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Verstoß gegen das Versammlungs- und Kontaktverbot

Wunstorferin widersetzt sich Corona-Kontrolle

Am Ende stand eine Strafanzeige, als eine Gruppe, die gegen die Allgemeinverfügung zur Eindämmung von SARS-CoV-2 verstieß, von der Polizei kontrolliert wurde.

Zebrastreifen Hindenburgstraße
In der Hindenburgstraße wurde die Gruppe kontrolliert (Archivbild) | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Am Ostersonntag kontrollierte die Polizei gegen 19 Uhr eine mehrköpfige Personengruppe in der Hindenburgstraße. Da die Kontrollierten nicht im gleichen Haushalt lebten und die Abstandsregeln nach der geltenden Allgemeinverfügung nicht einhielten, wurde gegen die Personen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Für Zuwiderhandlungen gegen das Abstandsgebot in der Öffentlichkeit sind 150 Euro pro Person als Bußgeld vorgesehen, für Gruppenbildung bis zu 400 Euro.

„Beamtenbeleidigung“

Eine 25-jährige Wunstorferin aus der Gruppe war mit der Kontrolle und den getroffenen Maßnahmen durch die Polizei jedoch nicht einverstanden. Sie beleidigte die Beamten mit Gesten und Worten. Daher blieb es nicht beim Ordnungswidrigkeitenverfahren. Die Polizisten erstatteten nun auch noch Strafanzeige wegen Beleidigung.

12 Kommentare

  1. Ohne den die Kontrolle durchführenden Beamten*innen “schön reden” zu wollen:
    ich bin mir recht sicher, dass vor dem “Verdonnern” eine klare Ansage erfolgt ist.
    Selbst schuld, wenn dieser dann nicht gefolgt werden will!
    Und das OHNE Schadenfreude.

    Denn das hier Geschilderte ist ein erneuter Beleg für
    1. Unbelehrbarkeit
    2. Geld: nur über das vermeintlich Beste (kann!) es gehen.

    Wer meint zu Beleidigungen -gegen wen auch immer- überzugehen, der hat meiner Ansicht nach einen kräftigen Ordnungsgong nötig und verdient.

  2. Meinungsfreiheit und Grundgesetze sind ausser Kraft gesetzt. Polizeigewalt herrscht.
    Alles wie vor 100 Jahren.
    Ein Polizist der seinen Eid ernst nimmt, verweigert den Gehorsam. Punkt!

    1. So ein Blödsinn,… Natürlich ist das Grundgesetz nicht außer Kraft gesetzt. Die Beschränkungen sind sogar dank, Katastrophen und Seuchenschutzgesetzen Grundgesetz Konform und die Regierung darf zum Schutz der Bürger solche Beschränkungen erlassen, weil die Bürger selbst die Folgen und Auswirkungen eines solchen Ereignisses gar nicht überblicken können. Wenn man keine Ahnung hat einfach mal still sein und den Mund halten oder sich besser informieren.
      Sie sollten froh sein, dass die Regierung “durchgegriffen” hat und diese Beschränkungen erlassen hat – und das gerade noch rechtzeitig, denn ohne hätten wir hier sicher italienische, spanische oder amerikanische Verhältnisse. Aber gut, vielleicht würde es besser in ihr Weltbild passen, wenn hier alle auf einen Schlag krank würden, die Krankenhäuser überlaufen würden und Leute sterben, weil sie nicht mehr behandelt werden können. Und wer wäre für sie dann Schuld? Natürlich die Regierung,…
      Ich erinnere nur daran, dass die Beschränkungen zuerst als Empfehlung herausgegeben waren – nur leider hat sich da niemand dran gehalten – so dass man sie als Erlass herausgeben mußte – auf freiwilliger Basis funktioniert hier in Deutschland nun mal nichts, weil die Bürger viel zu stur sind.
      Und “Polizeigewalt herrscht” nur weil Polizisten ihre Arbeit machen? lächerlich. Und warum sollte ein Polizist der seinen Eid ernst nimmt den Gehorsam verweigern? Warum sollten sie? Sie tun im Moment doch genau das wofür sie ausgebildet wurden, den Bürgern schützen und ihnen helfen. Auch wenn das vielleicht so nicht in ihr Weltbild passt.
      Und sie wollen doch wohl nicht wirklich die momentane Situation mit der Situation nach dem ersten Weltkrieg vergleichen – Naturkatastrophe und ein Krieg sind wohl zwei unterschiedliche Dinge. Und den Krieg hat Deutschland damals zu Recht verloren und ist auch vollkommen zu recht für die Folgen zur Rechenschaft gezogen worden, denn Deutschland hätte sich in diesen Krieg eigentlich gar nicht einmischen dürfen, aber das ist eine andere Geschichte.

