Videoüberwachung bringt verlorenes Portemonnaie zurück

Als eine Frau beim Einkaufen ihre Geldbörse liegen ließ, war sie kurze Zeit später verschwunden. Doch die alarmierte Polizei erkannte auf der Videoüberwachung, wer das Portemonnaie mitgenommen hatte.

Symbolbild: Polizeibeamter mit Anhaltekelle | Foto: Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg

Hagenburg (red). Am vergangenen Mittwoch hatte eine 61-Jährige am frühen Nachmittag in einem Supermarkt in Hagenburg eingekauft. Beim Umpacken der Einkäufe legte sie ihre Geldbörse im Eingangsbereich auf die Ablage und vergaß sie dort beim Hinausgehen. Als sie zu Hause den Verlust bemerkte, kehrte sie umgehend zum Supermarkt zurück. Die Geldbörse war jedoch verschwunden.

Polizei erkennt Tatverdächtige auf Video

Durch die Überprüfung der Videoüberwachungsaufnahmen konnten die Ermittler der Polizeistation Hagenburg den Vorgang nachverfolgen: Das Video hatte festgehalten, wie eine andere Frau das Portemonnaie eingesteckt hatte. Aufgrund der guten Qualität der Aufnahmen konnte die Frau schnell identifiziert werden. Die Beamten erkannten eine 52-jährige Hagenburgerin.

Info: Unterschlagung
Da hier eine liegengelassene Sache eingesteckt wurde, wird nicht wegen Diebstahl ermittelt, obwohl die Folgen für den Betroffenen dieselben sind, sondern wegen Unterschlagung. Das Mitnehmen einer gefundenen Geldbörse ist ein typischer Fall: Wird sie eingesteckt, um sie zu behalten, ist der Straftatbestand erfüllt. Der Täter einer Unterschlagung wird nicht ganz so hart bestraft wie ein Dieb, aber es ist auch kein Kavaliersdelikt: maximal 3 Jahre Gefängnis oder eine Geldstrafe erwarten den Täter.

Die Polizei konnte daraufhin der Eigentümerin ihr Portemonnaie samt Inhalt wiederbeschaffen. Gegen die Frau, die die Geldbörse eingesteckt hatte, wurde ein Verfahren wegen Unterschlagung einer Fundsache eingeleitet.

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