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Einstimmig: Martin Pavel ist CDU-Bürgermeisterkandidat

20.03.2021 • Redaktion • Aufrufe: 1084

Einstimmig nominiert: Martin Pavel ist nun offiziell CDU-Bürgermeisterkandidat …

20.03.2021
Redaktion
Aufrufe: 1084

Die Wunstorfer CDU hat Martin Pavel gestern Abend einstimmig nominiert. Mit einem 15-Punkte-Programm wird der frischgebackene CDU-Bürgermeisterkandidat überraschend konkret: Ehrenamt und Radfahrer sollen unter anderem profitieren.

Martin Pavel ist Bürgermeisterkandidat

Mit Corona-Abstand, aber umso engerer Unterstützung: Martin Pavel (rechts) wurde einstimmig nominiert | Foto: Achim Süß

Wunstorf (as/ds). In einer Versammlung unter Corona-Bedingungen hat die Wunstorfer CDU den Parteivorsitzenden Martin Pavel zum Bürgermeister-Kandidaten nominiert. Für den 35-jährigen Ratsherrn stimmten alle 32 stimmberechtigten Mitglieder. Nach der Wahl von Carsten Piellusch zum Kandidaten der SPD am Donnerstag stehen damit nun zwei Bewerber für das Bürgermeisteramt fest. Die Grünen wollen heute entscheiden, und Peter Hoedt sammelt noch Unterstützerunterschriften. Pavels 15-Punkte-Programm wurde ohne Debatte abgesegnet. Zwei Ziele daraus: Die Hindenburgstraße soll Radweg zum Bahnhof werden und eine Ehrenamtskarte soll Vergünstigungen bringen.

Einstimmigkeit

In der Pausenhalle des Gymnasiums war Pavel am Freitagabend der einzige Bewerber. Nach einer kurzen persönlichen Bewerbung erläuterte er sein Programm. Es wurde ohne Diskussion von der Versammlung akzeptiert. Auch der Wahlvorgang, geleitet von der Fraktionsvorsitzenden Christiane Schweer, war reine Formsache: keine Fragen, keine Aussprache. Pavel wurde von allen Stimmberechtigten in geheimer Abstimmung gewählt. Die Mitglieder saßen mit deutlichem Abstand voneinander auf Stühlen und stimmten auch dort ab. Wahlkabinen waren vorbereitet worden.

Besser geht’s nicht Martin Pavel

„Besser geht’s nicht“, kommentierte Pavel sein Wahlergebnis und startete sofort in den Wahlkampf. Unter starkem Applaus wies er eine Äußerung des SPD-Kandidaten Carsten Piellusch von Donnerstag zurück. Das Rathaus gehöre allen Bürgern der Stadt. Es sei nicht richtig, dass Piellusch daraus ein „rotes Rathaus“ machen wolle. Da Gesang zu Corona-Zeiten nicht zulässig ist, spielte Christiane Schweer die Nationalhymne zum Ausklang am Flügel.

Pavel überschreibt sein Programm „Entscheiden, Anpacken, Umsetzen.“ Als Bürgermeister möchte er Wunstorf und die Ortsteile „weiterentwickeln, noch lebenswerter machen und die Bürgerbeteiligung stärken“. Seine konkreten Ziele: 250 Bauplätze im gesamten Stadtgebiet in den nächsten fünf Jahren, Kinderbetreuung für alle Familien, W-LAN und modernste Technik in allen Schulen, alle Heizungen in öffentlichen Gebäuden auf erneuerbare Energie umrüsten, Solaranlagen und bessere Dämmung einbauen.

