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Ortsrat Wunstorf rudert zurück: Barnewäldchen-Weg soll nun doch erhalten werden

07.09.2023 • Redaktion • Aufrufe: 1352

Der Ortsrat Wunstorf möchte einen parallelen Schotterweg zusätzlich zur gepflasterten Route am Barnewäldchen erhalten – der ehemalige Trampelpfad soll doch nicht neu mit Bäumen bepflanzt werden.

07.09.2023
Redaktion
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Barnewädchenweg-Wiedereröffnung
Parallel zum eigentlichen Pflasterweg existiert hinter den Bäumen noch ein Waldweg in dieselbe Richtung (Archiv)

Wunstorf (as/ds). Während der Sitzung des Ortsrates Wunstorf am gestrigen Mittwochabend wurde eine unerwartete Kehrtwende gezogen: Ursprünglich hatte die Mehrheit der Ortsratsmitglieder den Plänen zugestimmt, die die Verwaltung im April vorgelegt hatte: Der verbreiterte inoffizielle Waldweg-Trampelpfad, der das Barnewäldchen einmal auf fast voller Länge durchzieht und während der Sanierungsarbeiten von Spielplatz und Wegen am Barnewäldchen zur Baustellenzufahrt ausgebaut worden war, sollte der Natur zurückgegeben werden.

Beide Wege werden gern genutzt

Aber nun will man den Weg doch erhalten – denn mittlerweile scheinen die veränderten Rahmenbedingungen offensichtlich geworden zu sein: Der danebenliegende gepflasterte Weg wird seit der Sanierung inzwischen vor allem von Radfahrern genutzt, die dort mit hohem Tempo unterwegs sind und damit sogar ganz neue Problemstellungen aufwerfen. Spaziergänger, vor allem Hundebesitzer, die mit ihren Tieren Gassi gehen, wählen für ein gemütlicheres Tempo meist lieber den unbefestigteren Weg im Wäldchen. Es ist die bevorzugte Strecke, um ein wenig Waldluft zu schnuppern, statt nur von A nach B zu gelangen.

Barnewädchenweg-Wiedereröffnung
Der linke Weg sollte eigentlich zurückgebaut werden (Archiv)

Dieser Parallelweg soll nach dem Willen des Ortsrates nun doch erhalten werden. Die Verwaltung wird demnach aufgefordert, neu zu planen und den Waldweg als wichtige Verbindung aufrechtzuerhalten. Zustimmung gab es dafür im Ortsrat von allen Seiten – alle waren sich einig, dass der Weg erhalten bleiben solle. Man habe die Situation zunächst falsch eingeschätzt, hieß es. Der ursprüngliche Beschluss wurde damit revidiert.

Der weiterhin existierende Weg hatte sich über die vergangenen Jahrzehnte als Trampelpfad entwickelt und war schließlich für die örtlichen Bauarbeiten an Pflasterweg und Spielplatz verbreitert, begradigt, geschottert und mit Vlies als Unterlage zur besseren Lastverteilung versehen worden. Nach dem Rückbau sollten hier nun wieder Bäume und Vegetation wachsen.

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Kommentare


  • Harald Möller sagt:

    Hundebesitzer wie auch Spaziergänger sollen dann auf dem Schotterweg gehen? Nur weil die Fahradfahrenden weiterhin Rennen auf der neu geschaffenen „Autobahn“ durchführen dürfen? Ist echt irre! Welche Gedanken gehen in den Köpfen der Entscheider vor? Es wird dann so bleiben wie es jetzt schon ist. Auf beiden Wegen wird Rad gefahren und zwar so schnell und so rücksichtslos wie es irgendwie geht.
    Vielleicht schaut unser Bürgermeister oder der Ortsrat morgens zum Hauptverkehrszeit mal vorbei und versucht dort spazieren zu gehen.
    Harald Möller

    • Andreas R. Niepel sagt:

      @Harald Möller: Sie schreiben u.a. „Auf beiden Wegen wird Rad gefahren und zwar so schnell und so rücksichtslos wie es irgendwie geht.“
      Möchten Sie mit Ihrem Beitrag den ursprünglich beschlossenen Rückbau, so dass nur noch der Pflasterweg vorhanden ist?
      Der gestern einstimmige Beschluss, nun keinen Rückbau zu wollen, folgt der Überlegung:
      bei einem bestimmten Verkehrsaufkommen ist es besser, zwei Wege zu haben, als nur einen, weil sich die Belastung verteilt.
      Damit sollte doch letztlich in Ihrem Sinn entschieden worden sein.

      An der Problematik schneller Radfahrer wird gearbeitet; einige Ideen wurden bei der Ortsratssitzung bereits geäußert.

  • Lydia Bertani sagt:

    Wie man am Foto bereits gut erkennen kann, wird sowohl der gepflasterte Weg, als auch der „Barnewäldchen-Weg“ von Radfahrern benutzt. Spaziergänger wissen das auch aus eigener Erfahrung.

    Stimmt der Ortsrat solange ab, bis das Ergebnis den Wünschen nicht genannter Dritter entspricht? Das dieser von ganz alleine einen vollständigen Sinneswandel vollzieht, scheint mir unwahrscheinlich, da sich an der Gesamtsituation bisher nichts geändert hat.

