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Absage für 2020

Wunstorfer Kindersommerfest pausiert

Das große Kindersommerfest bei Alten’s Ruh wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Am Montag war die Absage beschlossen worden. Erst 2021 soll es weitergehen.

Carola und Bilsad Ramović
Carola und Bilsad Ramović vom Organisationsteam | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (ds). Bis zuletzt hatten die Veranstalter gehofft, das Sommerfest für alle Wunstorfer Kinder auch 2020 wieder ausrichten zu können. Erst im vergangenen Jahr war es aus den Reihen der Facebookgruppe „Wir sind Wunstorf – gemeinsam sind wir stark!“ initiiert worden, wurde vom Fleck weg zu einem Riesenerfolg und sollte nun in diesem Jahr wiederholt werden. Die Vorbereitungen dafür hatten schon Anfang des Jahres begonnen, und zum letzten Wochenende der Sommerferien sollte es wieder am Waldrand stattfinden: Diesmal noch größer und vielfältiger.

Doch dann kam die Corona-Pandemie. Bis zur letzten Woche hatte man noch gehofft, dass das Kinderfest trotzdem stattfinden könne, und theoretisch wäre es sogar möglich gewesen mit den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen. Statt direkt an der Waldgaststätte aufzubauen, wäre man auf die nahe große Wiese ausgewichen. Auch eine Verschiebung auf den Herbst war angedacht, die Aufteilung auf mehrere Tage und eine Kontingentierung über Eintrittskarten. Doch beim letzten Organisationstreffen am vergangenen Montag fiel die Entscheidung: Kein Kindersommerfest 2020. Das Risiko, dass trotz aller Vorsichtsmaßnahmen etwas schiefgehen könnte, war zu groß. Gerne hätte man den Kindern, die in den letzten Monaten ohnehin auf viel verzichten mussten, etwas geboten, doch die Folgen wären nicht auszudenken gewesen, wenn das Fest zum Ausgangspunkt einer Infektionskette geworden wäre. „Ich könnte es nicht verantworten, wenn auch nur ein Besucher gesundheitlichen Schaden davontragen würde“, sagt Bilsad Ramović, einer der Hauptorganisatoren und Initiator des Kinderfestes. Auch aus der Stadtverwaltung war signalisiert worden, dass die Durchführung problematisch wäre. Zwar waren allein 40 zusätzliche Personen als „Ordner“ vorgesehen, doch auch mit diesen wäre eine Einhaltung der Regeln auf einem Kinderfest dieser Größenordnung kaum machbar gewesen.

Es wäre ein noch größeres Fest geworden

Bilsad Ramović, der gemeinsam mit seiner Frau Carola viel Herzblut in das Fest steckt, leidet sehr unter der Absage, obwohl es die richtige Entscheidung sei, wie es auch aus dem Kreise der übrigen Organisatoren heißt. Die Absage fällt allen besonders schwer, weil nahezu alles bereits organisiert war. Die Preise und Gewinne waren besorgt, viele Firmen als Sponsoren eingebunden und die Stände fertig geplant. Sogar die Bauzäune zur Begrenzung des Areals waren bestellt. Statt 13 Aktionen wie im vergangenen Jahr waren für das jetzige Fest 45 Mitmachpunkte vorgesehen gewesen. Das zeigt, in welchen Dimensionen sich die Veranstaltung diesmal bewegt hätte. Waren es im vorigen Jahr knapp 800 Kinder gewesen, die mitsamt Verwandtschaft das privat organisierte Sommerfest besuchten, wurde diesmal für 2.000 Kinder geplant.

Kindersommerfest Wunstorf
Basteln beim Kindersommerfest 2019 | Foto: privat

Das Flair wäre jedoch nicht dasselbe gewesen, das große Gemeinschaftsgefühl, das das Fest im vergangenen Jahr zu etwas Besonderem gemacht hatte, hätte sich nur schwerlich eingestellt bei Maskentragepflicht und Abstandsregeln. Manche der geplanten Aktionen wären auch gar nicht durchführbar gewesen, zum Beispiel Kinderschminken oder gemeinsames Basteln.

Tombolapreise werden nun in der Facebookgruppe verlost

Einen kleinen Trost gibt es jedoch: Ausnahmslos alle Firmen und Einrichtungen, die Sachpreise oder Gutscheine für das Sommerfest zur Verfügung gestellt hatten, haben sich einverstanden erklärt, dass die Preise trotzdem verlost werden dürfen. Daher werden die eigentlich für die große Tombola des Kindersommerfestes gedachten Preise ab kommendem Montag nach und nach in der Facebookgruppe verlost.

2021 soll es dann wie in alten Zeiten weitergehen mit dem Kindersommerfest – möglichst unbeschwert und mit nicht weniger Aufwand, der schon in diesem Jahr aufgebracht wurde. Die Vorbereitungen laufen bereits wieder …

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1 Kommentar

  1. Mir schoss bereits beim Lesen der Titelzeile ein Ausspruch der “jungen Jugend” durch mein “greises Haupt”:
    Das Leben ist ‘ne bitch!”.

    Hier möchte ich das Zitat abändern in:
    “‘Fräulein Corona’ ist DIE Schlampe des Jahres 2020”!!

    Selbst den Kindern, die mehr als reichlich unter besagtem Fräulein gelitten hatten und teils noch immer zu leiden haben; selbst diese Freude wird ihnen durch das “Fräulein Corona” vergällt.

    Sorry für die krasse Wortwahl: DAS KOTZT MICH AN- und zwar komplett!!
    *Mordgelüste Hals umdreh*

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