Stadtgespräch

LTG 62 unterstützt in Dortmund

Wunstorfer Soldaten helfen im Pflegeheim

Das Dortmunder Sozialamt hatte um Amtshilfe gebeten, die Bundeswehr schickte Soldaten des LTG 62: Nun übernehmen Wunstorfer in Uniform Hilfsarbeiten in Altenheimen.

Soldaten im Altenheim
Soldaten helfen bei der Vorbereitung der Mahlzeiten | Foto: Luftwaffe

Wunstorf/Dortmund (red). In der Pandemie machen die Soldaten der Bundeswehr verstärkt „Zivildienst“ – sie unterstützen beispielsweise bei der Impflogistik oder sind zu den Gesundheitsämtern abgeordnet, um die Kontaktnachverfolgung zu gewährleisten. Auch Soldaten des LTG 62 befinden sich im außerordentlichen Pandemieeinsatz: 33 Soldatinnen und Soldaten sind seit dem 12. Januar in fünf Dortmunder Seniorenheimen im Einsatz.

Fiebermessen statt A400M-Technik

Kontaktnachverfolgung
Besuchererfassung zur Kontaktnachverfolgung | Foto. Luftwaffe

Ihre Aufgabe beschränkt sich dabei auf rein administrative Aufgaben, die Soldaten übernehmen keine pflegerischen Tätigkeiten. Sie führen Schnelltests bei Besuchern durch oder machen Betten, schmieren Brote. Das entlastet das Fachpersonal der Einrichtungen, die sich auf die zu Pflegenden konzentrieren können. „Diese Pandemie trifft uns alle und kann nur gemeinsam bewältigt werden. Daher war es für mich, aber auch meine Kameradinnen und Kameraden, selbstverständlich, zu unterstützen“, sagt der das Kontingent führende Hauptmann Thomas Wenzel, IT-Offizier im LTG 62.

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Nicht der erste Extraeinsatz

Die weltweite Luftunterstützung ist durch die neue Aufgabe nicht beeinträchtigt, das Lufttransportgeschwader fliegt weiter wie gewohnt in die Einsatzgebiete. Die Hilfe in Dortmund tritt zusätzlich neben die eigentlichen Tätigkeiten, ist aber nicht die einzige: auch innerhalb der Bundeswehr übernimmt das LTG 62 schon seit März 2020 weitere Aufgaben, indem es in Hannover die Soldaten betreut, die unmittelbar vor Auslandseinsätzen in eine 14-tägige Quarantäne gehen müssen. Über 4.000 Kameraden wurden im vergangenen Jahr auf diese Weise unterstützt.

Bereits seit drei Monaten hilft die Bundeswehr dem Gesundheitsamt in Dortmund mit Personal bei der Verfolgung von Infektionsketten. Die zusätzliche Unterstützung soll vorerst bis zum 19. Februar erfolgen und je nach Entwicklung möglicherweise verlängert werden.

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4 Kommentare

  1. An und für sich eine sehr löbliche Sache. aber eine Frage bleibt: Haben wir in wunstorf und Umgebung keine Pflegeeinrichtungen, die der Hilfe bedürfen?

  2. 1. Der Frage von #B.-M. Rosenbusch möchte ich mich anschließen.

    2. Ich bin zwar KEINE “glühende Verehrerin” sämtlichen Mititärischens, ABER ohne die Unterstützung der Soldatinnen und Soldaten wäre es für viele- sehr viele in der Pandemie involvierten Einrichtungen, Behörden, Institutionen usw. schwerlich umzusetzen, die ihnen zugewiesenen Aufgaben im vollen Umfang zu erfüllen.

  3. Wie wäre es ,wenn man sich tatsächlich mal nachhaltig um den Personalmangel kümmert?
    Ständig wechselndes Pflege und Betreuungspersonal ist ein Risiko für die Bewohner. Infektionen werden in der Regel von außen in die Heime getragen, dazu gehört auch das Personal.
    Ehepartner werden teilweise weiterhin nur ins Besucherzimmer gelassen, oder sie gehen im Park mit ihren Leuten spazieren. Das mag im Sommer recht romantisch sein, doch bei eisigen Temperaturen ist das für zwei Ü 80er eine Zumutung und stellt eine gesundheitliche Gefährdung dar.

    1. @ Kristina

      Die Situation rund um die Pflege- für die Fachkräfte wie für die Bewoner*innen in den entsprechenden Einrichtungen- war schon immer zum “Hörner wachsen”- rechts wie links vom Ohr.

      Bekannt dürfte- bleibt zu hoffen- allgemeinhin sein, dass dieses vermaledeite Coronavirus die erschreckenden Gegebenheiten verstärkt- zum Leidwesen der Bewohner*innen, deren Gästen UND dem der Pflegefachkräften.

      Allerdings habe ich Zweifel, ob die Verantwortlichen in der Politik und den Entscheidungsgremien erhebliche Verbesserungen anstoßen werden.
      Überfällig sind die schon seit Ewigkeiten- und zwar nicht nur gefühlt!

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