Das alte Wunstorf

Blick vom Stadtkirchturm auf die Südstraße

Blick vom Stadtkirchturm
Foto: Stadtarchiv Wunstorf, Nachlass Armin Mandel

Für heutige Augen sicher sehr ungewohnt, doch jeder, der schon einmal auf den Kirchturm der Stadtkirche gestiegen ist, dürfte die Stelle sofort erkennen. Aber auch ohne die Vogelperspektive ist das Eckgebäude sehr charakteristisch in Wunstorf. Dort, wo die Autos fahren, lagen noch viel früher die Gleise der Steinhuder Meer-Bahn, und die Dampfloks dampften vorbei. In den 1970er Jahren, als dieses Foto entstand, war die Südstraße aber schon längst dem Autoverkehr vorbehalten.

Den heutigen Marktplatz gab es noch nicht, vor der Stadtkirche befanden sich Parkplätze. Die B 441, die heute auf der anderen Seite des Rathauses verläuft, führte direkt über den jetzigen Marktplatz. Erst 1982 war damit Schluss, als der Stadtgraben fertiggestellt, die Bundesstraße nach Osten verlegt und die Fußgängerzone eingeweiht werden konnte – inklusive einem großen Teil der Südstraße.

Zum Zeitpunkt der Aufnahme konnte sich wohl auch noch niemand wirklich vorstellen, wie sehr sich diese Ecke von Wunstorf bald ändern würde. Wo vor 40 Jahren an dieser Stelle noch der Autoverkehr floss, stehen heute die Tische der Bäckerei Hanisch, und die Fußgänger haben deutlich mehr Platz als nur zweieinhalb Meter Bürgersteig, um zur “Würz-Burg” und “Hussel” zu gelangen.

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