Lie­be AHA

… hat es euch noch nicht gereicht, die Sym­pa­thi­en mit den kos­ten­pflich­ti­gen Papier­wert­stoff­sä­cken in den Kel­ler rau­schen zu las­sen? Hat es noch nicht gereicht, das eige­ne Image wei­ter zu beschä­di­gen, indem ihr aus­ge­rech­net dann, wenn blaue Tüten wegen Hams­ter­ak­tio­nen ver­grif­fen sind, bei losen Kar­tons auf ein­mal kei­ne Kulanz mehr zeigt und die Pap­pen rei­hen­wei­se am Stra­ßen­rand ste­hen blei­ben, so dass es in Wunstorf nach Abfuhr­ta­gen aus­sieht wie in den Armen­vier­teln von Schwel­len­län­dern?

Muss­te es denn auch noch unbe­dingt sein, Tüten­nut­zer in der Pro-Ton­nen-Kam­pa­gne indi­rekt als „Sack­ge­sich­ter” zu bezeich­nen? Nein, das war nicht wit­zig. Wel­chen Abschluss in Markt­kom­mu­ni­ka­ti­on muss man haben, um das krea­tiv zu fin­den? Für undurch­dach­te Kam­pa­gnen ist Geld da, aber die klei­nen Leu­te müs­sen ble­chen, wenn sie kei­ne Mög­lich­keit haben, die Ton­ne zu nut­zen. Als Abfall­un­ter­neh­men sei­ne Kun­den der­art ver­bal mit Dreck zu bewer­fen – sowas muss man erst­mal schaf­fen.

Sich selbst ent­schul­di­gen reicht da nicht. Wie wär’s statt­des­sen mal mit einer Charme-Offen­si­ve? Alt­pa­pier ein­fach mal unbü­ro­kra­tisch ohne Tüten mit­neh­men, zumin­dest bis es irgend­wann mal wie­der wel­che gibt? Oder soll Oma Kasup­ke jetzt mit dem Rol­la­tor zum Wert­stoff­hof?

Volls­te Hoch­ach­tung,
Horst Koschin­sky


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