    • Andreas R. Niepel sagt:

      @Lydia Bertani: Sie schreiben u.a. „Stimmt der Ortsrat solange ab, bis das Ergebnis den Wünschen nicht genannter Dritter entspricht?“
      Nein, so einfach ist das nicht mit dem „Abstimmen“.
      Beschlüsse erfolgen anhand von sog. Beschlussvorlagen, die von der Verwaltung erstellt werden; diese Beschlussvorlagen gehen i.d.R. durch mehrere Gremien, wie z.B. Ortsrat, Bauausschuss, Stadtrat.
      Erst im Stadtrat erfolgt der verbindliche Beschluss (unter Berücksichtigung der vorherigen Abstimmungen in den Gremien).

      Sie schreiben weiter „… einen vollständigen Sinneswandel vollzieht, scheint mir unwahrscheinlich, da sich an der Gesamtsituation bisher nichts geändert hat.“

      Nun, jedem sei gestattet, beim Vorliegen neuer Erkenntnisse zu einer anderen Entscheidung zu kommen; es ist doch gut, wenn es Lernfähigkeit und Flexibiltät (allerdings zu unterscheiden von „Fähnchen in den Wind hängen“) gibt.

      Die Gesamtsituation, die Sie beklagen, hätte sich durch den Rückbau geändert – allerdings zum Schlechten, denn (siehe vorherige Antwort): „bei einem bestimmten Verkehrsaufkommen ist es besser, zwei Wege zu haben, als nur einen, weil sich die Belastung verteilt.“

      Wollen Sie den ursprünglich beschlossenen Rückbau?

      • Lydia Bertani sagt:

        Was hat der ursprünglich geplante Rückbau mit dem Problem zu tun, dass auf beiden Wegen mit rasenden Radfahrern zu rechnen ist?
        Daher sehe ich Ihre Frage „Wollen Sie den ursprünglich beschlossenen Rückbau?“ als rhetorischen Trick an.
        Es geht wohl vielmehr um eine wirksame Lösung.
        Hier wurde vorher wie nachher nur vom abstimmenden Ortsrat gesprochen. Hat dieser demzufolge nichts zu melden, wird nur genannt, weil sich die anderen Gremien, die tatsächlich bestimmen, dahinter verstecken, solange es ihrer Meinung entspricht?

  • Andreas R. Niepel sagt:

    @Lydia Bertani: Sie schreiben u.a. „… mit dem Problem zu tun, dass auf beiden Wegen mit rasenden Radfahrern zu rechnen ist?“
    Zuerst gar nichts, denn es gab die Beschlussvorlage 66. 2023/0086 über „Weg am Barnewald – Änderung der Beschilderung Spielplatz Spitzwegstr. …“
    Die Vorlage finden Sie im Ratsinformationssystem der Stadt Wunstorf; dann sehen Sie auch folgendes:
    „Beschlussvorschlag: Es sollen auf dem Weg am Barnewald in Höhe des Spielplatzes Spitzwegstraße beidseitig des Spielplatzes versetzte Halbschranken aufgestellt werden, um den auf dem Weg verkehrenden Radverkehr zu bremsen.“

    Aber im Rahmen der Aussprache zu dieser Vorlage kam die Diskussion auf die Verkehrssituation auf Waldweg und gepflastertem Weg und natürlich auf die sehr flotten Radfahrer / E-Bikes.

    Als Resultat kam es zur Forderun, den Rückbau nicht durchzuführen, sondern die Nutzung beider Wege zu regeln.
    Daher hat der ursprünglich geplante Rückbau sehr viel mit rasenden Radfahrern zu tun.

    Das Problem „rasende Radler“ wurde mittlerweile in einem anderen Artikel der Aupost besprochen.

    Sie fragen: „Hat dieser demzufolge nichts zu melden, …“
    Ich habe es bereits in meiner letzten Antwort an Sie geschrieben, dass der Ortsrat einen Beschluss fasst, der von anderen Gremien unter ggf. anderen Aspekten besprochen wird, bevor der Stadtrat verbindlich entscheidet.
    Mir ist aus dem Stegreif kein Beschluss bekannt, der im Stadtrat gegen den Beschluss eines Ortsrates getroffen wurde. Also: ein Ortsrat hat sehr wohl etwas zu melden.

    Auch Sie können mitwirken: wenn Sie zu einem Thema eine Frage haben, können Sie bei einer Ortsratssitzung (oder auch in einem öffentlichen Ausschus) beim Tagesordnungspunkt „Einwohnerfragestunde“ diese Frage stellen (keine Stellungnahmen, Gedanken / Meinungen, Unmutsäußerungen o.ä.); wenn eine sofortige Antwort nicht möglich ist, bekommen Sie diese von der Verwaltung zugeschickt.

  • Elke sagt:

    Also, es ist immer das gleiche.
    L.B. setzt sich nicht mit den Tatsachen auseinander, hat von politischer Willensbildung schlichtweg keine Ahnung und unterstellt Manipulation, fehlende Beteiligung Gekungel und Blödheit der Entscheidungsträger und ausführenden Verwaltung.

    Diese Stimmungsmache ist unerträglich.

    • Lydia Bertani sagt:

      @Elke

      Ich finde eher Ihre der Tatsachen entbehrende, anbiedernde Darstellung amüsant.
      Ihre mir untergeschobenen Vokabeln verwende ich nicht einmal.
      Was passt Ihnen denn nicht?
      Wovon ich Ahnung habe, wollen Sie beurteilen können? Was ich angeblich unterstelle, stellen Sie fest?

      Wollen >>Sie<< etwa Stimmung machen und dies mir in die Schuhe schieben?

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