Weniger Autos, Steuergeld für die Wirtschaft, Online

In seinem „15-Punkte-Plan“ macht Pavel teils weitere sehr konkrete Vorschläge, welche Ziele er nach einem Wahlsieg verfolgen will. So soll etwa die Hindenburgstraße ein Radschnellweg werden, um die Wege zum Bahnhof und zum Hölty-Gymnasium attraktiver und sicherer zu machen. Das wäre nach allgemeinem Verständnis etwas anderes als eine Fahrradstraße, auf der Autos fahren dürfen und Radfahrer nur Vorrang haben – sondern tatsächlich ein primärer Radweg. Auch den Ampeln in der Stadt will Pavel zu Leibe rücken und diese konsequent durch Kreisverkehre ersetzen, wo es möglich ist.

Verkehrskreiseltafel

Mehr Kreisverkehre sollen die Ampeln in Wunstorf ersetzen | Foto: Daniel Schneider

Pavel will außerdem junge und innovative Unternehmen mit gezielter Förderung aus der Stadtkasse anlocken, und eine „31515-Online-Plattform“ ins Leben rufen, um etablierte Unternehmen zukunftsfest zu machen. Er nennt das eine eigene „Handelsplattform aus Wunstorf für Wunstorf“. Auch das Rathaus soll vollends digital werden: Alle Anliegen sollen auch online erledigt werden können. Für die Bürgersprechstunde sucht er nach einer modernen Alternative – monatliche Online-Kontakte sollen beitragen, Bürokratie abzubauen und Bürgerbeteiligung zu stärken. Den Breitband-Ausbau will der CDU-Kandidat „massiv vorantreiben“, „im Zweifel auch ohne finanzielle Förderung Dritter“.

Das Ehrenamt will Pavel stärken, indem eine „Wunstorfer Ehrenamtskarte“ eingeführt wird, die Inhabern Vergünstigungen wie z. B. ermäßigten Eintritt in Schwimmbädern ermöglicht. Ein fester Ansprechpartner in der Verwaltung soll sich um die Belange der Ehrenamtlichen kümmern.

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Kommentare


  • T. Gilde sagt:

    Einstimmig, ha, ha, ha! Wie zu Walters und Erichs seligen Zeiten. Der Sauerstoffmankel unter dem Merkellappen hat ganze Arbeit geleistet.

  • T. Gilde sagt:

    Sauerstoffmangel natürlich. Die Autokorrektur weigert sich standhaft dieses Wort überhaupt einzugeben.

  • Joachim Begerow sagt:

    Hallo Herr Pavel,
    nun weiß ich ja nicht, ob Sie Ihre Vision von der Umgestaltung der Hindenburgstraße (sofern diese dann überhaupt noch so heißen wird… siehe Hannover!) zum „Fahrradschnellweg“ schon einmal öffentlich präzisiert haben. Wenn ich mir dies vorstelle, kommt mir gleich ein ganzer „Strauß“ an Fragen in den Sinn: Wie stellen Sie sich denn dann die Erreichbarkeit des Hölty-Gymnasiums mit Schulbussen vor? Wie sollen die Anlieger der Hindenburgstraße dann noch ihre Grundstücke per Kfz. erreichen? Wo wollen Sie Ersatz schaffen für die dringend benötigten Pendler-Parkplätze auf der Zufahrt zum Bahnhofsgebäude? Mit Verlaub: Wenn Sie diese drei Fragen hier durch eine Antwort halbwegs plausibel beantworten können, dann wäre ich wirklich nachhaltig von Ihren Fähigkeiten beeindruckt. Momentan denke ich jedoch, dass die Realitätsnähe dieses Planes derjenigen sehr nahe kommt, die die Reaktivierung einer Bahnstrecke nach Steinhude propagiert. In seinem Wahlkampf vor seiner ersten Wahl zum Bürgermeister dieser Stadt hat Herr Eberhardt um die Jahreswende 1998/99 prophezeit, dass in seiner Amtszeit die Nordumgehung in Betrieb genommen werde. Das Ergebnis ist bekannt. Werter Herr Pavel, glauben Sie allen Ernstes, dass die Anlieger der Hindenburgstraße deren Umwidmung in einen Radschnellweg klaglos (und dies meine ich durchaus auch im juristischen Sinne!) hinnehmen werden? Auf Ihre etwaige Antwort bin ich höchst gespannt!

