Wunstorfer Auepost

Aktionskreis Kali und Salz fordert Haldenabbau

07.07.2021 • Redaktion • Aufrufe: 928

Der Aktionskreis hält an seiner Forderung fest: Auch der Bokeloher Kaliberg soll wieder unter die Erde, durch die flüssige Verfüllung drohe Gefahr fürs Grundwasser.

07.07.2021
Redaktion
Aufrufe: 928
Der Kaliberg in Bokeloh
Der „Kalimandscharo“ in Bokeloh | Foto: Mirko Baschetti

Wunstorf (red). Der niedersächsische Aktionskreis Kali und Salz sieht in den Kalirückstandshalden eine immense Gefahr für Menschen und Umwelt und hat die Landesregierung deshalb bereits im Jahr 2019 in einem Positionspapier aufgefordert, alle Althalden in Niedersachsen – vorrangig durch einen Rückversatz in die alten Kalibergwerke – zu beseitigen.

Anlässlich der vom LBEG jüngst genehmigten Flutung des ehemaligen Kalibergwerkes Sigmundshall in Bokeloh mit Salzwässern weist der Aktionskreis noch einmal auf die möglichen fatalen Folgen solcher Flutungen hin. Das Salz um die Grubenhohlräume herum werde mit der Zeit wieder zusammengepresst. Das eingeleitete Wasser könne dem nicht genug Druck entgegensetzen.

Wasser könnte wieder an die Oberfläche kommen

Die Folge ist nach Überzeugung des Aktionskreises, dass mit fortschreitender Volumenkonvergenz gefluteter Bergwerke das Flutungsmedium wieder ausgepresst wird und dadurch ins Grundwasser gelangt oder auch durch die Schachtröhren zur Oberfläche gelangt und dort austritt. Das Salz des Flutungsmediums schon eines Bergwerkes habe das Potential, im Verlauf der Konvergenz 30 bis 40 Milliarden Kubikmeter Süßwasser zu vernichten. Das entspräche etwa das Zehnfache der Grundwasserneubildung in ganz Niedersachsen in einem Jahr. Durch die Bergwerksflutungen seien langfristig neben dem Grundwasser für die Feldberegnung und die Trinkwasserversorgung sogar Natura-2000- bzw. FFH-Gebiete bedroht.

Der Aktionskreis fordert daher die Aufhebung des sogenannten „Flutungsgebotes“, das auf der mehr als 50 Jahre alten Allgemeinen Bergverordnung über Untertagebetriebe, Tagebaue und Salinen (ABVO) beruht.

[Anzeige]

Kommentare


  • Manschli sagt:

    Stimmt zu 100%, dann ists eben teurer, na und?! Aber diese schmierige eklige Salzlauge(Suppe) brauchen wir hier definitiv nicht!!!

  • hmb sagt:

    Tja das schöne an Bürgerinitiativen ist, dass sie einfach ohne nachvollziehbare Grundlage behaupten können, während der Unternehmer bei den Behörden fundierte Gutachten einreichen muss, um seinen Fall darzulegen

  • Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

    [Anzeigen]
    Auepost wird ermöglicht von:
    Kontakt zur Redaktion

    Tel. +49 (0)5031 9779945
    info@auepost.de

    [Anzeigen]
    Auepost wird ermöglicht von:

    Artikelarchiv

    Auepost auf …