Ausgesetzte Tiere

Wer hat die Schildkröten ausgesetzt?

Vor kurzem waren in Neustadt mehrere Schildkröten ausgesetzt worden. Sie kamen zuerst ins Wunstorfer Tierheim und sind nun in der Wildtierstation in Sachsenhagen. Die Behörden versuchen weiterhin, den Besitzer zu ermitteln.

Schildkröten
Die aus­ge­setz­ten Schild­krö­ten | Foto: Regi­on Han­no­ver

Neu­stadt a. Rbge./Sachsenhagen (red). Im ver­gan­ge­nen Monat waren meh­re­re Schild­krö­ten in Neu­stadt aus­ge­setzt wor­den. Am 15. August wur­den die Tie­re der Gat­tung Grie­chi­sche Land­schild­krö­te in einem Kar­ton unter einer Park­bank in der Nähe des Neu­städ­ter Kran­ken­hau­ses abge­stellt. Die Tie­re waren mit Glit­zer­spray far­big mar­kiert und sind jeweils bis zu 850 Gramm schwer.

Tiere bleiben in der Wildtierstation

Die vier Schild­krö­ten lan­de­ten dar­auf­hin zunächst kurz­zei­tig im Wunstor­fer Tier­heim und wur­den dann an die Wild­tier­sta­ti­on Sach­sen­ha­gen wei­ter­ge­reicht. Dort sind sie aktu­ell immer noch – und wer­den wohl auch noch eine Wei­le blei­ben. Denn als beson­ders arten­ge­schütz­te Wild­tie­re sind die­se Schild­krö­ten selbst mit den nöti­gen Papie­ren nicht gera­de unkom­pli­ziert zu ver­mit­teln – und aktu­ell sind sie ohne­hin „papier­los“.

Nach Mel­dun­gen in den Medi­en über die aus­ge­setz­ten Tie­re hat­ten sich bereits vie­le Men­schen bei der Wild­tier­sta­ti­on gemel­det, die den Schild­krö­ten gern ein neu­es Zuhau­se gege­ben hät­ten und auch den nöti­gen Sach­kun­de­nach­weis besa­ßen. Doch vor­erst blei­ben die Tie­re noch in Sach­sen­ha­gen, sagt Son­ja Klein­schnitt­ger von der Arten­schutz­sta­ti­on. Allein sind sie dabei nicht – ins­ge­samt beher­bergt die Sta­ti­on gera­de 30 Schild­krö­ten. Man­che von ihnen blei­ben bis zu andert­halb Jah­re in Sach­sen­ha­gen.

Wer kennt den Halter?

Im Fal­le der in Neu­stadt aus­ge­setz­ten Exem­pla­re hängt das auch mit Fris­ten und der der­zeit lau­fen­den Anzei­ge wegen eines mög­li­chen Ver­sto­ßes gegen das Tier­schutz­ge­setz zusam­men. Der für den Tier­schutz in der Regi­on Han­no­ver zustän­di­ge Fach­dienst Ver­brau­cher­schutz und Vete­ri­när­we­sen bit­tet unter­des­sen um Mit­hil­fe bei der Suche nach dem bis­he­ri­gen Hal­ter. Dass die Tie­re ein­fach nur ent­lau­fen sind, kann natur­ge­mäß aus­ge­schlos­sen wer­den. Hin­wei­se nimmt der Fach­dienst unter der Tele­fon­num­mer (0511)-616–22673 ent­ge­gen.

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1 Kommentar
  1. Grit Decker sagt

    Ich bin durch­aus in der Lage, eine gan­ze Men­ge zu ver­ste­hen ‑inklu­si­ve ansich nicht zu Ver­ste­hen­dem.

    Hier aber bin ich kom­plett über­for­dert und WILL auch NICHT ver­ste­hen, wie sich „Mensch“ nen­nen­de Zwei­bei­ni­ge fähig sind, ein Tier aus­zu­set­zen.

    Kann ja wohl nicht ange­hen, sich ein Tier ‑egal wel­ches- ins Haus zu holen, um es, wenn es als aus irgend­ei­nem Grund als „läs­tig“ emp­fun­den wird ‑inso­fernd der­ar­ti­ge Zeit­ge­nos­sen über­haupt zum Emp­fin­den imstan­de sind‑, zu ent­sor­gen.
    *Gift und Gal­le sprüh*!!

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