Stadtgespräch

Geänderte Alarmierung

Wunstorfer Feuerwehren treffen Maßnahmen gegen Ansteckung

Ab heute stellen alle 10 Feuerwehren in der Stadt die Alarmierung um. Grund ist die Vermeidung von Infektionsketten innerhalb der Einsatzgruppen.

Feuerwehr
Feuerwehrfahrzeug in Wunstorf (Symbolbild) | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Ab diesem Sonntag werden die Feuerwehrleute nach einem geänderten Schema zu Einsätzen gerufen. Um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren auch zu Zeiten der Corona-Pandemie aufrechterhalten zu können, teilen sich alle Ortsfeuerwehren in zwei so genannte Alarmgruppen auf, die sich wöchentlich abwechseln. Die eine Gruppe wird an ungeraden Wochen alarmiert, die zweite an geraden Wochen. Die jeweils andere Gruppe bleibt zu Hause. Damit soll eine mögliche Ansteckung auf die Gesamtheit einer Ortsfeuerwehr eingedämmt oder verhindert werden. Infiziert sich ein Mitglied der Feuerwehr, so könnte es andernfalls schnell passieren, dass eine gesamte Ortsfeuerwehr unter Quarantäne steht. Die Quarantäneregeln würden auch bei drohender Gefährdung der Einsatzbereitschaft für Feuerwehrleute nicht gelockert werden können, hatte Bürgermeister Eberhardt vergangene Woche erklärt.

Reserveeinheit unterstützt zusätzlich

Zusätzlich wird es in jeder Feuerwehr eine Reserveeinheit geben, die bei größeren Schadenslagen hinzugezogen werden kann. Da auch viele der freiwilligen Feuerwehrleute derzeit im Home-Office arbeiten und z. B. nicht zu ihren Arbeitsstellen nach Hannover fahren, stehen in Wunstorf derzeit auch am Tage mehr Einsatzkräfte zur Verfügung. Ein regelmäßig tagender Krisenstab zwischen Stadtbrandmeister und Verwaltungsspitze bewertet die Lage immer wieder neu, um auf Veränderungen schnellstmöglich reagieren zu können. Übungsdienste und Lehrgänge finden auch weiterhin vorsorglich nicht statt.

1 Kommentar

  1. Wer nicht nachzuvollziehen kann, dass sich auch “unsere Mädels und Jungs” der Feuerwehr, die rund um die Uhr im Fall der Fälle unseren Allerwertesten retten, vor einer Infektion schützen wollen und müssen, hat mit Sicherheit ein Problem, welches weder meins noch das eines anderen ist.

    Die hier beschriebene Aufteilung ergibt Sinn -zumal die Einsatzfähigkeit weiter gegeben ist.
    Im ‘Homeoffice’ zu arbeiten, macht bestimmt nicht allen und immer Freude.
    Hier jedoch sicherlich zumindest für uns Bürger*innen von Vorteil:
    stehen dadurch reichlich Einsatzkräften “Gewehr bei Fuß”, sollte einer von uns in eine Notlage kommen.

    Einen lieben Gruß, einen herzlichen Dank -und “Bleibt gesund”!
    *Drei Daumen nach oben den Unermüdlichen*

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