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Baldiger Bau der Nordumgehung wieder in Gefahr?

10.09.2022 • Daniel Schneider • Aufrufe: 2777

Um die Nordumgehung bauen zu können, müssen zuerst Ausgleichsmaßnahmen zugunsten der Natur geschaffen werden. Doch Amphibienteiche ohne Amphibien, Fledermausbrücken ohne Fledermäuse und Baumreihen mit vertrockneten Bäumen können nicht als gelungene Maßnahmen gelten. Der Wunstorfer Naturschutzbeauftragte spricht von einem „Jahrhundertflop des Naturschutzes“.

10.09.2022
Daniel Schneider
Aufrufe: 2777
Trockenzeit: Hier laicht noch überhaupt nichts | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (ds). Die Nordumgehung ist schon so gut wie gebaut – dieser Eindruck herrschte zuletzt in der öffentlichen Wahrnehmung. Der erste symbolische Spatenstich war absolviert, die ersten Pfosten sind gesteckt, erste Ausgleichsmaßnahmen errichtet. Aber: Letztere funktionieren nicht. Das sei aber Voraussetzung, um mit dem Bau der eigentlichen Straße beginnen zu können, meint etwa Anne Dalig von den Wunstorfer Grünen. Diese trafen sich am Freitag gemeinsam mit Vertretern zweier Naturschutzorganisationen, Frank Hessing (BUND) und Karl-Heinz Nagel (Nabu), und dem Naturschutzbeauftragten der Region für Wunstorf, Karl-Heinz Girod, am Hohen Holz, um die Lage vor Ort zu besprechen.

„nicht nur nicht erfolgreich, sondern von vornherein sinnlos“

Dustin Meschenmoser (Grüne) über den Amphibienteich

Der Teich scheint massiv Wasser zu verlieren, was sich nicht nur durch Verdunstung erklären ließe. Es müsse ein Leck bzw. einen Riss an den verbauten Tonplatten geben, mutmaßen die Umweltschützer. Nun müssen wohl Brunnen gebohrt und Pumpen installiert werden, um den Amphibienteich „funktionsfähig“ zu machen – was zu neuen Verzögerungen führen könnte.

Kröten wollen nicht in den „Krötenknast“

Dabei herrschte die einhellige Meinung, dass der Amphibienteich nicht nur nicht funktioniert, sondern von Anfang an wohl ein sinnloses Unterfangen war. Denn selbst wenn genügend Wasser dauerhaft vorhanden wäre, sei sehr fraglich, ob sich die Amphibien überhaupt dort ansiedeln würden. „Nachhilfe“ wäre nämlich schwierig. Dazu gebe es zwei Wege, erklärt Hessing: Entweder man sammele die Kröten während der Krötenwanderung ein, verfrachte sie in den neuen Teich und zwinge sie dann, dort zu bleiben, bis sie gelaicht hätten. Oder man befördere vorhandenen Laich aus dem bisherigen Gewässer – dem Baggersee – in den neuen Tümpel. Beides sei „illusorisch“.

Die Umweltschützer und die Wunstorfer Grünen machen sich ein Bild am leeren Amphibienteich | Foto: Daniel Schneider
Karl-Heinz Nagel (li.) und Karl-Heinz Girod brüten über den Plänen | Foto: Daniel Schneider
Der Amphibienteich liegt direkt an einem künftigen Kreisel der neuen B441 | Foto: Daniel Schneider

So etwas habe in der Vergangenheit zwar schon funktioniert (Girod), aber nur in Ausnahmefällen, wie Hessing ergänzte. Einen „Jahrhundertflop des Naturschutzes“ nennt Girod die Ausgleichsmaßnahme. Wenn doch einmal zufällig eine Kröte dort laichen sollte, würde der Laich am Ende womöglich vertrocknen.

