Unfall­schwer­punkt Kra­nich­stra­ße

Am Wochen­en­de kam es im Bereich Kra­nich­stra­ße unab­hän­gig von­ein­an­der gleich zu zwei Ver­kehrs­un­fäl­len. Ein Mäd­chen wur­de dabei ver­letzt.

Fahr­zeug der Wunstor­fer Poli­zei (Sym­bol­bild) | Foto: Dani­el Schnei­der

Wunstorf (red). Am Frei­tag, kurz vor 17.00 Uhr, nahm ein 79-jäh­ri­ger Wunstor­fer an der Ein­mün­dung Kranichstraße/Kolenfelder Stra­ße einer 37-Jäh­ri­gen, eben­falls aus Wunstorf, die Vor­fahrt. Im Wagen der Frau saß ihre 7-jäh­ri­ge Toch­ter, die bei dem Unfall ver­letzt wur­de. Den ent­stan­de­nen Sach­scha­den schätzt die Poli­zei auf 5.000 Euro.

Fah­rer­flucht

In der Nacht zu Sams­tag dann wur­de ein in der Kra­nich­stra­ße abge­stell­tes Auto beschä­digt. Der Seat Ibi­za park­te in einer Park­bucht. Wahr­schein­lich durch Ein- oder Aus­par­ken wur­de das Fahr­zeug von einem ande­ren Auto beschä­digt – der Ver­ur­sa­cher beging Fah­rer­flucht.

Info: Fah­rer­flucht
Um die Fah­rer­flucht, juris­tisch das „uner­laub­te Ent­fer­nen vom Unfall­ort“, ran­ken sich vie­le Legen­den. Man habe 24 Stun­den Zeit, sich bei der Poli­zei zu mel­den. Ein Zet­tel an der Wind­schutz­schei­be wür­de rei­chen usw. Doch wer sich nach einem Unfall dazu ent­schei­det, nicht eine ange­mes­se­ne Zeit (kann zwi­schen 15 Min. und 2 Std. lie­gen) zu war­ten (und es kei­nen äußerst wich­ti­gen Grund gibt, war­um er nicht war­ten kann) und auch danach nichts sofort unter­nimmt, um sei­ne Per­so­na­li­en fest­stel­len zu las­sen, begeht Fah­rer­flucht – eine Straf­tat, die von Poli­zei und Jus­tiz ent­spre­chend ver­folgt wer­den. Einen Ret­tungs­an­ker gibt es aber noch: Wer sich zu einem spä­te­ren Zeit­punkt z. B. beim Unfall­geg­ner oder der Poli­zei mel­det, besei­tigt nicht die Unfall­flucht, kann aber auf eine deut­lich gerin­ge­re Stra­fe oder sogar Straf­lo­sig­keit hof­fen. Das gilt aller­dings nur, wenn es ein klei­ner Sach­scha­den (unter 1.500–1.300 €) war, der abseits des nor­ma­len Stra­ßen­ver­kehrs ent­stan­den ist (z. B. beim Par­ken). Die­se nach­träg­li­che Iden­ti­täts­an­ga­be muss inner­halb von 24 Stun­den gesche­hen. Bei höhe­ren Scha­dens­sum­men, län­ge­rem Abwar­ten, Per­so­nen­schä­den oder Unfäl­len im flie­ßen­den Ver­kehr pro­fi­tiert der Unfall­ver­ur­sa­cher nicht von die­ser Rege­lung. Das rich­ti­ge Ver­hal­ten nach einem Unfall ohne Anwe­sen­heit des Geschä­dig­ten ist, an der Unfall­stel­le zu war­ten oder gleich die Poli­zei zu infor­mie­ren, dass ein ande­res Fahr­zeug beschä­digt wur­de.
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