      1. Besser und trefflicher als #Marc in seiner zu Recht “brastigen” Stellungnahme zu den Verbalattacken von #Nogringo es ausdrückt geht nicht!
        Dankeschön *anerkennend guck*.
        Ich schließe mich dem ohnehin Wenn und Aber an.

  3. 1000 € Bußgeld und 1 Jahr gemeinnützige Arbeit wären die gerechte Strafe gegen diese widerliche Person. oder, wenn sie diese Strafe nicht zahlen kann, 5 Jahre haft ohne Bewährung. Sofort vollstreckbar und ohne wenn und aber. Es wird Zeit, dass man diesen Leuten die Zähne zeigt.

    1. Ich möchte mich #Bernd-Michael Rosenbusch insofern anschließen, dass die Frau einen mächtigen Ordnungsgong braucht, in zweckoptimistischer Hoffnung auf einem Lernerfolg.

      Was mir jedoch mehr als eine Spur zu weit geht, ist die Forderung nach einer derart hohen Haftstrafe

      Die Verärgerung kann ich bestens nachzuvollziehen, nicht aber von Wut gekennzeichnete Beiträge wie den vom Verfasser.
      Der macht mich zorniger als die Tat der Frau.
      Mit dem ausgelösten Widerspruch von welcher populistischen Seite auch immer kann ich umgehen und bestens leben.

  4. Ist das alles gar nichts:
    Wunstorf, Ortteil, ländlich Ostermontag, große Grillparty,
    mehrere Fahrzeuge, Pickups, BMW, alles vom feinsten.
    Ich schätze mal acht Gäste. Zuruf und Nachfrage der Nachbarn
    über die Straße hinweg wird mit milder Drohung beantwortet.
    Interessiert glaube ich niemanden.
    Die Behörden vermitteln den Eindruck, das alles sei nur ein Spiel.
    Gerade in Wunstorf wirkt es, als existiere die Welt da draußen nicht …

    Harold

  5. Die Bushaltestelle vorm Billiard-cafe Amadeus ist auch ein Treffpunkt die Leute sitzen auf Bänken, Mauern ohne mindestabstand und trinken den Vodka vom dort ansässigen kiosk aus einer Flasche da fragt man sich doch im Ernst muss das sein

    1. Suchtkranken Menschen geht es ausschließlich um die Bedienung ihrer jeweiligen Abhängigkeit, bei der u.a. das Einhalten von Regeln keinerlei Rolle spielt.

  6. Motto der Auepost: Recherchieren, sichten, redigieren, schreiben: Die Redaktion der Wunstorfer Auepost trägt täglich die Neuigkeiten aus der Auestadt zusammen.

    Wie sieht denn die Recherche aus….um was für eine Gruppe handelte es sich? Wie unterhielt man sich sprachlich? Wie war der Inhalt der Beleidigungen? Welche Gesten wurden artikuliert? Gab es Feststellung der Personalien? Um nur einige zu benennen.
    Recherche sieht objektiv aus, das vermisst man. Oder ist der Maulkorb verhängt worden? Danke für das Löschen meines Beitrages vorweg.
    Mit freundlichen Grüßen, Wolfgang Stemme.

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