Trun­ken­heits­fahr­ten in Bokel­oh und Stein­hu­de

Am ver­gan­ge­nen Sams­tag, den 22. Okto­ber, beschä­dig­te ein betrun­ke­ner Auto­fah­rer in Bokel­oh einen am Stra­ßen­rand par­ken­den Wagen stark, ohne anzu­hal­ten. Nach der Fah­rer­flucht kehr­te er jedoch zur Unfall­stel­le zurück. In Stein­hu­de fuhr ein Fah­rer mit über 3 Pro­mil­le Auto.

Symbolbild: Polizeibeamter mit Anhaltekelle | Foto: Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg
Sym­bol­bild: Poli­zei­be­am­ter mit Anhal­tekel­le | Foto: Poli­zei­in­spek­ti­on Nienburg/Schaumburg

Ein Ver­kehrs­un­fall unter dem Ein­fluss alko­ho­li­scher Geträn­ke mit­samt uner­laub­tem Ent­fer­nen vom Unfall­ort ereig­ne­te sich am 22.10.16 kurz vor Mit­ter­nacht in Bokel­oh. „An der Kreuz­kir­che“ beschä­dig­te ein unter Alko­hol­ein­fluss ste­hen­der 51-Jäh­ri­ger ein am lin­ken Fahr­bahn­rand gepark­tes Auto erheb­lich, sodass ein Scha­den von ca. 10.500 Euro ent­stand. Anschlie­ßend ent­fern­te er sich uner­kannt vom Unfall­ort.

Unfall­flüch­ti­ger stellt sich selbst

Doch wäh­rend der Unfall­auf­nah­me durch die Poli­zei erschien der Auto­fah­rer wie­der vor Ort und gab sich den Beam­ten als Unfall­ver­ur­sa­cher zu erken­nen. Die Poli­zei ließ ihn „pus­ten“ und ermit­tel­te einen Atem­al­ko­hol­wert von 1,54 Pro­mil­le.

Der Mann wur­de dar­auf­hin zur Dienst­stel­le gebracht, wo ihm ein Arzt eine Blut­pro­be ent­nahm. Der Füh­rer­schein wur­de sicher­ge­stellt und ein Straf­ver­fah­ren wegen Gefähr­dung des Stra­ßen­ver­kehrs und uner­laub­tem Ent­fer­nen vom Unfall­ort ein­ge­lei­tet.

Info: War­um die Poli­zei ein Ver­fah­ren wegen Unfall­flucht ein­lei­tet, obwohl der Ver­ur­sa­cher zur Unfall­stel­le zurück­ge­kehrt ist
Um die Unfall­flucht ran­ken sich vie­le Legen­den. Man habe 24 Stun­den Zeit, sich bei der Poli­zei zu mel­den. Ein Zet­tel an der Wind­schutz­schei­be wür­de rei­chen usw. Die Wahr­heit ist: Wer sich nach einem Unfall dazu ent­schei­det, nicht eine ange­mes­se­ne Zeit (kann zwi­schen 15 Min. und 2 Std. lie­gen) zu war­ten (und es kei­nen äußerst wich­ti­gen Grund gibt, war­um er nicht war­ten kann) und auch danach nichts sofort unter­nimmt, um sei­ne Per­so­na­li­en fest­stel­len zu las­sen, begeht Unfall­flucht. Auch wer sich zu einem spä­te­ren Zeit­punkt oder ohne aus­rei­chend gewar­tet zu haben z. B. beim Unfall­geg­ner oder der Poli­zei mel­det, besei­tigt nicht die Unfall­flucht, kann aber auf eine gerin­ge­re Stra­fe oder Straf­lo­sig­keit hof­fen. Das gilt aber nur, wenn es ein gerin­ger Sach­scha­den (unter 1.500–1.300 €) war, der abseits des nor­ma­len Stra­ßen­ver­kehrs ent­stan­den ist (z. B. beim Par­ken). Dies muss dann tat­säch­lich inner­halb von 24 Stun­den gesche­hen. Bei höhe­ren Scha­dens­sum­men, Per­so­nen­schä­den oder Unfäl­len im flie­ßen­den Ver­kehr pro­fi­tiert der Unfall­ver­ur­sa­cher nicht von die­ser Rege­lung.

Noch mehr Alko­hol: Mit über 3 Pro­mil­le am Steu­er

Kurz davor war der Poli­zei bereits ein wei­te­rer Ver­kehrs­sün­der ins Netz gegan­gen. In Stein­hu­de kon­trol­lier­ten die dor­ti­gen Beam­ten am Abend ein Auto in der Blei­chen­stra­ße. Dabei nah­men sie den alko­hol­hal­ti­gen Atem des 49-jäh­ri­gen Fah­rers wahr. Auch hier durf­te der Ver­däch­ti­ge pus­ten – was zu einem Ergeb­nis von sage und schrei­be 3,08 Pro­mil­le führ­te, einem Wert, bei dem bei man­chen Men­schen bereits Bewusst­lo­sig­keit oder der Tod ein­tre­ten.

Auch die­sem Fah­rer wur­de auf der Dienst­stel­le von einem Arzt eine Blut­pro­be ent­nom­men. Die Sicher­stel­lung des Füh­rer­scheins und die Anzei­ge wegen Trun­ken­heit im Stra­ßen­ver­kehr waren hier die unmit­tel­ba­ren Fol­gen.


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