An der Mühlenaue

Zoll entdeckt illegalen Arbeiter auf Wunstorfer Großbaustelle

Bei einer Kontrolle auf einer Baustelle erwischten Zollfahnder einen illegalen Arbeiter auf einer Wunstorfer Baustelle.

Baustellenzufahrt
Bau­stel­len­zu­fahrt am Bau­pro­jekt „Was­ser­müh­le“ in Wunstorf | Foto: Mir­ko Baschet­ti

Wunstorf (red). Am 9. Mai führ­ten Beam­te des Haupt­zoll­am­tes Han­no­ver eine Kon­trol­le auf meh­re­ren Bau­stel­len in der Regi­on durch. Dar­un­ter war auch ein Objekt in Wunstorf. Die soge­nann­te gene­ra­li­sier­te Fahn­dungs­maß­nah­me fand an vier Orten in der Regi­on Han­no­ver statt. Ins­ge­samt 64 Beam­te waren im Ein­satz, um schwer­punkt­mä­ßig Bau­stel­len auf ille­ga­le Arbeits­ak­ti­vi­tä­ten hin zu über­prü­fen. Die kon­trol­lier­ten Bau­stel­len wur­den zufäl­lig aus­ge­wählt, es gab im Vor­feld kei­ne Hin­wei­se auf ille­ga­le Akti­vi­tä­ten, sag­te der Pres­se­spre­cher des Haupt­zoll­am­tes, Oli­ver Keuck, auf Nach­fra­ge der Aue­post.

Illegaler Arbeiter in der Mühlenaue

Die his­to­ri­sche Müh­le Lang­horst wur­de zu einen Kom­plex mit Eigen­tums­woh­nun­gen umge­baut | Foto: Danie­la Ste­fa­nie Hauf

Unter den kon­trol­lier­ten Objek­ten war auch das Bau­pro­jekt „Was­ser­müh­le“ in Wunstorf, bei dem zur­zeit Luxus­woh­nun­gen neben dem Bür­ger­park errich­tet wer­den. Zur Mit­tags­stun­de rück­ten 25 Zoll­fahn­der mit meh­re­ren Fahr­zeu­gen dort an und inspi­zier­ten die Bau­stel­le. Bei der Über­prü­fung der Papie­re der dort Arbei­ten­den stell­ten die Beam­ten fest, dass ein Aus­weis eines Arbei­ters gefälscht war: Der 20-jäh­ri­ge Mann hat­te sich als grie­chi­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger aus­ge­ge­ben, um inner­halb der EU arbei­ten zu kön­nen. In Wirk­lich­keit kam der Arbei­ter jedoch aus Alba­ni­en.

Mit falscher Identität auf der Baustelle

Der Alba­ner hielt sich ille­gal in Deutsch­land auf, hät­te ohne Arbeits­vi­sum nicht auf der Bau­stel­le tätig sein dür­fen und hat­te sich sei­ne Arbeits­er­laub­nis mit dem fal­schen grie­chi­schen Pass erschli­chen. Der Zoll lei­te­te Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen ille­ga­lem Auf­ent­halt und Urkun­den­fäl­schung ein.

Ermitt­lun­gen auf­grund Schwarz­ar­beit lau­fen gene­rell sowohl gegen ertapp­te ille­ga­le Arbei­ter als auch gegen deren Arbeit­ge­ber, so Keuck. Arbeit­ge­ber kön­nen aber in der Regel auf die Kor­rekt­heit von Aus­weis­pa­pie­ren ver­trau­en. Im Fal­le fal­scher Papie­re, wenn auch die Arbeit­ge­ber von den Beschäf­tig­ten getäuscht wur­den, wer­den die­se Ermitt­lun­gen daher in der Regel ein­ge­stellt. Nur der ille­gal Arbei­ten­de selbst hat sich dann recht­lich zu ver­ant­wor­ten.

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2 Kommentare
  1. Thorsten Mues sagt

    Na sowas aber auch. Völ­lig unge­wöhn­lich.

    1. Basti g. sagt

      Ja die wol­len doch alle güns­tig bau­en dann müs­sen es wohl auch mal ille­ga­le Arbei­ter sein !

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