Der Weg für die Kin­der-/Ju­gend­psych­ia­trie ist frei

Am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag hat der Sozi­al­aus­schuss des Land­ta­ges die Mit­tel für das Bau­vor­ha­ben der geplan­ten neu­en Kin­der- und Jugend­psych­ia­trie im KRH Wunstorf frei­ge­ge­ben. CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Sebas­ti­an Lech­ner begrüß­te die Pla­nungs­si­cher­heit, kri­ti­sier­te jedoch das Finan­zie­rungs­ver­fah­ren.

Ein­gangs­schild der Psych­ia­trie Wunstorf | Foto: Dani­el Schnei­der

Wunstorf (red). Der geplan­te Neu­bau der Kin­der- und Jugend­psych­ia­trie im KRH Wunstorf kann kom­men. Der Sozi­al­aus­schuss des Nie­der­säch­si­schen Land­ta­ges soll­te die dafür erfor­der­li­chen Mit­tel aus dem Kran­ken­haus-Inves­ti­ti­ons­pro­gramm am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag frei­ge­ge­ben haben, wie der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Sebas­ti­an Lech­ner vor­ab mit­ge­teilt hat­te. Der Bewil­li­gungs­be­scheid, der Vor­aus­set­zung für die Auf­nah­me eines Kre­di­tes ist, wer­de in Kür­ze zuge­stellt.

Finan­zie­rung über Son­der­ver­mö­gen

Den Schul­den­dienst über­neh­me anschlie­ßend das Land aus einem dafür bereit­ge­stell­ten Son­der­ver­mö­gen. Lech­ner begrüß­te, dass die drin­gend erfor­der­li­che Bau­maß­nah­me nun durch­ge­führt wer­den kön­ne, ergänz­te jedoch, dass die Finan­zie­rung über ein Son­der­ver­mö­gen kri­tisch gese­hen wer­de. Vie­le Kran­ken­häu­ser, die wirt­schaft­lich nicht so gut dastün­den, hät­ten ein Pro­blem, einen Kre­dit zu güns­ti­gen Markt­kon­di­tio­nen zu erhal­ten, da sie nicht gegen das Über­schul­dungs­ver­bot ver­sto­ßen dürf­ten. Zudem sei ein Groß­teil des Inves­ti­ti­ons­be­darfs durch das Son­der­ver­mö­gen nicht abge­deckt und der auf­wach­sen­de Inves­ti­ti­ons­be­darf nicht berück­sich­tigt.

Damit erhält das KRH Wunstorf end­lich Pla­nungs­si­cher­heit für das
Bau­vor­ha­ben.“Sebas­ti­an Lech­ner

Sebas­ti­an Lech­ner (CDU) | Foto: pri­vat

Das Kran­ken­haus­ge­setz des Lan­des Nie­der­sach­sen schrei­be aus gutem Grund vor, dass das Land gemein­sam mit den Kom­mu­nen für den Kran­ken­haus­bau Zuschüs­se bereit­stel­len sol­le und kei­ne Kre­di­te, die künf­ti­ge Genera­tio­nen belas­ten und Haus­halts­spiel­räu­me ein­engen. Daher pla­ne die CDU-Land­tags­frak­ti­on eine Auf­sto­ckung der bis­he­ri­gen jähr­li­chen Inves­ti­ti­ons­mit­tel von 120 auf 200 Mil­lio­nen Euro. Dies stün­de auch so im CDU-Regie­rungs­pro­gramm.

8,3 Mil­lio­nen für den Neu­bau

Am Stand­ort der jet­zi­gen Jugend­psych­ia­trie soll der mit 8,3 Mil­lio­nen ver­an­schlag­te Neu­bau ent­ste­hen. Die aktu­ell genutz­ten Gebäu­de stam­men noch aus der ers­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts und wer­den dem gewach­se­nen Bedarf an sta­tio­nä­ren und tages­kli­ni­schen Plät­zen nicht gerecht. Davon hat­te sich Lech­ner wäh­rend eines Besu­ches im Rah­men sei­ner Som­mer­tour über­zeu­gen kön­nen.

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