Friedliches Himmelfahrt in Wunstorf

Vatertagsausflügler wissen sich zu benehmen

… jedenfalls in Wunstorf. Auf der südöstlichen Seite des Steinhuder Meeres blieb es am Donnerstag friedlich. Anders sah es in Mardorf oder in der Wedemark aus.

Berittene Polizei in Steinhude
Berittene Polizei der Polizeidirektion Hannover (Archivbild) | Foto: Daniel Schneider

Steinhude (red). Wie in den letzten Jahren auch hatte die Stadt Wunstorf zu Himmelfahrt den Aufenthalt in Steinhude wieder reglementiert: Laute Musik nach 18 Uhr auf öffentlichen Flächen war untersagt, die Grünfläche am großen Parkplatz musste um 19 Uhr geräumt werden. Das Alkoholverbot auf der Badeinsel wurde besonders überwacht. Das Kurparkgelände war vorsorglich eingezäunt worden. Ein Sicherheitsdienst und die Polizei hatten ein wachsames Auge auf die Feiernden. Die Polizei hatte im Vorfeld angekündigt, dass alkoholisierte Jugendliche ggf. in Obhut genommen würden und von ihren Eltern dann abzuholen seien – bzw. kostenpflichtig nach Hause gebracht oder dem Jugendamt übergeben würden.

Friedliches Steinhude

In Steinhude jedenfalls war das nicht nötig. Es kamen mit 600 Feiernden nicht nur weniger als in den Vorjahren, sondern die Gekommenen verhielten sich auch noch vorbildlich. Nur drei Ausnahmen gab es: Zwei Anzeigen wegen Körperverletzung und eine wegen Sachbeschädigung musste die Polizei aufnehmen.

Körperverletzungen in Mardorf

Anders sah es auf der gegenüberliegenden Seite des Steinhuder Meers aus: In Mardorf feierten ebenso viele Menschen am Vatertag an der Weißen Düne, doch hier drohte die Stimmung gegen 16 Uhr zu kippen. Alkoholbedingte Aggressivität machte das Eingreifen der Polizei nötig und führte letztlich zu 11 eingeleiteten Strafverfahren, allein 6 wegen Körperverletzungen.

Hinweisschild Steinhuder Meer
Straßenschild weist den Weg ans Meer | Foto: Daniel Schneider

In der Wedemark in Gewahrsam

Aus dem Ruder lief die Situation dagegen in der Wedemark, wo sich zwischen den Ortschaften Hellendorf und Meitze am Nachmittag immer mehr Feiernde versammelt hatten und eine Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt werden musste. Gegen 17 Uhr verzeichnete die Polizei hier eine zunehmend aggressive Stimmung der überwiegend heranwachsenden Feiernden, die schließlich auch in drei Strafanzeigen wegen Körperverletzung mündete. Als sich die Stimmung gegen 18.30 Uhr immer weiter aufgeheizt hatte, kündigte der Einsatzleiter die Räumung des Bereiches an. Hierbei sprachen die Beamten sechs Platzverweise aus und nahmen vorübergehend fünf Personen in Gewahrsam.

Berittene Polizei bespuckt

Den traurigen „Rekord“ holte am Vatertag ein 16-Jähriger in der Innenstadt von Hannover: Der stark betrunkene Jugendliche widersetzte sich polizeilichen Maßnahmen, musste zur Polizeidienststelle gebracht und später abgeholt werden. Ein Atemalkoholtest ergab 2,48 Promille. Bei einem 17-Jährigen Radfahrer „reichten“ 1,7 Promille zum völligen Kontrollverlust: Er bespuckte im Vorbeifahren berittene Polizeibeamte. Während der anschließenden Identitätsfeststellung leistete auch er sowohl vor Ort als auch später im Polizeigewahrsam erheblichen Widerstand. Die Folge waren gleich 3 Strafverfahren: Wegen Widerstandes gegen Polizeibeamte, Beleidigung und Trunkenheit im Straßenverkehr.

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1 Kommentar
  1. Grit Decker sagt

    Erfreulich, dass sich die Wunstorfer -vielleicht auch die eine und andere WunstorferIN- sich zumindest hier „zu benehmen“ wussten.

    Die unerfreulichen Ereignisse in der Wedemark und in Hannover nehme ich -manchmal ist es besser- kommentarlos schlicht nur zur Kenntnis.

    Zur Weißen Düne gab’s in der „papierenen Konkurrenz“ eine kleine nette Anmerkung zum Grinsen:
    ein deutlich- sehr deutlich Alkoholisierter fragte allen Ernstes den Einsatzleiter, ob die Bediensteten der Polizei ihn nicht nach Hause fahren könnten. Und das bereits am frühen Nachmittag!
    Ich hoffe mal, dass es mit Humor genommen wurde…

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