Bäume trocknen vor sich hin

Und es ist nicht nur der Amphibienteich, der funktionslos ist. Auch die „Fledermausbrücke“, die den Tieren anstelle von entfallenden Bäumen Orientierung bieten sollte, war ein Reinfall – keine Fledermaus ließ sich in der Testphase von den gespannten Netzen beeindrucken. Einen traurigen Anblick bieten auch die zwischenzeitlich gepflanzten Hainbuchen: Trotz regelmäßiger Bewässerung mit Tankfahrzeugen sind die Neuanpflanzungen in den vergangenen Wochen vertrocknet. Auch davon konnten sich die Politiker und Umweltschützer am Freitag direkt selbst überzeugen.

„Vertrocknet“, stellt Rudolf Speckhan (Grüne) fest | Foto: Daniel Schneider
Ein Meer von vertrockneten Jungbäumen statt künftiger großer Baumkronen | Foto: Daniel Schneider
Fraglich, ob die Bewässerung der Hainbuchen da noch hilft | Foto: Daniel Schneider

Neben den Hindernissen, die infolge der Nacharbeiten an den Ausgleichsmaßnahmen entstehen könnten, besteht auch immer noch eine rechtliche Hürde für die Verwirklichung des Bauvorhabens, wie Rudolf Speckhan, der seit Jahrzehnten gegen die Nordumgehung prozessiert, anmerkte: Ein Verfahren wegen der Gefährdung von Vogelarten ist am Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht weiterhin anhängig. Man hofft darüber hinaus auf den Zeitfaktor: Wenn sich die Rahmenbedingungen änderten, könnte die Nordumgehung womöglich doch noch gestoppt werden.

von Daniel Schneider
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Kommentare


  • Anonymous sagt:

    Ich habe festgestellt, dass sich in jedem neu angelegten Teich oder Tümpel schon nach kurzer Zeit Frösche, Kröten und sonstiges Getier ansiedeln. Denen muss man keinen Weg zeigen.

    • sammy sagt:

      Lässt man der Natur ihren eigenen,freien Lauf,braucht sie kein Nabu und keinen Bund.Sie braucht uns “
      Pfuscher “ ( Menschen) nicht!Bisher hilft sie sich selbst !

  • W. Tenner sagt:

    Ein Treffen der Prozessierer und Verweigerer. Ob diese letztendlich auch Verhinderer sein können?
    Haben DIE denn einen besseren Plan für Wunstorf? Am besten, alle Menschen bewegen sich nur noch zu Fuß oder mit dem Fuhrwerk und Ochsengespann – wie im Mittelalter!

  • Ein Luther sagt:

    Um Geld zu sparen sollte man alles stoppen. Nach mehr als 50 Jahren Planung und Vorbereitungen glaubt an die Umgehung eh niemand mehr. Als Zwischenlösung und als provisorium für die nächsten 50 Jahre könnte man mit einer gelungenen Ampelplanung zumindest den Durchgangsverkehr in der Stadt etwas beschleunigen.

    • Georg Braunroth C D U Butteramt sagt:

