Stadtgesprächaktualisiert

Alkoholisierter Fahrer tritt gegen Streifenwagen

Unfallzeuge verfolgt Fahrerflüchtigen

Ein Autofahrer widersetzte sich gestern der Blutentnahme und musste mit Handschellen gefesselt werden, nachdem er sich mit einem Unfallzeugen eine Verfolgungsjagd geliefert hatte.

Polizeifahrzeug Wunstorf
Fahrzeug der Wunstorfer Polizei (Symbolbild) | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Am gestrigen Abend gegen 22.30 Uhr fuhr ein Mercedesfahrer in der Hagenburger Straße in den Gegenverkehr und touchierte dabei den Außenspiegel eines entgegenkommenden Opelfahrers. Der Mercedes, der das Lenkrad auf der rechten Seite verbaut hatte, setzte seine Fahrt stadteinwärts fort.

Ein Zeuge des Unfalls folgte dem Mercedes und rief parallel dazu die Polizei an. Ein Streifennwagen der informierten Wunstorfer Polizei fing das Auto auf der B 441 in Höhe Abzweigung Schloß Ricklingen ab und stoppte den Unfallflüchtigen.

Richtung Autobahn gestoppt

Bei der Kontrolle nahmen die Beamten beim Fahrer, einem britischen Staatsangehörigen, Alkoholgeruch wahr. Trotz mehrfacher Versuche war der 55-Jährige nicht in der Lage, einen Atemalkoholtest vor Ort durchzustehen. Daraufhin ordneten die Beamten eine Blutentnahme an.

Da der Mann nicht bereit war, freiwillig in den Streifenwagen zu steigen, wurden ihm Handschellen angelegt und er in das Polizeifahrzeug gesetzt. Auch dann wollte er sich jedoch noch immer nicht fügen, sondern widersetzte sich und trat mehrmals gegen die Tür des Streifenwagens, als er wieder auszusteigen versuchte. Der Widerstand half ihm letztlich jedoch nichts, am Ende wurde die Blutprobe auf dem Komissariat genommen.

Die Polizei leitete Strafverfahren wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort und Gefährdung des Straßenverkehrs ein. Der Gesamtschaden des Verkehrsunfalls wird auf 700 Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand.

3 Kommentare

  1. “fuhr ein Mercedesfahrer in der Hagenburger Straße in den Gegenverkehr und touchierte dabei den Außenspiegel”

    Tatsächlich auf der Hagenburger Straße? Auf der Lange Straße sind so etwas wie durchs Touchieren krumm gebogene Außenspiegel an der Tagesordnung. Nicht nur beim stark behinderten fließenden Verkehr, auch beim ebenso stark behinderten ruhenden Verkehr. Und wer dann anhält um nicht unfallflüchtig zu werden, bringt dadurch das gesamte innerstädtische Verkehrsgeschehen zum Erliegen. – Aber ist schon richtig…, angetrunken geht natürlich gar nicht. Das muss geahndet werden.

    Wer weiß ob sich die Außenspiegel-Touchierer aus der Lange Str. das nicht zum Hobby gemacht haben und für jeden krummtouchierten Außenspiegel eine Kerbe ins Lenkrad schnitzen.

    Btw. wie ist das eigentlich richtig? Die Straße heißt “Lange Straße”, aber oben, in dem Zusammenhang müsste man eigentlich Langen Straße schreiben.

    1. @Lange Str.: Da die Straße so heißt und es ein Eigenname ist bleibt es die “Lange Str.”.
      Wäre es jetzt irgendeine lange Straße, die man nur gerade mal so benennt oder beschreibt, weil sie eben lang ist (Adjektiv) dann würde sie auch zur langen Straße werden.
      Bin mir zwar nicht 100%g sicher, aber so müßte es eigentlich richtig sein. Der springende Punkt ist, dass die “Lange Straße” der Name der Straße, also ein Eigenname ist und hier ändert sich soweit ich weiß dann nichts.

      1. Danke, dann habe ich das ja rein gefühlsmäßig richtig geschrieben. Und ich glaube, du liegst mit deiner Erklärung auch richtig.

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