    • Harald Brandes sagt:

      Ich kann mir gut vorstellen wie Herr kappe Edeka sich über solche Ideen freut h brandes

    • Gilbert sagt:

      Sehr geehrter Herr Begerow,

      SIE sind mir zuvorgekommen ;-)

      Genau dieselben Fragen habe ich Herrn Pavel auch stellen wollen.
      Und an Herrn Brandes: Auch hier sehe ich nicht, dass sich der Einzelhandel und die spärlich gesäten Gewerbetreibenden, die in der Hindenburgstraße ansässig sind, von dieser Idee begeistert sein werden. Und das aus gutem Grund: Ihre Existenz ist durch diese „grüne“ Idee bedroht !

      In einer Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Wunstorf vor längerer Zeit legte die Mehrheitsgruppe aus SPD / Bündnis 90 – Die Grünen / FDP einen Antrag vor. Inhalt: Auf der Nordseite der Hindenburgstraße zwischen dem Hölty-Gymnasium und der Kreuzung Hindenburgstraße / Südstraße sollte eine Fahrradspur (vgl. Barnestraße) markiert werden.
      Die Opposition hätte dagegen gestimmt; und die Mehrheitsgruppe wäre in dieser Sitzung des Ortsrats „unterlegen“ gewesen, da mehrere ihrer Mitglieder nicht anwesend waren.
      Die Mehrheitsgruppe hatte daraufhin nach kurzem „Durchzählen“ den Antrag schlauerweise zurück gezogen.
      Fahrradspur – Pustekuchen!
      Und jetzt will Herr Pavel aus der Opposition, sollte er im Herbst zum Bürgermeister gewählt werden, die Hindenburgstraße komplett zur Fahrradstraße machen?
      DAS soll uns mal DER EINE (Martin Pavel) erklären !!!

  • Martin Pavel sagt:

    Hallo Herr Begerow, hallo Herr Brandes, hallo Nutzer „Gilbert“, ich freue mich sehr darüber, dass über meinen Ansatz diskutiert wird. Ich glaube, dass wir uns alle einig sind, dass die jetzige Situation entlang der Hindenburgstraße schlecht und unsicher für Radfahrerinnen und Radfahrer ist und verbessert werden muss – Bedenken und Sorgen hin oder her. Nichts zu machen ist aus meiner Sicht die schlechteste Lösung.

    Daher will ich Sie gern einladen, uns per Videokonferenz mal dazu auszutauschen, wenn Sie Lust haben.

    Bitte nutzen Sie dazu mein Kontaktformular auf meiner Website

    http://www.Martin-Pavel.de

    Ich organisiere den Rest.

    Mit freundlichen Grüßen
    Martin Pavel

    • Joachim Begerow sagt:

      Guten Morgen Herr Pavel (und natürlich auch alle anderen an dieser Thematik Interessierten),
      zunächst freue ich mich, dass Sie prompt auf meinen Kommentar (und natürlich auch diejenigen der anderen „Kommentatoren“) regiert haben und bedanke mich dafür!
      Weniger gut finde ich allerdings die Idee einer Videokonferenz. Einmal ganz abgesehen davon, dass ich mich als Ruheständler und computertechnisches „Greenhorn“ ohne fremde Hilfe völlig überfordert fühle, an einer Videokonferenz teilzunehmen, finde ich diese Option indes auch im Interesse einer meines Erachtens öffentlich zu führenden Diskussion nicht wirklich zielführend. Vielleicht kann ja die „Auepost“ gerade hierzu eine separate Forumsseite einrichten….
      In der Sache selbst: Ich maße mir gewiss nicht an, die Behauptung aufzustellen, dass die derzeitige Situation in der Hindenburgstraße für Radfahrerinnen und Radfahrer optimal sei (dies ist sie ganz gewiss nicht!), aber ich halte sie bei weitem nicht für derart schlimm wie in der Barnestraße, denn: wenn ich als Radfahrer*in aus Richtung Nordstadt, Oststadt/Luthe/Blumenau oder auch aus Richtung Barne/Kolenfeld dem Bahnhof oder dem „Hölty“ zustrebe, dann würde jedenfalls ich andere Routen nutzen. Bleiben die Radler*innen aus Richtung Altstadt/Westerende, denn selbst diejenigen, die aus Ortschaften des „Butteramtes“ diesen Zielen zustreben, dürften eher den Weg über den Auedamm nehmen. Deshalb zumindest ein „dickes Fragezeichen“ hinter die Frage der Notwendigkeit einer solchen Radwegschnellstrecke. Soviel zunächst zur Frage der Notwendigkeit.

