Trick­be­trü­ger gaben sich am Tele­fon als Poli­zis­ten aus

Am Mon­tag rie­fen ver­meint­li­che Poli­zei­be­am­te im Bereich Wunstorf an und erkun­dig­ten sich nach Wert­ge­gen­stän­den. Dar­über hin­aus for­der­ten sie die Ange­ru­fe­nen auf, das Kom­mis­sa­ri­at auf­zu­su­chen. Die Poli­zei­di­rek­ti­on Han­no­ver rech­net damit, dass es zu wei­te­ren die­ser Anru­fe kom­men könn­te.

Die Betrü­ger spie­gel­ten am Tele­fon vor, Wunstor­fer Poli­zis­ten zu sein (Sym­bol­bild) | Foto: Dani­el Schnei­der

Wunstorf (ds). Nach aktu­el­len Erkennt­nis­sen der ech­ten Poli­zei hat­ten die fal­schen Beam­ten am gest­ri­gen Mon­tag­abend, den 24. April, ins­ge­samt vier poten­ti­el­le Opfer ange­ru­fen – in der Wunstor­fer Kern­stadt, in Luthe, Bokel­oh sowie in Hagen­burg. Dabei wur­de mit­hil­fe eines tech­ni­schen Tricks die Tele­fon­num­mer 05031–110 im Dis­play der Ange­ru­fe­nen ange­zeigt, sodass man auf die Idee kom­men konn­te, dass tat­säch­lich jemand von der Poli­zei anruft.

In dem Gespräch erwähn­ten die Täter unter ande­rem eine Mor­der­mitt­lung und for­der­ten die Bür­ger auf, dies­be­züg­lich zur Wache in der Amts­stra­ße zu gehen. Doch das war nur ein Vor­wand, um für das wei­te­re Gespräch wei­te­res Ver­trau­en her­zu­stel­len. Denn nun frag­ten die Betrü­ger auch nach Wert­ge­gen­stän­den im Haus der Ange­ru­fe­nen.

Ange­ru­fe­ne fal­len nicht dar­auf her­ein

Alle ange­ru­fe­nen Per­so­nen durch­schau­ten jedoch die Masche, reagier­ten rich­tig und rie­fen nach dem Tele­fo­nat die ech­ten Beam­ten in Wunstorf an, sodass in kei­nem Fall ein Scha­den ent­stand.

Das Wunstor­fer Kom­mis­sa­ri­at erreicht man in sol­chen Fäl­len unter der Tele­fon­num­mer 05031–9530115.

Info: Tipps der Poli­zei gegen tele­fo­ni­sche Trick­be­trü­ger
1. Trick­die­be sind erfin­de­risch! Sich als Poli­zei- oder Kri­po­be­am­ter aus­zu­ge­ben, ist eine von vie­len Maschen, um an Geld und Wert­ge­gen­stän­de zu kom­men.
2. Set­zen Sie sich mit Ihrer ört­li­chen Dienst­stel­le in Ver­bin­dung, wenn Sie einen Anruf von einem mut­maß­li­chen Poli­zis­ten erhal­ten haben oder wäh­len Sie den Not­ruf (110)!
3. Machen Sie am Tele­fon kei­ne Anga­ben zu Ihren Ver­mö­gens­ver­hält­nis­sen, Kon­to­ver­bin­dun­gen oder ande­ren per­sön­li­chen Daten – Poli­zei­be­am­te erfra­gen per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten nie am Tele­fon!
4. Las­sen Sie kei­ne Frem­den in Ihr Haus bezie­hungs­wei­se Ihre Woh­nung!

Noch mehr Tele­fon­be­trug

In der Wede­mark ver­such­ten es Betrü­ger am heu­ti­gen Diens­tag unter­des­sen mit dem soge­nann­ten Enkel­trick am Tele­fon. Hier wur­den meh­re­re älte­re Frau­en ange­ru­fen.

Rate mal, wer hier ist!“Tele­fon­be­trü­ger beim Enkel­trick

Als eine der Frau­en den Namen ihres Enkels preis­gab, gab sich der Anru­fer als die­ser aus und ver­such­te, die 75-Jäh­ri­ge dazu zu bewe­gen, ihm 40.000 Euro für einen ver­meint­li­chen Haus­kauf zu über­las­sen. Auch in die­sen Fäl­len durch­schau­ten alle Ange­ru­fe­nen jedoch den Trick.

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Andreas Balleier Fotografie

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