Stadtgesprächaktualisiert

Die Polizei bittet um Mithilfe

Versuchter Raubüberfall im Wunstorfer Bahnhof

Im Wunstorfer Bahnhof haben gestern Morgen vier Männer versucht, einen 30-Jährigen auszurauben. Als dieser ihnen kein Geld gab, schlugen die Angreifer auf den Mann ein und traten ihn. Die Polizei sucht nun nach Zeugen des Vorfalls.

Polizeifahrzeug Wunstorf
Fahrzeug der Wunstorfer Polizei (Symbolbild) | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Nach ersten Erkenntnissen der Kriminalpolizei wurde die Besatzung eines Funkstreifenwagens Sonntagfrüh gegen 04.40 Uhr in Höhe des ZOB von mehreren Personen angesprochen. Diese machten die Beamten auf eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen aufmerksam. Die Polizisten fanden daraufhin einen 30-Jährigen, der augenscheinlich unverletzt war und angab, soeben von vier jungen Männern überfallen worden zu sein.

Zu viert gegen einen

Der Mann selbst war zuvor mit dem Zug aus Hannover auf Gleis 7 angekommen, als er von den vier Tätern angesprochen wurde. Diese verlangten von ihm Geld. Als er ihnen kein Geld geben konnte, schlugen die Männer gemeinschaftlich auf ihn ein und traten ihn auch, um ihm seine Umhängetasche zu entreißen. Dies gelang den Tätern jedoch nicht.

Als weitere Personen, die ebenfalls aus dem Zug ausgestiegen waren, dem 30-Jährigen zu Hilfe eilten, ergriffen die Täter die Flucht durch den Tunnel in Richtung der Südseite des Bahnhofs. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein, die jedoch erfolglos blieb. Der Kriminaldauerdienst Hannover bittet daher um Mithilfe:

Personenbeschreibung

Zu den Tätern liegen bislang weiterhin nur spärliche Informationen vor – der Angegriffene konnte sich nach Auskunft von Polizeisprecher Michael Bertram in der Situation des Überfalls keine Details merken. Die vier Angreifer waren laut Aussage des Opfers um die 20 Jahre alt. Eine eher kleine Person war mit einer schwarzen Weste bekleidet. Die zweite Person trug eine schwarz-weiß karierte Jacke, die dritte eine braune Jacke mit Fell. Zu dem vierten Beteiligten liegt bislang keine nähere Beschreibung vor. Zeugen, die weitere Hinweise zu dem versuchten Raub und zu den Tätern geben können – etwa auch die Reisenden, die dem Angegriffenen zu Hilfe kamen oder sich mit im Zug befanden – werden gebeten, sich unter Telefon (0511) 109-5555 bei der Polizei zu melden.

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5 Kommentare

  1. Da zeigt sich erneut, dass die Videoüberwachungskamera (s) am #Wunstorfer Bahnhof augenscheinlich nicht ihren Zweck erfüllen.

    Derartige Straftaten sind ein klares “Geht gar nicht”!

    Ob der Täter habhaft gehabt werden wird, darf angezweifelt werden.

    Und selbst wenn die- Entschuldigung- Sch***kerle doch noch erwischt werden, muss davon ausgegangen werden, dass die eher wenig strafrechtliche Konsequenz erfahren werden.

    Rechtssprechung und gesundes Rechtsempfinden driften allzu oft auseinander.

    Nicht wirklich bin ich eine Freundin von “law and order” und aucht nicht davon, dass bei jeder Straftat die “juristischen Keulen geschwungen” werden.

    Bei Gewaltdelikten- nichts anderes war der Vorfall!- bin ich durchaus dafür, dass die “Register gezogen” werden.
    Und deren gibt unserer Gesetzgebung reichlich her.

    1. “Da zeigt sich erneut, dass die Videoüberwachungskamera (s) am #Wunstorfer Bahnhof augenscheinlich nicht ihren Zweck erfüllen.” => Das Thema gab’s hier schon mal… und dass sich nichts zum positiven ändert war ja leider abzusehen!
      “Derartige Straftaten sind ein klares “Geht gar nicht”!” => Stimmt!
      “Ob der Täter habhaft gehabt werden wird, darf angezweifelt werden.” => Ist offensichtlich auch nicht gewollt wenn man sich die Personenbeschreibung ansieht: das Alter der Täter hat das Opfer einschätzen können, die Kleidung beschrieben aber Haar-/Augenfarbe wird nicht erkannt bzw bekannt gegeben? Bartträger ja/nein? Veröffentlicht die Polizei eine so ungenaue Personenbeschreibung will man der Täter auch nicht wirklich habhaft werden, macht eh nur überflüssige Arbeit, schliesslich ist dem Opfer nichts passiert.
      “Rechtssprechung und gesundes Rechtsempfinden driften allzu oft auseinander.” => Ist aber leider so gewollt, schliesslich sind die Gefängnisse überfüllt, da muss man solche “Kleinigkeiten” eben mal schnell vergessen. Willkommen im sichersten Deutschland aller Zeiten!

  2. @ Homberti

    Zu Deinem/Ihren Kommentar zu meinem:
    “Jain “.
    Das Thema der nicht funktionstüchtigen Überwachungskameras gab es hier tatsächlich bereits und wurde recht eifrig von vielen Lesern*innen kommentiert.

    Zustimmung von mir auch dafür, dass abzusehen war, dass an der Abhilfe des Missstands nicht ernstlich gearbeitet werden wird und auch dadurch Straftaten begünstigt werden.

    Die sehr ungenaue Täterbeschreibung wird es zwar deutlich erschweren, diese zu fassen, ABER:
    1. Ich kann durch ein eigenes ausgesprochen unerfreuliches Erlebnis nachvollziehen, dass das Opfer eher nicht imstande war, Detailangaben wie z.B. zur Augenfarbe zu machen.
    In so einer Situation geht einem gänzlich anderes durch den Kopf.

    2. Ein ‘Nein’ zum seitens der Polizei “will man der Täter auch nicht wirklich habhaft werden”:
    Dass die Beamten*innen eine geballte Ladung Frust mit sich herum zu tragen haben, ist nicht von der Hand zu weisen.
    Auch nicht, dass es mit dadurch bedingt mit der Motivation nicht immer zum Besten steht.
    In größeren Komissariaten wie den hannöverschen leider oft Alltag.

    Für unser überschaubares in Wunstorf kann ich mir nur ausgesprochen schwer vorstellen, dass dort dahingehend “schräg getickt” werden wird.
    Wie es sich da genau verhält, können wir beide nicht beurteilen.

    Ob die de facto komplett überbelegten Gefängnisse in Strafprozessen- insofern diese denn stattfinden- eine maßgebliche Rolle spielen, dass wenige bis sehr wenige Haftstrafen verhängt werden, KANN sein; MUSS aber nicht zwingend.

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