Wunstorfer Rettungskräfte halfen beim Kölner Karneval

Wenn die Jecken im Rheinland und im Norden unterwegs sind und Karneval feiern, dann sind auch die Wunstorfer dabei. Die „Wunstorfer Auetaler“ waren etwa aktiv in Düsseldorf dabei, andere fuhren nach Braunschweig. Und auch beim Kölner Karneval waren Wunstorfer beteiligt – als Unterstützung für die dortigen Rettungskräfte.

Thors­ten Leder, Jonas Tum­brinck und Lore­na Rie­mann wer­den von der Stim­mung ange­steckt | Foto H. Urba­ni­ak

Wäh­rend der tol­len Tage wur­den die Köl­ner Johan­ni­ter wie­der durch ehren­amt­li­che Ret­ter aus dem Orts­ver­band Wunstorf/Steinhuder Meer unter­stützt. Die Auf­ga­be lau­te­te, den Kar­ne­va­lis­ten zur Sei­te ste­hen und hel­fen, wenn Hil­fe gebraucht wird.

Die ange­kün­dig­ten star­ken Orkan­bö­en an Wei­ber­fast­nacht hiel­ten vie­le Besu­cher vom Kar­ne­val in der Alt­stadt fern. Doch die Johan­ni­ter waren auf die stür­mi­sche Wit­te­rung vor­be­rei­tet und bau­ten ihre Unfall­hilfs­tel­len wet­ter­fest auf. Nur die ech­ten köl­schen Jecken lie­ßen sich nicht vom Fei­ern abhal­ten. Des­halb hielt der zuneh­men­de Alko­hol­kon­sum die Ein­satz­kräf­te der Johan­ni­ter ab Nach­mit­tag auf Trab. Wie in den Vor­jah­ren ver­lief der Ein­satz am Vor­mit­tag zunächst ruhig. Gegen Nach­mit­tag ver­zeich­ne­ten die Unfall­hilfs­tel­len einen stär­ke­ren Andrang. Immer mehr stark Alko­ho­li­sier­te konn­ten sich nicht mehr auf den Bei­nen hal­ten und wur­den von den Johan­ni­ter-Fuß­trupps in eine Unfall­hilfs­tel­le gebracht.

Wir freu­en uns, dass die köl­schen Jecken in der Innen­stadt einen schö­nen Kar­ne­val ver­leb­ten.“ Die­ter Hel­ling­rath, Ein­satz­lei­ter

An Wei­ber­fast­nacht, zur Eröff­nung des Stra­ßen­kar­ne­vals, wur­den an den offi­zi­el­len Ver­an­stal­tungs­stand­or­ten im Innen­stadt­be­reich – Alter Markt, Rat­haus­vor­platz, Heu­markt und dem Fisch­markt, Unfall­hilfs­tel­len ein­ge­rich­tet. Ärz­te und Sani­tä­ter stan­den dort für schnel­le Hil­fe­leis­tun­gen bereit. Zusätz­lich sorg­ten mobi­le Ein­satz­trupps, die sich direkt im Kar­ne­vals­ge­sche­hen beweg­ten, für die zügi­ge Ver­sor­gung ver­letz­ter Per­so­nen an Ort und Stel­le. In der Regel hiel­ten klei­ne­re Bles­su­ren die Sani­tä­ter in Atem, aber auch für schwe­re­re Not­fäl­le war aus­rei­chend vor­ge­sorgt.

Wenig Schlaf, viel Arbeit und Tref­fen mit Bekann­ten und Freun­den aus dem Johan­ni­ter­um­feld aus ganz Deutsch­land. Trotz­dem oder gera­de auch des­we­gen sind vie­le Hel­fe­rin­nen und Hel­fer jedes Jahr wie­der dabei“Timo Brü­ning, Lei­ter Ehren­amt Wunstorf

Mar­ri­sya Sar­r­ach ist der Spaß beim Ein­satz anzu­se­hen | Foto: Tobi­as Gros­ser

Die Ein­satz­lei­tung der Johan­ni­ter been­de­te den Ein­satz mit 147 Hil­fe­leis­tun­gen, davon wur­den 34 Pati­en­ten an den Ret­tungs­dienst über­ge­ben und in ein Kran­ken­haus trans­por­tiert. Die Zahl der zu ver­sor­gen­den Min­der­jäh­ri­gen war, wie auch im Vor­jahr, gering. Ins­ge­samt lie­ßen sich zehn Jugend­li­che von den Johan­ni­tern behan­deln, wovon fünf ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert wer­den muss­ten.

Wir sind gut vor­be­rei­tet und hal­ten einen gro­ßen Pool mit rund 300 Köl­ner Kräf­ten und zusätz­li­chen vie­len aus­wär­ti­gen Hel­fe­rin­nen und Hel­fern zur sani­täts­dienst­li­chen Ver­sor­gung der Kar­ne­va­lis­ten bereit.“Rein­hold Lapp-Scheben, Regio­nal­vor­stand der Köl­ner Johan­ni­ter

Eben­so wie bei den gro­ßen Umzü­gen und bei Wei­ber­fast­nacht waren die Ein­satz­kräf­te beim Zelt­fest Viva Colo­nia, diver­sen Par­tys und Sit­zun­gen im Ein­satz um das när­ri­sche Trei­ben im Hin­ter­grund abzu­si­chern. Die Wunstor­fer Hel­fe­rin­nen und Hel­fer kehr­ten nach fünf när­ri­schen Tagen am spä­ten Abend des Rosen­mon­tags wie­der nach Wunstorf zurück.

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