      Abschließend noch einmal an die Adresse der „Auepost“-Redaktion die Frage bzw. Bitte, ob es nicht möglich sei, hier ein Forum einzurichten, vielleicht sogar ein solches zur Bürgermeisterwahl (bewusst ohne *, da jedenfalls bislang keine Frau ihren Hut in den Ring geworfen hat – was ich (nebenbei bemerkt) ausgesprochen schade finde. Wo sind all die Wunstorferinnen, die mehr Führungsverantwortung für die Angehörigen ihres Geschlechts reklamieren?

      • Hi Herr Bergerow, vielen Dank für Ihre Anregung eines Forums oder Ähnlichem. Das halte ich als Herausgeber derzeit leider für kaum realisierbar, denn damit würden wir nur noch eine „Baustelle“ und uns weitere „Arbeit“ aufbürden. Wir machen die Auepost wirklich mit viel Leidenschaft und Herzblut, aber auch für uns hat der Tag nur 24 Stunden. ;-)

        • Joachim Begerow sagt:

          Hallo Herr Baschetti, vorab vielen herzlichen Dank für Ihre Reaktion als solche! Ich hätte es – ehrlich gestanden – nicht erwartet, dass Sie und Ihr Team „quasi ehrenamtlich“ arbeiten müssen. Wie Ihnen sicherlich nicht entgangen sein wird, habe ich jüngst „Feuer gefangen“ für Ihre Publikation, und ich denke und hoffe, dass ich da keineswegs der Einzige bin, zumal ich – leider! – den Eindruck habe, dass das Niveau Ihrer Konkurrenz in Papierform dem Trend von deren Serviceleistungen folgt, die kontinuierlich immer weiter `runtergefahren werden! Dies dürfte zugleich Ihre Chance sein, auch solche „altbackschen“ Anhänger von Zeitungen aus Papier wie mich neu zu binden und als Folge mehr Inserate zu aquirieren. Immerhin habe ich mit wirklich sehr großer Freude feststellen können, dass Sie ein Wunstorfer Journalistenurgestein (wenn ich diesen Herrn mal so nennen darf) für Ihr Redaktionsteam gewinnen konnten. Ich wünsche der „Auepost“ so viel Erfolg, dass aus der ehrenamtlichen „Berufung“ des Teams irgendwann einmal auch ein Beruf werden kann!

    • Homberti sagt:

      Mahlzeit Herr Pavel und alle anderen,
      ich habe mir soeben ihr „ausführliches Wahlprogramm“ durchgelesen und muss leider sagen: Ich bin maßlos enttäuscht! Die einzelnen Punkte hier zu debattieren würde den hier zur Verfügung stehenden Rahmen sprengen, daher fasse ich mich mal kurz: Über 90% von dem was Sie fordern/wollen/vorhaben ist nichts weiter als Wahlkampfgetöse! Es wird/kann nicht klappen! Siehe Nordumgehung! Was Sie im Wahlprogramm für die Zeit bis 2026 erreichen wollen ist völlig utopisch! Hinzu kommt leider noch dass Sie mit diesem Wahlprogramm ganz deutlich zeigen was hier in Wunstorf in den letzten 20 – 30 Jahren alles NICHT geschafft wurde aber eigentlich nötig gewesen wäre. Und was mir persönlich am meisten sauer aufstößt: Im „Wahlprogramm“ kommt nicht ein einziges Mal das Wort „Transparenz“ vor! Halten Sie die Bürger für nicht mündig genug? Ich als Steuerzahler möchte z.B. wissen was mit meinem Geld geschieht! Z.B. Veröffentlichung von Verträgen die die Verwaltung abschließt. So etwas dient dann auch dazu etwaigen „Interessenkollisionen“ vorzubeugen.