      Ein beschleunigter Durchgangsverkehr erzeugt nur noch mehr Abgase.
      In eine Stadt gehören Menschen und keine Kraftfahrzeuge — das haben sehr viele Orte schon vor 50 Jahren erkannt und ihre Ortsumgehungen umgehend geplant und gebaut. Trotz minimalem Verkehrsaufkommen gegenüber heute wurde das erkannt und mehr oder weniger schnell durchgeführt. An der damaligen Vernunft ,den Kraftfahrzeugverkehr aus den Ortschaften zu entfernen ,kann sich bei dem heutigen ,zig-fachen Verkehrsaufkommen nichts geändert haben. Aber warum hat Wunstorf mit seiner Verkehrsführung um die Stadt herum eine so lange Zeit gebraucht um die Planungen abzuschließen ,die Bauauflagen zu erfüllen und nach 50 Jahren die Durchführung beginnen zu können ??
      Weil es in einer Stadt mit 50000 Einwohnern und einem großen LKH ,welches mitten im Verkehrsflusse liegt , immer einige Leute gab , die durch Einsprüche und Klagen das Vorhaben 50 Jahre verzögert haben.
      Und das nicht aus Menschenliebe für Ihre Mitbürger ,sondern weil Ihre Anwesen und Felder durch dei die neue Strasse führt damit z.T. schlechter zu erreichen und zu bearbeiten waren .
      Der Naturschutz wurde natürlich immer als Vorwand gebracht und von den Gerichten auch gewürdigt.
      Nachdem die Genehmigung nun erteili war ,wurden noch schnell die letzten Auflagen erledigt.
      Aber Feuchtgebiete lassen sich nicht einfach irgendwo einbauen ,das Anlegen von Feuchtgebieten überlässt man ,mit ein wenig Unterstützung am besten der Natur. Und auch mit den Anpflanzungen von den Vielen Bäumen und Büschen , die im Laufe der Genehmigungsverfahren gefordert wurden , sollte man sich mit der Natur einigen. Die angeordneten Neupflanzungen sind nicht nur bei der Nordumgehung ,sondern im gesamten Wunstorfer Gebiet — und nicht nur dort — in die Hose gegangen, Wo kein Regen fällt , die Gebiete furztrocken sind und der Grundwasserspiegel fällt , — siehe Fotos im Bericht.
      Die Naturschutzes meinen es bestimmt gut mit Ihren Einsprüchen , tuen aber immer so ,als würde die gesamte Landschaft zubetoniert und nicht nur eine benötigte Trasse gebaut . Und die Tiere ?? , die sind ja auch nicht doof , die ziehen einfach 100 Meter weiter.
      Es muß auch Menschenschutz geben.

  • Birgit sagt:

    Der Mensch kann sich gut selbst helfen, er kann anderswo hingehen oder verschwinden.
    Ein Tier jedoh benötigt einen Habitus, um zu überleben. Und es kann sich die „Bodenschätze“ nunmal nicht selbst heranholen. Tieren und Pflanzen ihre Heimat zu nehmen, um mal wieder eine „Erleichterung“ für den Menschen herbeizuführen, scheitert letztendlich ohnehin an den Klimazielen (hoffentlich) und den damit verbundenen Gewinnen für die Natur und ist schlicht gesagt einfach erbärmlich. Das sollte sich wohl jeder vor seinem geistigen Auge mal Revue passieren lassen. Und das Bild oben ist einfach nur traurig. Sicherlich mit guter Absicht angelegtes Terrain, doch leider aufgrund der unbarmherzigen Dürre nicht existenzfähig.

    Es ist leicht dahergesagt, wir pflanzen neue Anlagen oder wir forsten auf. Es wird vergessen, wie anfällig die kleinen Pflänzchen sind und wie oft sie ihr Wasser benötigen. Gerade wenn die älteren großgewachsenen Pflanzen fehlen, haben die jüngeren keinen Schatten und vertrocknen erbarmungslos.

    Auch der bislang einzige (!) „Ersatz“-Nadelbaum, der für die vielen gesunden und leider geällten Föhren am Hermann-Löns-Parkplatz stehen sollte, ist vertrocknet. Traurig, traurig. Soll als Beispiel dienend immer eine Mahnung sein.

    Deshalb: Lasst die Natur, wie sie ist. Sie lässt sich nunmal nicht verschieben oder wegtragen. Die armen Tiere und Pflanzen tun mir leid. Der Mensch nicht.

    • Braunroth, Georg sagt:

      Hallo Birgit — und auch alle anderen — auch Herr Harbeck — lest Euch die Zahlen durch und geht ins NET um sie zu bestätigen — und versucht mal darüber nachzudenken – denn vorstellen können wir uns solchen UNWOHLSTAND nicht ,weil wir Ihn bei uns gar nicht kennen. Dann können wir gemeinsam nachdenken und diskutieren ,was wir besser machen können und müssen. Aber nicht mit so einem Blödsinn ,wie den Abschaltungen von Atomkraftwerken, wenn in allen anderen Ländern ,auch in der gemeinsamen EU immer neue gebaut werden – mit dem Abschalten und Erneuern von 40 Millionen Gas – und Ölheizungen bis 2030 , wofür gar kein Material und gar keine Handwerker bereit stehen Wir schlittern gerade in eine Rezession und können uns Traumtänzereien nicht leisten

