Stadtgespräch

Versuchter Brandanschlag in Neustadt

Ein bislang unbekannter Mann hat am Wochenende Kraftstoff vor einem Neustädter Eiscafé verschüttet. Er flüchtete, als Anwohner aufmerksam wurden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Liebfrauenkirche Neustadt
Neustädter Innenstadt/Marktstraße (Symbolbild) | Foto: Daniel Schneider

Neustadt a. Rbg. (red). Zwei Anwohner hatten in der Nacht von Freitag zu Samstag gegen 1.30 Uhr verdächtige Geräusche wahrgenommen und einen Mann dabei beobachtet, wie er mit einem Kanister hantierte und auf den Stühlen und Tischen der Außenbewirtung sowie im Eingangsbereich eines Eiscafés in der Neustädter Wallstraße eine Flüssigkeit verschüttete. Die Anwohner wählten sofort den Notruf.

Dieselkraftstoff verteilt

Die Polizei war umgehend vor Ort und stellte fest, dass es sich offenbar um Diesel handelte, der vor dem Café verteilt worden war. Bei den weiteren Ermittlungen ergab sich, dass der unbekannte Verursacher offenbar von den Anwohnern gestört wurde und deshalb vom Ort des Geschehens flüchtete. Dazu nutzte er ein in der der Nähe abgestelltes Fahrrad und fuhr vermutlich über die “Löwenbrücke”. Dort fand die Polizei später einen in der Leine treibenden Benzinkanister und stellte ihn sicher.

Marktstraße in Neustadt
Der Täter soll in Richtung Löwenbrücke geflüchtet sein | Foto: Daniel Schneider

Der flüchtige Täter ist größer als 1,80 Meter und hat eine schlanke, sportliche Figur. Zur Tatzeit war er mit einer dunklen Jacke mit aufgesetzter Kapuze und einer kurzen Hose bekleidet. Er trug vermutlich keine Schuhe. Auch ist nicht ausgeschlossen, dass der Gesuchte einen Komplizen hatte. Ein Zeuge bemerkte einen Mann, der sich etwas abgesetzt in der Marktstraße aufhielt und möglicherweise mit der Tat in Zusammenhang steht. Eine Personenbeschreibung liegt hier nicht vor.

Polizei bittet um Mithilfe

Die Kriminalpolizei hat ein Verfahren wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung eingeleitet. Die Hintergründe der Tat sind derzeit völlig unklar. Wer Hinweise geben kann, wird gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 in Verbindung zu setzen.

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1 Kommentar

  1. Bei derartigen Taten ergibt sich unter anderem die Frage nach der dahinter stehenden Motivation des tatausführenden Menschen.

    Grundsätzlich denke ich -durchaus gerne- über alles Mögliche wie Unmögliche nach. Zugegenermaßen zu viel (jede_r hat schließlich “Spleens”…).

    Doch bei diesem Dünnsinn hier vergeht selbst mir die Lust an der Denkerei:
    ich kann, muss und will zum Glück nicht (mehr) alles und alle nahezu zwanghaft verstehen wollen.

    Sollte ich das nicht begriffen haben:
    her mit dem “Ordnungsgong”…

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