      Die Idee einer Videokonferenz ist nicht schlecht, aber aus denselben Gründen wie bei Herrn Begerow mit mir so nicht machbar. Außerdem sehe ich meinen Diskussionspartnern lieber real als virtuell in die Augen .
      Schönen Tag noch an Alle, und bleibt gesund !

    • Basti g. sagt:

      Guten Morgen Herr pavel ! Die radfahrer gefährden sich doch selbst indem sie mit ihren alten bahnhofsfahrrädern und e-rollern ohne Licht usw. Jeden Tag richtig Bahnhof und zurück unterwegs sind und die Polizei kontrolliert dieses zu selten ! Was sinn machen würde wären rote fahrradfahrstreifen wie auf der barnestr und ein parkverbot auf dem gesamten grünstreifen ! Und zur Sicherheit könnte man vor dem Schlachter ludewig ja mal die großen 2×2m großen Löcher neben dem gehweg zupflastern . also die strasse komplett als fahrradstrasse zu machen damit wären sie ja gegen die wunstorfer Wirtschaft ich denke das ist nicht ihr Weg oder ?

  • Norbert R. sagt:

    Wieso geht denn die CDU Wunstorf mit Herrn Pavel ins Buergermeisterrennen, der hier kaum oder überhaupt nicht bekannt ist? Wo sind denn die CDU-Groessen Heidorn und Uebelmann, oder die Dame Schweer, die allesamt in der Wunstorfer Bevölkerung bekannter sind als dieser Herr Pavel?

  • Berndt Günther sagt:

    Wer sich in Wunstorf auskennt, weiß wie er sich Sicher per Fahrrad ohne eine Hauptverkehrsstraße zu nutzen bewegt und unteranderem zum Bahnhof fährt!
    Für die Sicherheit im Straßenverkehr gibt es die StVO, die für alle Verkehrsteilnehmer gilt! Fahrradfahrer, die täglich als gefährliche Geisterfahrer unbelehrbar unterwegs sind, brauchen definitiv lt. StVO keine Fahrradwege und Radfahrschnellwege! Sie gefährden sich in unverantwortlicher Weise und sind für alle Verkehrsteilnehmer eine extreme latente Gefahrenquelle. Sie diskreditieren das Ansehen derer, die sich richtig verhalten!
    Mit Verlaub, am Tag nach dem 31. März 2021 hätte ich den Plan zum Radschnellweg positiv einordnen können.

  • Georg Braunroth C D U Butteramt sagt:

    Damit stehen die Kandidaten, die sich für das Amt des Bürgermeisters profilieren wollen, fest. Ein rotes, schwarzes, grünes oder gelbes Rathaus darf es natürlich nicht geben. Der Bürgermeister hat in jedem Falle überparteilich zu sein, da er für alle Bürger der ausgleichende Ansprechpartner zu Rat- und Verwaltung sein muss. Diese Aufgabe hat R.A.Eberhardt in seiner Amtszeit gut gemeistert. Den neuen Kandidaten verbleiben ja noch einige Monate, um Ihre persönlichen Vorstellungen, wie sie das Amt führen wollen und was sie als wichtigste Aufgaben der Stadt mit mee(h)r sehen, uns allen vorzustellen.
    Mit uns allen, meine ich nicht nur die Kernstadt, sondern auch. und in erster Linie die zum Ort gehörenden kleinen und größeren und großen Gemeinden, die in den ganzen Jahren mehr oder weniger unter -ferner liefen – behandelt wurden.
    In Bokeloh haben wir (Zukunft- Bokeloh) vor einem Jahr unseren Dorfladen gegründet, erstellt. gekauft und eröffnet. Der von der Stadt dazugegebene Anteil war nicht berauschend.
    Ich (auch Zukunft Bokeloh), setze mich seit Jahren für neue und größere Baugebiete in Bokeloh und im Butteramt ein. Wir müssen unsere Infrastruktur unbedingt verbessern,
    Wir haben keine größere Gaststätte mit Saal, für Veranstaltungen, Feiern, Vereinszusammenkünfte usw. mehr am Ort.
    Wir haben auch kein Dorfgemeinschaftshaus wie alle anderen Ortsteile. Alle Vorschläge, wie Übernahme des Dorfkruges, Übernahme der Scheune (Hof Kleina), Umbau und Vergrößerung (oder Abriss und Neubau) des TSV-Heimes worden verworfen oder nicht weiterverfolgt. Beim Neubau des TSV-Heimes können auch Räume für die Betreuung der Schüler der Grundschule mit eingebaut werden.
    Die Planung und Erstellung eines Dorfgemeinschaftshauses und die Erschließung neuer und sehr großer Baugebiete müssen als nächstes umgehend in Angriff genommen werden.
    In Steinhude ist es umgehend nötig, das Uferstück neben der Lütjen Deile bis zum Habenburger Kanal für den Naherholungsverkehr zu erschließen. Der Ort ist an Wochenenden und schönen Tagen total überlaufen.!!!!
    Auf der Mardorfer Seite findet die Naherholung kilometerweit, zwischen dem Ort Mardorf und der Alten- und Neuen Moorhütte statt. — in Steinhude von den Strandterassen und dem ehemaligem Schäker Lager (Ca. 800 m). Steinhude wollte und sollte Naherholungsort werden, ist es geworden und das ist gut so.
    Aber der Ort ist total überlaufen und zugeparkt… Um das zu ändern, muss das Uferstück –Lütjen Deile bis Hagenburger Kanal für die Naherholung erschlossen werden. . Die Parklätze dahinter, bis zu den Strandterassen entsprechend erweitert werden. Zur Finanzierung wird eine gebündelte Park- und Naherholungsgebühr erhoben. Wir werden nach CORONA noch viel mehr Interessenten für die Naherholung haben. Da Naherholung auch im Sinne des Umweltschutzes ist, müssen der Großraum Hannover und die EU an den Aufwendenden im hohen Maße beteiligen.
    Die Stadt pant eine Erneuerung und den entsprechenden Umbau des Hallenbades für 20 (zwanzig) Millionen Euro
    Nach der Ausführung Söll eine doppelt oder drei Mal so Hohe Besucherzahl das Bad aufsuchen. Der Zuweg über die Barne ist schon heute eine Mausefalle. In der Kolenfelder Str. wurde ein neuer Kreisel mit Abzweigung Richtung Hallenbad erstellt. ..
    Dieser neue Zufahrtsweg zum Hallenbad wurde 500 m vor dem Bad beendet., warum???
    Mir wurde erklärt, dass im Zuge der damaligen Bebauung festgelegt wurde, — Kein Durchgangsverkehr durch das Baugebiet —
    Wie kann man solche Nutzungen festlegen, ohne zu wissen, wie sich eine Stadt weiterentwickelt???

