Verein Lebenstraum wirft Stadt Irreführung vor

Die Auseinandersetzung zwischen den hauptsächlichen Nutzern der Wohnwelt und der Stadtverwaltung als Wohnwelteigentümer schwelt schon eine Weile. Aufgrund von Versäumnissen bei der Gewährleistung der Gebäudesicherheit war dem Verein Lebenstraum ein Raum in der bislang komplett genutzten unteren Etage gekündigt worden. Im Nachhinein erfolgte ein weiteres Gespräch, doch die Darstellungen des darin Vereinbarten gehen auseinander.

In Wunstorf plakatierter Aufruf zur Demonstration für die Wohnwelt-Selbstverwaltung | Foto: Daniel Schneider
In Wunstorf pla­ka­tier­ter Auf­ruf zur Demons­tra­ti­on für die Wohn­welt-Selbst­ver­wal­tung | Foto: Dani­el Schnei­der

So teilt der Ver­ein gegen­über unse­rer Zei­tung mit, dass bei dem Gespräch, das die Ver­eins­mit­glie­der mit Bür­ger­meis­ter Eber­hardt führ­ten, dem Ver­ein ver­spro­chen wor­den sei, die Kün­di­gung für den Ver­sor­gungs­raum zurück­zu­zie­hen. Von der Stadt wur­de die Kün­di­gung jedoch ledig­lich aus­ge­setzt.

Missverständnisse oder Irreführung?

Außer­dem wur­de bei dem Tref­fen nach Aus­sa­ge des Ver­eins ver­ein­bart, dass der Ver­ein selbst ein Schloss an der Ver­sor­gungs­tür anbrin­gen sol­le, um die uner­wünsch­te Lage­rung von Gegen­stän­den zu unter­bin­den. Die Stadt habe dann jedoch ange­kün­digt, selbst ein Schloss ein­bau­en zu wol­len und ledig­lich einen Schlüs­sel zur Ver­fü­gung zu stel­len.

Wo ist das Schloss?

Obwohl der Ver­ein bereits wie ver­ein­bart ein Schloss ange­schafft habe, hät­te die Ver­wal­tung inzwi­schen eine kom­plett neue Tür ein­bau­en las­sen. Die­se besitzt jedoch bis­lang noch gar kein Schloss. Die alte Tür sowie das neu gekauf­te Schloss des Ver­eins sind hin­ge­gen ver­schwun­den – zum Ärger des Ver­eins, der Schloss und Tür zumin­dest nun lie­ber an ande­rer Stel­le wei­ter­ver­wen­den wür­de. Wo Tür und Schloss abge­blie­ben sei­en, habe man dem Ver­ein bis­lang nicht mit­ge­teilt.

Der Ver­ein fühlt sich nach den jüngs­ten Ent­wick­lun­gen nicht mehr ernst­ge­nom­men, emp­fin­det das Vor­ge­hen der Ver­wal­tung als Pro­vo­ka­ti­on und will wei­ter für die Wie­der­her­stel­lung einer unein­ge­schränk­ten Selbst­ver­wal­tung im Wohn­welt­ge­bäu­de kämp­fen.

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