Auf dem Schulweg

Unbekannter Mann bedrängt Siebtklässlerin

Am Dienstag verhinderte eine Schülerin der evangelischen IGS womöglich Schlimmeres, als sie sich einem ihr unbekannten Mann zur Wehr setzte, der sie auf dem Schulweg anging.

Fußweg an der Westaue (Symbolbild) | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Ein Vorfall, der sich am vergangenen Dienstag zutrug, versetzt derzeit Wunstorfer Eltern in Aufruhr. Eine Schülerin des 7. Jahrgangs der evangelischen IGS, der in der Außenstelle am Luther Weg unterrichtet wird, war am Dienstagnachmittag um 14.30 Uhr von der Außenstelle in Richtung des Hauptgebäudes der Schule unterwegs. Auf dem „Auedamm“, dem Fußweg entlang der Westaue, wurde die Schülerin etwa auf Höhe des „Ententeichs“ dann von einem unbekannten, vermutlich um die 40 Jahre alten Mann angesprochen und festgehalten. Der Unbekannte ergriff sie am Arm und soll gesagt haben: „Du kommst jetzt mit.“

„Du kommst jetzt mit.“

Das Mädchen konnte sich jedoch losreißen und flüchtete. Es rannte zur nahegelegenen Arbeitsstätte seiner Mutter und berichtete dieser von dem Vorfall. Die Eltern erstatteten daraufhin Anzeige bei der Polizei. Den beschriebenen Mann (Dreitagebart, Kapuzenpulli, Jeans) konnte die Polizei vor Ort jedoch nicht mehr ausfindig machen.

Schulleitung ergreift Vorsichtsmaßnahmen

Am folgenden Mittwochmorgen wurde der betreffende Jahrgang zusammengerufen, über den Vorfall informiert und u. a. angewiesen, bis auf Weiteres nicht mehr allein, sondern in Kleingruppen von mindestens 3 Schülern zwischen den beiden Schulstandorten zu wechseln, um auf diese Weise einen sogenannten Schutzverband zu bilden. Auch die Eltern der Schüler des 7. Jahrgangs wurden über die Elternvertreter in Kenntnis gesetzt. Am gestrigen Donnerstag wurden dann alle Eltern informiert. In der Zwischenzeit hatte die Information über eine „Beinahe-Entführung auf dem Schulweg“ bereits die Runde auch bei Eltern von Schülern anderer Wunstorfer Schulen gemacht.

In einem Schreiben, das der Auepost vorliegt, wird mitgeteilt, dass trotz aller Aufregung und Wachsamkeit ein möglichst normaler Tagesablauf beibehalten werden soll. Die Eltern werden darin gebeten, ähnliche Vorkommnisse, die sich in der Vergangenheit ereignet haben oder noch ereignen, umgehend der Schulleitung zu melden. Zudem soll mit den eigenen Kindern darüber gesprochen und geprüft werden, ob entsprechende (Schul-)Wege belebt genug sind. Das Verhalten der festgehaltenen Schülerin wird als vorbildlich bezeichnet.

Polizei erhöht Streifenfrequenz

Die Wunstorfer Polizei nimmt den Vorfall ernst und steht in engem Kontakt mit der Schule. Die Ermittlungen dauern derzeit an, wie Kriminalhauptkommissar Michael Fieber der Auepost sagte. Eine Straftat liege jedoch nicht vor. Die Polizei fährt in dem betreffenden Bereich nun vermehrt Streife.

Das Geschehen am Dienstag scheint unterdessen ein einzelner Vorfall gewesen zu sein. Weitere Vorkommnisse dieser Art in Wunstorf sind aktuell nicht bekannt.

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9 Kommentare
  1. Nadin Bultmann meint

    Laura Bltn

  2. Christine Reneè Drees meint

    Lisa Fliegenpilz

  3. Anica Funke meint

    Katja El-Bacha

  4. Timm Fochler meint

    Arlette Nichau

  5. Angelina Denis meint

    Denis Emini bin so froh das wir ihr eine bussfahrkarte geholt haben.

  6. Dominik Lisson meint

    Nirgendwo sind Frauen und Kinder mehr sicher…

  7. Günther Wessely meint

    Soll ich nur sehen…Ich Scheiss auf Polizei rufen….dann gibt’s richtig Mische…Mann in was für einer kranken Welt leben wir nur???

  8. Basti g. meint

    Ich würde meiner Tochter pfefferspray mitgeben

    1. Grit Decker meint

      Mehr als zu verstehen!

      Doch leider sind diese defensiven Abwehr“waffen“ bei deren Einsatz allzu oft im wahrsten Wortsinn „nach hinten losgegangen“, haben also leider nicht den Angreifer ausser Gefecht setzen können, sondern hatte unverdientermaßen der Anwenderin selbst ’ne Ladung Pfeffer(-ersatz?) in ihre Augen gesprüht.

      Und weil den Luftzug gerade in einer derartigen Ausnahmesituation eher niemand berücksichtigen kann, wäre mir persönlich der Einsatz von Pfefferspray und ähnlichem zu riskant.

      Leider spricht es sich auch bei Unholden aller Arten rum, dass gerade wir Frauen dem Gebrauch von diesen Abwehr“waffen inzwischen gegenüber vorsichtig und skeptisch eingestellt sind.

      By the way:
      die Anführungszeichen bei den ‚Waffen‘ habe ich deshalb gewählt, weil ich Pfefferspray und Co. -als Nothilfe eingesetzt- NICHT als „Waffe“ einstufen kann.
      Da ist das durchaus – in meinen Augen- ein ganz legitimes Mittel!

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