HintergrundStadtgespräch

Differenzen mit Auepost-Herausgeber

Werbegemeinschaft: Ausschluss von Baschetti uninteressant und „erledigt“

Die Werbegemeinschaft sieht weder ein Problem noch ein öffentliches Interesse am Ausschluss des Herausgebers des örtlichen Stadtmagazins.

Quartier No6
Redaktionsräume der Auepost (Archivbild)

Wunstorf (red). Den Ausschluss des Herausgebers Mirko Baschetti sieht man bei der Werbegemeinschaft Wunstorf offenbar als rein interne Angelegenheit. In einem Schreiben an die verbliebenen Mitglieder, das der Auepost vorliegt, stellt der Vorsitzende der Werbegemeinschaft die Berichterstattung der Auepost nun stellenweise als nicht nachvollziehbar dar, bezweifelt ein öffentliches Interesse – und hält die Angelegenheit für uninteressant und erledigt.

Vereinsanwalt empfahl „freiwilligen“ Austritt

In dem Rundschreiben wird der Eindruck erweckt, als wäre Baschetti im Vorfeld Gelegenheit gegeben worden, zu einem drohenden Ausschluss Stellung zu nehmen – und als hätte er auf anwaltliche Schreiben, sich zu erklären, nicht adäquat reagiert. Tatsächlich hatte der Verein Baschetti Ende vergangenen Jahres über einen Anwalt Anfragen zukommen lassen, ob er im Verein verbleiben wolle, jedoch keine Aufforderungen, sich zu erklären. Von einem Ausschluss war in den Schreiben ebenso nicht die Rede.

Unangenehme Folgen

Vielmehr war Baschetti sofort nahegelegt worden, von sich aus den Verein zu verlassen. „Wir hatten Sie gebeten, sich zu überlegen, ob Sie freiwillig die Mitgliedschaft in der Werbegemeinschaft kündigen“, teilte etwa der Anwalt der Werbegemeinschaft mit. Bereits zuvor war Baschetti durch denselben Anwalt „empfohlen“ worden, die Werbegemeinschaft zu verlassen, um unangenehme Folgen zu vermeiden. Erst per Einschreiben war Baschetti verkündet worden, man gehe davon aus, dass er kein Interesse mehr an einer Mitgliedschaft habe. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Vorstand mit dem Ausschluss bereits Fakten geschaffen.

Mittlerweile hat der Ausgeschlossene Einspruch gegen den Vorstandsbeschluss eingelegt, so dass laut Vereinssatzung als Nächstes eine Mitgliederversammlung über den Fall zu entscheiden hat.

1 Kommentar

  1. Auf mich wirken diese Vorgänge- wohlgemerkt als Aussenstehende- irritierend wie verwirrend.

    So sehr wie ich es auch begrüße, dass hier in aller Ausführlichkeit davon berichtet wird, so irritiert mich dieses auch:
    Es drängt sich mir die Vermutung auf, dass diese ausführliche Berichterstattung darauf beruht, dass der Chefredakteur der #Auepost ##Mirko Baschetti involviert ist.

    Über Ereignisse am Ort, die gerade unter gesellschafts-politischen Aspekten betrachtet, weitere ausführliche Artikel wert gewesen wären- beispielsweise seien die skandalösen Ereignisse im #KRH Wunstorf erwähnt-, lese ich so gar nichts mehr.

    Diese unterschiedliche Gewichtung der Redaktion der #Auepost, zu der neben deren Leiter weitere Mitarbeiter*innen gehören, vermag mich durchaus aufzumerken.

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