Tan­nen­brand in Hagen­burg

Als es am ver­gan­ge­nen Sonn­abend aus Rich­tung Hagen­burg stark qualm­te, bestand kein Grund zur Besorg­nis – die ört­li­che Feu­er­wehr hat­te den Brand selbst gelegt … zur Freu­de aller im Ort, als der inzwi­schen tra­di­tio­nel­le „Tan­nen­brand“ zum neun­ten Mal began­gen wur­de.

Orts­brand­meis­ter Chris­ti­an Röhl ent­zün­det den Tan­nen­berg | Foto: Feu­er­wehr Hagen­burg

In Schwe­den gibt es das tra­di­tio­nel­le Knut-Fest, an wel­chem 20 Tage nach Weih­nach­ten der Tan­nen­baum auf die Stra­ße fliegt – was, dra­ma­tur­gisch zuge­spitzt, seit einer bekann­ten IKEA-Wer­bung auch den Deut­schen geläu­fig ist. In Wunstorf kön­nen die alten Nadel­bäu­me seit Mon­tag auf die Stra­ße gestellt wer­den, doch gefei­ert wird dann nicht mehr, wenn AHA den Bio­müll abholt.

In Hagen­burg ist man da schon wei­ter und hat in den letz­ten Jah­ren eine eige­ne Form des Knut-Brau­ches eta­bliert: hier wer­den die Tan­nen­bäu­me nicht nur anläss­lich einer Fei­er ein­ge­sam­melt, son­dern wäh­rend der Fei­er auch gleich abge­fa­ckelt – im Rah­men der jähr­li­chen „Tannenbrand“-Veranstaltung.

Kon­trol­lier­tes Abbren­nen

So auch am 7. Janu­ar. Trotz der War­nung vor extre­mer Glät­te fan­den sich zahl­rei­che Freun­de des Tan­nen­bran­des im Hagen­bur­ger Feu­er­wehr­haus ein, als Orts­brand­meis­ter Chris­ti­an Röhl die ca. 1.000 zuvor ein­ge­sam­mel­ten Tan­nen in Brand setz­te.

Info: Tan­nen­brand der Feu­er­wehr Hagen­burg
Der „Tan­nen­brand“ ist noch ein recht jun­ger Brauch. Seit 2008 wird er in Hagen­burg began­gen. Ursprüng­lich nach einer Idee der Feu­er­wehr­lei­tung als Alter­na­ti­ve zu einem Oster­feu­er ent­stan­den, wel­ches die Orts­wehr nicht ver­an­stal­tet, hat sich der Tan­nen­brand mitt­ler­wei­le zu einem Event mit Allein­stel­lungs­merk­mal ent­wi­ckelt. In den ers­ten Jah­ren fand der Tan­nen­brand auf dem Schüt­zen­platz statt, seit 2013 wer­den die Tan­nen auf der Wie­se am Feu­er­wehr­haus ent­zün­det. Seit zwei Jah­ren wird zudem das Feu­er­wehr­haus als Wet­ter­schutz her­ge­rich­tet, sodass es sich nun­mehr um eine kom­bi­nier­te Indoor-/Out­door-Ver­an­stal­tung han­delt.

Dabei muss­te sich nie­mand in den ein­set­zen­den Eis­re­gen stel­len, die Feu­er­wehr über­trug das Spek­ta­kel per Kame­ra live auf eine Lein­wand direkt ins Feu­er­wehr­haus, das als gemüt­li­cher „Indoor-Tan­nen­wald“ fun­gier­te. Hier leg­te ein DJ auf und es wur­den u.a. Kakao, Glüh­wein, Pom­mes und Brat­wurst ange­bo­ten.

Die Jugend der Feu­er­wehr Auhagen/Düdinghausen beim Tan­nen­baum-Ein­satz | Foto: Feu­er­wehr Auhagen/Düdinghausen

Auch in Auha­gen war zuvor die Feu­er­wehr­ju­gend der gera­de erst ver­ei­nig­ten Wehr Auhagen/Düdinghausen unter­wegs und sam­mel­te mit Unter­stüt­zung von Tre­cker­fah­rern die Tan­nen­bäu­me im Ort ein.

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