  • Georg Braunroth C D U Butteramt sagt:

    Um Klimaschutz zu betreiben muß man sich zuerst weltweit einig sein : Was wollen wir ???
    Deutschland hatte vor 75 Jahren ,nach dem Krieg, 80 Millionen Einwohner und hat heute — 70 Jahre später immer noch 80 Millionen Einwohner.
    Weltweit hatten wir vor 75 Jahren 1 (eine) Milliarde Einwohner — Heute sind es 10 (zehn) Milliarden.Die Hälfte ,also 5 (fünf) Milliarden leben zum größten Teil um die größten Ortschaften auf der Welt in den sogenannten Außenbezirken oder Gettos genannt in Behelfsheimen ,Baracken , Zelten usw. ohne fießendes Wasser , ohne sanitäre Anlagen und ohne ausreichende Nahrung ohne Krankenversicherung usw. usw. usw..F Ü N F M I L L I A R D E N !!!!! Bei uns ist der Wohlstand immer angestiegen Bei uns gigt es keine Randgebiete und Gettos Bei uns gibt es im Verhältnis gesehen noch nicht einmal A R M E . Aber wir wollen Vorbild sein und die Welt retten mit Traum Tanzereien ?????
    10 Milliarden Menschen bedeuten auch 10 Milliarden Rinder zur Ernährung – 10 Milliarden Rinder brauchen Felder dazu müssen 10 Milliarden Bäume gefällt werden usw.usw.usw..
    Klima ist weltweit und kann nur in Gemeinsamkeit weltweit verbessert und gerettet werden.
    Wenn in einem Land unserer Größe die Heizungen abgestellt ,die Lichter ausgeschaltet werden , das Duschen eingeschränkt oder verboten wird , können wir uns zwar mit dem Waschlappen waschen usw. , aber auf das Weltklima hat das keine Auswirkungen — höchstens auf unser gegenseitiges Klima . Die ersten DEMOS fangen schon an — aber die GRÜNEN retten die Welt .
    Wir haben momentan ca 10 % unseres in 75 Jahren aufgebauten Wohlstandes verloren und sollten erst einmal daran arbeiten , das der Verlust nicht noch größer wird , 20,30, oder 50 % .
    Das Weltklima verbessern oder – und retten geht nur in weltweiten gemeinsamen Verabredungen und Anstrengungen, aber nicht ,wenn sich ein Land von der Größe eines Vogelschisses dafür in totale Schwierigkeiten bringt und irgend wann alles wieder hinschmeißt.

    • Faktor 1 sagt:

      Schön wenn man seine Vorurteile bestätigt sieht, oder?
      Das verhindert, dass man sich kritisch hinterfragt.
      Herrlich.

  • Birgit sagt:

    Zu diskutieren über festgefahrenen Ansichten verfehlt den Sinn.
    Wo bleibenn die Tiere, die Natur?
    Wir haben keine Arme?
    Keinen Kommentar zu solchen Aussagen. Es würde nichts bringen.

  • Lydia Bertani sagt:

    „Ökos“ können sich nicht entscheiden, ob sie alle außer sich oder doch lieber sich selbst aus der Welt schaffen sollen, um die Natur zu retten.
    Das beisst sich mit der Beobachtung, dass die immer alles ganz genau wissen.

  • Georg Braunroth C D U Butteramt sagt:

