Wunstor­fer Macher“ besu­chen die Feu­er­wehr

Was die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr in Wunstorf so alles leis­tet, davon konn­ten sich am ver­gan­ge­nen Diens­tag die „Wunstor­fer Macher“ über­zeu­gen. Orts­brand­meis­ter Keuck plau­der­te aus dem Näh­käst­chen.

Ein­satz­klei­dung der Wunstor­fer Feu­er­wehr | Foto: pri­vat

Wunstorf (red). Ein­mal im Monat tref­fen sich die „Wunstor­fer Macher“ an ver­schie­de­nen Orten im Stadt­ge­biet, um Men­schen aus Unter­neh­men, Ver­bän­den, Ver­ei­nen und Poli­tik zusam­men­zu­brin­gen. Am letz­ten Diens­tag kam man bei der Wunstor­fer Feu­er­wehr zusam­men.

89 Feu­er­wehr­män­ner und eine Frau

Orts­brand­meis­ter Oli­ver Keuck hat­te das Netz­werk ein­ge­la­den, sich per­sön­lich ein Bild an Ort und Stel­le zu machen und erklär­te Auf­ga­ben und Tätig­kei­ten. Zur akti­ven Ein­satz­grup­pe der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Wunstorf zäh­len 90 Per­so­nen: neun­und­acht­zig Feu­er­wehr­män­ner und eine Feu­er­wehr­frau sind ehren­amt­lich für das Gemein­wohl im Ein­satz – und das stän­dig auf Abruf­be­reit­schaft, denn ein Ein­satz kann an jedem Tag im Jahr zu jeder Zeit pas­sie­ren. Um die 200 Ein­sät­ze absol­vie­ren die Frei­wil­li­gen dabei jedes Jahr. Eine Berufs­feu­er­wehr gibt es erst in Orten ab 100.000 Ein­woh­nern.

der Feu­er­wehr ver­fal­len

Keuck selbst ist ver­ant­wort­lich für die Orga­ni­sa­ti­on sowie die Aus­bil­dung. Bereits seit sei­nem 11. Lebens­jahr ist der heu­te 47-Jäh­ri­ge „der Feu­er­wehr ver­fal­len“, wie er selbst sagt. Die Stun­den, die er auf der Wache in der Bar­n­e­st­ra­ße Nr. 1 und im Ein­satz ver­bracht hat, zählt er schon lan­ge nicht mehr. Sein jüngs­ter Sohn Lenn­art ist mit 11 Jah­ren Mit­glied der Jugend­feu­er­wehr. Natür­lich küm­mert sich die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr auch um den Nach­wuchs. In der Kin­der­feu­er­wehr (6–10 Jah­re) sind der­zeit 20 Jun­gen und Mäd­chen. Bei den Jugend­li­chen sind 30 Teen­ager aktiv. Ab dem 18. Lebens­jahr wech­seln die­se dann zu den „Akti­ven“.

Schwe­re Aus­rüs­tung

Die „Macher“ durf­ten dann auch mal selbst ein Atem­schutz­ge­rät auf­set­zen, das mit 15 Kilo­gramm ganz schön auf den Schul­tern las­tet. Dazu kommt dann im Ein­satz noch die Schutz­klei­dung, 10 Kilo­gramm schwer, und die Hand­ha­bung von Schlauch und wei­te­ren Gerä­ten. Alle zwei Wochen üben die Akti­ven den Ein­satz und den Gebrauch der Ein­satz­werk­zeu­ge, denn z. B. eine hydrau­li­sche Sche­re, die zum Auf­bre­chen von Autos und zum Ret­ten von Ver­letz­ten ein­ge­setzt wird, kann man nicht ein­fach „mal so“ in die Hand neh­men.

Wenn es piept, wird‘s ernst

Jeder Orts­teil von Wunstorf hat sei­ne eige­ne Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr, doch die Kern­städ­ter wer­den bei grö­ße­ren Brän­den und Unfäl­len oft um Unter­stüt­zung gebe­ten. So sind die Wunstor­fer gele­gent­lich auch auf der Auto­bahn unter­wegs, für die eigent­lich die Kolen­fel­der Feu­er­wehr zustän­dig ist. Den Ein­satz-Auf­ruf erhal­ten die Feu­er­wehr­leu­te über einen „Pie­per“. Der zeigt auch an, was genau pas­siert ist. Je nach Anlass alar­miert Keuck so sei­ne Kol­le­gen.

Info: För­der­ver­ein
Wer nicht selbst Mit­glied der Feu­er­wehr wer­den, aber die Arbeit der Frei­wil­li­gen trotz­dem unter­stüt­zen möch­te, kann für 50 € im Jahr dem För­der­ver­ein bei­tre­ten. Zwar wer­den Gerät­schaf­ten und Schutz­klei­dung von der Stadt gestellt, doch es gibt eini­ge Bei­spie­le, wo Aus­stat­tung pri­vat finan­ziert wer­den muss.

Die Ein­satz­klei­dung lagert anzieh­be­reit in der Wache: die Hose ist z. B. schon über die Schu­he gezo­gen. Die drei Ein­satz­fahr­zeu­ge, der Dreh­lei­ter­wa­gen und die zwei Mann­schafts­wa­gen wer­den von zwei haupt­amt­li­chen und ehren­amt­li­chen Gerä­te­war­ten ein­satz­be­reit gehal­ten.

Wer immer noch denkt, die Feu­er­wehr wür­de haupt­säch­lich nur löschen, kann sich den Wunstor­fer Machern beim nächs­ten Mal anschlie­ßen: im kom­men­den Som­mer soll der Besuch wie­der­holt wer­den – und dann auch die Dreh­lei­ter aus­ge­fah­ren wer­den. Wer sich traut, wird sich Wunstorf von oben anschau­en kön­nen.

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