Ohne Füherschein unterwegs

Straf­an­zei­ge nach pri­va­ten „Fahr­stun­den“ für die Ehe­frau

Fahr­leh­rer spie­len, sogar ohne selbst einen Füh­rer­schein dabei zu haben: Pri­va­te Nach­hil­fe im Stra­ßen­ver­kehr wird für ein Wunstor­fer Paar nun unan­ge­nehm: Die Poli­zei erstat­te­te Straf­an­zei­ge, nicht nur gegen die Fah­re­rin.

Fahr­zeug der Wunstor­fer Poli­zei (Sym­bol­bild) | Foto: Dani­el Schnei­der

Wunstorf (red). Ein 38-jäh­ri­ger Wunstor­fer gab am spä­ten Frei­tag­abend sei­ner 30-jäh­ri­gen Ehe­frau in Luthe pri­va­te „Fahr­stun­den“: für Nach­hil­fe beim Auto­fah­ren wur­de jedoch nicht Pri­vat­ge­län­de genutzt, son­dern der öffent­li­che Wunstor­fer Stra­ßen­raum. Die Frau war jedoch nicht im Besitz einer Fahr­erlaub­nis – und auch der Ehe­mann konn­te kei­nen Füh­rer­schein vor­zei­gen. Ob er über­haupt einen besitzt, ermit­telt nun die Poli­zei.

Straf­an­zei­ge gegen bei­de

Sowohl gegen die Frau als auch den Mann als Bei­fah­rer wur­den Straf­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet: gegen die Frau wegen Fah­rens ohne Fahr­erlaub­nis, gegen den Ehe­mann als Hal­ter des Wagens wegen Über­las­sen des Wagens und Dul­dung der Fahrt.

INFO: Fah­ren ohne Fahr­erlaub­nis
Das Auto­fah­ren, ohne eine gül­ti­ge Fahr­erlaub­nis zu haben, ist kei­ne Baga­tel­le, son­dern eine Straf­tat. Dabei spielt es kei­ne Rol­le, ob über­haupt nie ein Füh­rer­schein erwor­ben wur­de oder, z. B. wegen einem Ver­kehrs­ver­stoß, gera­de ein Fahr­ver­bot besteht und der Füh­rer­schein des­we­gen vor­über­ge­hend abge­ge­ben ist. Die Tat wird mit maxi­mal einem Jahr Gefäng­nis oder Geld­stra­fe bestraft. Wenig bekannt: Ein Fahr­zeug­hal­ter, der wis­sent­lich jemand anders ohne gül­ti­ge Fahr­erlaub­nis sei­nen Wagen benut­zen lässt, wird genau­so bestraft, als hät­te er selbst den Wagen ohne gül­ti­gen Füh­rer­schein gefah­ren.

Nächs­te Straf­tat einen Tag spä­ter

Nur einen Tag spä­ter, am Sams­tag­abend, traf die Wunstor­fer Poli­zei erneut auf einen „Schwarz­fah­rer“: Ein 30-Jäh­ri­ger, auch aus Wunstorf, wur­de kon­trol­liert, als er mit sei­nem Auto in der Bäcker­stra­ße fuhr. Doch nicht nur dort hät­te er nicht fah­ren dür­fen, son­dern über­haupt nicht, denn ihm war der Füh­rer­schein bereits rechts­kräf­tig ent­zo­gen wor­den. Auch ihn erwar­tet nun ein Straf­ver­fah­ren wegen Fah­rens ohne Fahr­erlaub­nis.

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1 Kommentar
  1. Grit Decker meint

    Im ers­ten Fall möch­te ich sagen:
    Pech gehabt!- und zwar bei­de.

    Unwis­sen­heit schützt vor Stra­fe nicht“:
    auch das trifft zu.
    Da wird’s auch nichts brin­gen, wenn einer oder bei­de ver­su­chen, sich mit Dimm-stel­len aus der Num­mer raus­zie­hen zu wol­len…

    Dem Mann im zwei­ten Fall gilt die Ansa­ge, dass sein Ver­hal­ten nicht frech war, son­dern dreist; genau genom­men sogar kack***dreist:
    niicht grund­los wird der Fah­rer den „Lap­pen“ ent­zo­gen bekom­men haben.
    Da wäre Nach­den­ken mit Sicher­heit ein Viel­fa­ches ange­brach­ter, als sich hinter’s Steu­er zu set­zen -ohne Fahr­erlaub­nis.

    Nun haben alle drei ein zusätz­li­ches Pro­blem.

    Zu sagen, dass sie mir Leid tun, trifft es nicht so ganz. Viel­leicht ein biss­chen gemein- ich weiß. Doch manch­mal stört mich das über­haupt nicht.

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