  • Joachim Begerow sagt:

    Sehr geehrter Herr Braunroth,
    ich stimme Ihnen selbstverständlich in Ihrer Einschätzung zu, dass der amtierende Bürgermeister es während seiner mehr als zwei Jahrzehnte währenden Amtszeit quasi zu seinem Credo gemacht hat, sozusagen parteiübergreifend das Stadtoberhaupt aller Wunstorferinnen und Wunstorfer sein zu wollen. Dass ihm dies zumindest weitgehend gelungen ist, wurde nicht zuletzt dadurch dokumentiert, dass die SPD sowohl bei seiner zweiten Wahl im Jahre 2006 als auch bei seiner dritten im Jahre 2014 keine(n) Gegenkandidat*in aufgestellt hat. In 2006 warf immerhin Herr Girod von Bündnis 90/Die GRÜNEN seinen Hut in den Ring und sorgte für eine Wahl, die dem Anspruch dieses Begriffes gerecht wurde. In 2014, als niemand gegen Herrn Eberhardt antrat, war es stattdessen eine reine Abstimmung mit „Ja“ oder „Nein“ zu seiner Kandidatur um das Bürgermeisteramt. Ich finde es ausgesprochen positiv, wenn es jetzt mindestens vier Kandidaten gibt (zumindest bislang leider keine Kandidatin – dies sage ich als Mann!). Da drei davon von ihrer jeweiligen Partei nominiert worden sind, liegt es doch in der Natur der Sache, dass jeder von ihnen im Falle seiner Wahl darum bemüht sein wird, politische Ziele der eigenen Partei so weit durchzusetzen, wie es die dann parallel neu entstehenden Mehrheitsverhältnisse im Rat zulassen. Ich finde dies absolut legitim! Wenn dies nicht erwünscht ist, möge sich eine politische Mehrheit im niedersächsischen Landtag finden, die den bis Mitte der 90er Jahre geltenden Dualismus eines (unpolitischen) Stadtdirektors und eines ehrenamtlichen (politischen) Bürgermeisters wieder einführt! Und by the way: Wenn Herr Eberhardt nach den Kommunalwahlen im September seinem Ziel entsprechend ein Mandat für die Regionsversammlung erringen sollte, dann wird er dort (wo ein sehr viel rauheres „Klima“ herrscht als im Wunstorfer Rat) auch die parteipolitischen Ziele „seiner“ CDU vertreten (müssen).

    • Sehr geehrter Herr Begerow
      Ich danke für Ihre Antwort, sehe aber einiges, vielleicht auch aus jahrelangen Erfahrungen, anders. Jeder Ort, ob kleines Dorf oder Großstadt besteht aus Bürgern, ob parteilich oder parteilos oder sonst wie eingefärbt, sie wollen alle vertreten werden. Um eine angemessene Vertretung zu gewährleisten, wir der Rat gewählt. Der sollte somit eine politische, parteigebildete Grundrichtung in die Führung eines Ortes einbringen. Der Stadtdirektor steht an der Spitze der Verwaltung, und wenn die Verwaltung nach Können und nicht politisch besetzt wird, wie es normalerweise sein sollte, dann sollte der Stadtdirektor auch unpolitisch auftreten. Der Bürgermeister ist, wie der Name schon sagt BÜRGERmeister und somit das wichtigste Bindeglied zwischen RAT- und VERWALTUNG. Er sollte nicht nur,ermuß unparteiisch und überparteilich sein.
      Bei Einer gutgewählten und eingesetzten Verwaltung, kann man auf den Stadtdirektor verzichten,
      Ein Bürgermeister (eigentlich Oberbürgermeister, wie in Wunstorf, mit mehreren Ortsbürgermeistern — was aber auf jeden größeren Ort zutrifft) wird es natürlich nicht „Ehrenamtlich „geben. Das ist mehr als ein Vollzeitjob, der volle Erfahrungen in der Verwaltung voraussetzt und möglichst von einem Juristen besetzt sein sollte. Ein Angehöriger, egal welcher Partei, der Bürgermeister werden will, muss seine Partei nicht verlassen.
      Er muss aber in seinen Vorstellungsgesprächen klar erkennen lassen, dass er überparteilich arbeiten will und wird. Wir brauchen in Wunstorf kein eingefärbtes Rathaus, egal welcher Couleur — wir brauchen ein Rathaus für alle Bürger. Und das hat Rolf-Axel Eberhardt in seiner Amtszeit gut im Griff gehabt —
      Ich lese gern auch andere Meinungen.

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