten
Die soge­nann­ten Kaf­fee­fahr­ten zie­len auf ein älte­res Publi­kum. Obwohl die meis­ten regel­mä­ßi­gen Teil­neh­mer wis­sen, dass es sich im Grun­de um eine Ver­kaufs­fahrt han­delt, neh­men sie doch immer wie­der dar­an teil – wegen der gesel­li­gen Fahrt und des Zusam­men­seins. Den­noch sind sich die wenigs­ten dar­über wirk­lich im Kla­ren, wie viel Gewinn die Ver­an­stal­ter mit dem Ver­kauf von über­teu­er­ten Waren tat­säch­lich machen. Mit sub­ti­lem Druck und psy­cho­lo­gi­scher Raf­fi­nes­se wer­den auch „alte Kaf­fee­fahrt-Hasen“ noch zu einem Kauf­ver­trags­ab­schluss über­re­det. Die Fahrt­teil­neh­mer wer­den meist zu Gast­stät­ten in ent­le­ge­nen Gegen­den gefah­ren, von wo aus man nur noch schlecht selbst weg­kommt. Neu­teil­neh­mer sind erst recht ein gefun­de­nes Fres­sen für die Ver­an­stal­ter, die oft nicht ein­mal die erfor­der­li­che Rei­se­ge­wer­be­er­laub­nis für die Ver­kaufs­ver­an­stal­tun­gen besit­zen. So kam es immer wie­der vor, dass Kaf­fee­fahrt-Ver­an­stal­ter beim Anrü­cken der Poli­zei die Flucht ergrif­fen – mit­samt der Waren und erhal­te­nen Anzah­lun­gen. Auch vor­her ver­spro­che­ne Gewin­ne ent­pup­pen sich immer wie­der als lee­re Ver­spre­chun­gen.

Die Stadt Wunstorf warnt des­halb ein­dring­lich davor, an sol­chen Fahr­ten teil­zu­neh­men. Wer wei­te­re Fra­gen zu die­sen „Kaf­fee­fahr­ten“ hat, kann sich an Herrn Wede­mei­er vom Fach­dienst Sicher­heit und Ord­nung unter Tele­fon 05031/101–383 wen­den.

- Anzeige -

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.