Friedlies trifft … Birgit Zurheide

Birgit Zurheide unterstützt seit über 30 Jahren Senioren und macht ihren Lebensabend ein wenig fröhlicher und bunter. Ihr Motto lautet: „Liebe muss rotieren, dann wirkt sie besser.“

Birgit Zurheide unterstützt seit über 30 Jahren Senioren. | Foto: Friedlies Reschke 

Jeden Montag um 15:45 Uhr wird Birgit Zurheide (66) sehnsüchtig in der Seniorenresidenz Wunstorf erwartet. Dann singt sie eine Stunde mit den Bewohnern alte Volkslieder, Schlager und auch mal Gospels. Ein Gedicht rundet das Programm ab. Der Saal ist meist gut gefüllt, 20 bis 30 Stimmen warten auf ihren Einsatz.
Zurheide kennt die Vorlieben von jedem ihrer „Singkreismitglieder“. Oftmals sind einzelne Lieder mit eigenen Geschichten verbunden. „Auch demenziell veränderte Menschen können noch die Texte der alten Lieder und erinnern sich dann wieder an die Anlässe, zu denen sie die Lieder gehört und gesungen haben“, erzählt sie.
Auch wenn nicht jeder den richtigen Ton trifft – Spaß haben alle an der Liederstunde. Und wenn es mal Musikwünsche gibt, die sie nicht kennt, dann recherchiert ihr Mann Texte und Noten im Internet. So konnte sie bisher noch jeden Wunsch erfüllen. Toll wäre eine Begleitung mit Gitarre, Mundharmonika oder Akkordeon; sie hat aber noch niemanden gefunden.

Warum gerade Senioren?

Warum „arbeitet“ Birgit Zurheide ehrenamtlich für und mit Senioren? Bereits früher selbst in der Altenpflege tätig, erkrankte sie vor 35 Jahren mit gerade einmal 31 Jahren schwer an Rheuma, wurde sofort erwerbsunfähig. Trotz ihrer schweren Krankheit verlor sie nicht den Mut und wollte erhaltene Liebe weitergeben und Senioren ehrenamtlich begleiten. Daher auch ihr Motto „Liebe muss rotieren, dann wirkt sie besser“. Sie gestaltete Seniorennachmittage, etlichen Menschen sprach sie telefonisch Mut zu. Sogar ein Buch mit Hoffnungsgeschichten schrieb sie vor etlichen Jahren. Egal ob in der Gruppe oder im Einzelgespräch, jeder Mensch liegt ihr am Herzen.

„Liebe muss rotieren, dann wirkt sie besser“

„Ältere Menschen haben noch so viel mitzuteilen, und sie sind auch ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft“, sagt Zurheide. Sie will Menschen begleiten und unterstützen.
Sie fördert die älteren Menschen, fordert aber auch im Gegenzug, dass diese sich nach ihren Möglichkeiten auch einbringen. „Ich erhalte immer ganz viel zurück, mir macht es sehr viel Spaß, unterschiedliche Menschen zu treffen. Es ist ein Geben und Nehmen“, erklärt sie ihr Engagement.

Verlässlich

Seit drei Jahren besucht sie einmal wöchentlich eine 102-jährige Dame im Haus Johannes. Dazwischen telefonieren die beiden Frauen regelmäßig. Und zu erzählen gibt es immer viel.

Kontakt zur Leiterin der Seniorenresidenz, Karola Holweg, hat sie noch in der Bauphase aufgenommen. Nach der Eröffnung hat sie einzelne Bewohner besucht. Das macht sie auch heute noch, und seit über einem Jahr leitet sie jeden Montag den internen Singkreis. „Wichtig ist es, verlässlich zu sein. Ich habe noch keinen Montag verpasst“, erzählt die agile Zurheide. Unterstützt wird sie immer von einer Mitarbeiterin aus dem Haus. Zum Singen gehört auch Bewegung, daher gibt es auch stets ein Gymnastik-Lied.

Was ist Wunstorf für Birgit Zurheide?

W – wunderschöne Stadt
U – Unterhaltsam, viele Aktivitäten und Veranstaltungen, vielfältige Einkaufsmöglichkeiten
N – Natur, die Aue und auch der KRH-Park
S – Stiftshügel, schönster Platz in der Stadt
T – Transportgeschwader, ein wichtiger Arbeitgeber
O – Ortschaften in der Umgebung, nicht nur die Stadtteile, sondern auch Hannover, Bad Nenndorf. Von Wunstorf aus ist alles schnell erreicht
R – Ratskeller, aber auch die vielen anderen guten Restaurants
F – Fitnessoase, ein Fitnessstudio mit Seele

Wer auch Lust hat, Senioren oder vielleicht gar den Singkreis musikalisch zu unterstützen – Friedlies Reschke vermittelt gern den Kontakt zu Birgit Zurheide.

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