    Meine Kommentare und Aussagen können von jedem Interessierten im Internet recherchiert und Nachverfolgt werden. Zum großen Teil sind die Aussagen im Internet noch viel brisanter.
    Ich bin auch fur Naturschutz ,Tierschutz ,Umweltschutz . Aber alles muß so angefa0t werden ,das auch alle mitmachen. Wir haben rund um das Dteinhuder Meer einen Naturschutzgürtel von bis zu 50 Kilometer Bfeite-Die Menschen ,die zur Naherholung navh Steinhude kommen haben vom ehemaligem Schäkerlager bis zu den Strandterassen einen Weg am Meer entlang von 800 Metern!!!
    Lch will mit meinen Kommentaren nur Diskussionen anregen und bin jederzeit zu Aussprachen bereit. Ich bin 76 Jahre alt und versuche meine Lebenserfahrung einzubringen .in erster Linie um durch Kommentare und Diskussionen alle Meinungen zu erfahren und einzuordnen. Ich schreibe aus Lebenserfahrungen und Recherchen im Internet. und ich schreibe niemals unter Pseudenym ,immer und überall unter :
    Georg Braunroth , Alter Damm 1A in Bokeloh Mail: braunroth@aol.com; . Ich lese alle Gegenargumente und bin auch jederzeit zu persönlichen Diskissionen bereit
    NS.: 10000 (zehntausend) Liter Heizöl kosten momentan 17.500,00 €uro Und wer nur die Hälfte alsd
    5000 Liter braucht ist noch mit 8.750,00 €uro dabei. Dazu kommen hohe Strom-,Bezin-,und Lebensmittelkosten usw,usw, . Über 2/3 tel – der Rentner können das nicht mehr aufbringen .die anderen nur mit Mühen. Ich rede jetzt nicht von den Intendanten von ARD und ZDF , sondern Normalbürgern. . Ich bringe das nur um auch alle (Natur- Umwelt- ) Schützer aufzurufen bei unseren Regierungen (Land- und Bund-) anzumahnen ,wofür Sie gewählt wurden und was Sie in Ihrem Amtseid geschworen haben. Unsere Regierung kann und muß die Preise der Grundversorgungen übernehmen und Deckeln. Unser Kanzler , – rot und gelb – versuchen das auch ,werden aber von den GRÜNEN total ausgebremst, weil diese momentan als Regierungsmitglieder Ziele im Umweltschutz sofort umsetzen wollen .Aber sofort –oder am besten gestern — ist der falsche Weg. Wenn das Volk in eine gewisse Armut gedrängt wird ,wird es nach Neuwahlen schreien und dann sind die V erfechterv des Umweltschutzes nicht nur raus — dann haben sie auch uhr Ziel nicht erreicht.

  • Birgit sagt:

    Fatal ist, dass Gesetze, Beschlüsse oder Erlasse von denen getätigt werden, deren Habitus Armut wohl kaum kennt, die sich wohl kaum für den Naturerhalt auf die Straße stellen würde und deren Nutzen man oft in fragwürdiger Weise betrachtet.

    Großartige Reden, deren Inhalt keine leeren Jutesäcke füllt, Elend wohl kaum am eigenen Leib erfahrend, dahingestellt sei, wo die Fachkompetenz zu Aussagen, die dahergesagt, angeeignet wurde. Lobhudelei auf das eigene Selbst, gespieltes Mitleid mit Anderen, deren Not man sowieso nur aus der Zeitung kennt, die Drückeberger, wenn es um Abschaffung von Tierleid, den sozialen Wohnungsbau und Verabschiedung von naturschadenden Projekten geht, ein Possenspiel, einfach nur traurig. Aussitzen ist bequemer als Handeln.

    Ein Almosen in Zeiten der Inflation, ein Zuckerbrot, schnell dahingeworfen, wo anschließend die Peitsche fliegt wie die vielen horrenden Rechnungen, die eine große Klientel nicht mehr zu zahlen vermag. Doch es wird hingenommen, nur im heimischen Raume oder am Stammtisch geklagt, und nicht da, wo es sein soll.

    Wie eine arme Herde Kühe auf dem Weg in die Ungewissheit. Innerlich wohlwissend, doch bleiern und schweigend.

  • Lydia Bertani sagt:

    Wirkliche Umweltschützer fallen vor allem durch ihre wirklichen Taten auf. Die, die vorzugsweise belehrend auftreten, sind in aller Regel nur eitle Selbstdarsteller, denen es allein um ihre vermeintliche, moralische Überlegenheit geht.
    Das merkt eigentlich jeder, denn der üble Beigeschmack lässt sich auch mit noch so viel geheuchelter Pseudo-Empathie nicht überdecken.

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