Stadtgespräch

Einstimmig gewählt

Wunstorf hat wieder eine Gleichstellungsbeauftragte

Nach langer Suche hat Wunstorf die vakante Stelle der Gleichstellungsbeauftragten wieder besetzen können. Der Rat entschied sich gestern für eine Bewerberin aus Hannover.

Marija Vorona
Wunstorfs neue Gleichstellungsbeauftragte: Marija Vorona | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (ds). Unter ungewöhnlichen Umständen wurde Wunstorfs neue Gleichstellungsbeauftragte am Mittwochabend durch den Stadtrat gewählt. Nachdem der Sitzungsort – die Aula der Otto-Hahn-Schule – verlassen worden war, weil dort der Rettungsdienst einen zuvor kollabierten Zuschauer behandelte, hoben die Ratsmitglieder im Freien vor dem Schulgebäude die Hand und entschieden sich somit für die 29-jährige Marija Vorona als Wunstorfs neue Gleichstellungsbeauftragte.

Integration ein Schwerpunkt

Die ursprüngliche Kandidatin, die eigentlich bereits im Mai hätte gewählt werden sollen, hatte der Stadt kurzfristig abgesagt. Anschließend war die Stelle erneut ausgeschrieben worden, woraufhin sich noch mehr Bewerber als beim ersten Mal gemeldet hatten. Bei der Neuausschreibung war jedoch auch ein weiterer neuer Schwerpunkt bei den gewünschten Anforderungen formuliert worden. Der Bereich Integration bekam dadurch einen höheren Stellenwert.

Vorona hat bei diesem Aspekt jedoch nicht nur theoretische Kenntnisse – ihr Masterstudium hat sie mit einer Arbeit über Flüchtlingssozialarbeit abgeschlossen – und praktische Erfahrungen durch ihre bisherige Tätigkeit u. a. in der Sozialarbeit mit Einwanderern, sondern auch persönliche Einblicke: Sie ist gebürtige Litauerin und kam vor neun Jahren nach Deutschland.

Die Hannoveranerin wird ihre neue Stelle in Wunstorf am 1. September antreten.

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7 Kommentare

  1. Hoffen wir darauf, dass sich nicht wieder ein “Schuss ins Blaue” zeigen wird.
    Nach der nicht lange zurückliegrndem Pleite mit der damaligen Bewerberin bin ich ausgesprochen skeptisch in den Fragen der Personalwahl geworden; ausdrücklich ohne Übertragung auf die jetzige Bewerberin: die Dame ist schließlich nicht verantwortlich.

  2. Ein absolöut unsinniges und überflüssiges Amt, dass in diesen Zeiten abgeschafft gehört und somit auch Personalkosten sparrt. Es gibt doch wohl drängernde Probleme – oder?

    1. Jein:
      Zustimmung für die #drängenden Probleme.
      Die Notwendigkeit diese vorrangig anzugehen ist kaum in Abrede zu stellen.

      Angesichts der bis dato gegebenen Ungleichheiten wie z.B. in den Gehätern oder auch in den Rentenzahlungen möchte ich das Amt der oder des Gleichstellungsbeauftragten nicht als “überflüssig” bezeichnen wollen.

      Unbestritten ist, dass es ausgesprochen erfreulich wäre, sollte die Einrichtung dieses Amts NICHT erforderlich sein.
      Doch bis dahin muss sich viel- sehr viel bewegen.

      So meine Ansicht auch ohne zur Abteilung “Hardcore-Emanze” zu gehören.

      1. Hier stimme ich Bernd-Michael Rosenbusch zu. Die Steuereinnahmen der Kommunen brechen weg und es wird eine Gleichstellungsbeauftragte auf Steuerzahlerkosten eingestellt?
        “…des Gleichstellungsbeauftragten nicht als “überflüssig” bezeichnen wollen.” => Empfinde ich sogar als “mehr als überflüssig”! Empfehle dazu die Lektüre GG Art. 3 !
        https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_3.html
        Schon allein aus diesem Grund ist eine “Gleichstellungsbeauftragte” ein überflüssiger Posten.
        Wundert mich auch daß noch niemand darauf hingewiesen hat daß das eine diskriminierende Ausschreibung war/ist:
        “Gleichstellungsbeauftragte nach dem BGleiG kann also nur eine Frau werden.”
        https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichstellungsbeauftragte
        Widerspricht GG Art. 3 !
        Das was verhindert werden soll wird also gefordert?? Oder kommt bald ein “Gleichstellungsbeauftragter” ? Natürlich dann auch auf Steuerzahlerkosten ?

    1. Etliche- #Basti G.- mit Sicherheit nicht.
      In vielerlei Hinsicht. Und da würde es mehr als Sinn ergeben, gäbe es die dementsprechenden “Beauftragten”…

  3. Um auch im Job “klarzukommen” braucht es im Grunde genommen einen gesunden Menschenverstand und gegenseitige Rücksichtnahme.
    aber um das zu erreichen müssen vorher bei den Menschen die erzieherischen Grundlagen vorhanden sein.
    Wenn dieses alles zutreffen würde, bräuchten wir keinen “Artenschutz”.

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