Ehrenamt und Hannover 96 aus Leidenschaft

Fried­lies trifft … Bri­git­te Fischer

Egal ob Wunstor­fer Tafel, Sozi­al­ver­band, Schüt­zen­ver­ein oder Shan­ty­chor­fes­ti­val im Hafen von Idensen – Bri­git­te Fischer ist ehren­amt­li­che Hel­fe­rin aus Lei­den­schaft.

Friedlies trifft…Brigitte Fischer
Bri­git­te Fischer – ehren­amt­li­che Hel­fe­rin aus Lei­den­schaft. | Foto: Fried­lies Reschke

Ich tref­fe Bri­git­te am Frei­tag um 12.10 Uhr im Haus der Wunstor­fer Tafel in der Neu­städ­ter Stra­ße. Zusam­men mit zehn wei­te­ren Hel­fern hat sie seit 10 Uhr den Mit­tags­tisch der Tafel vor­be­rei­tet. Seit Novem­ber 2017 kocht das Team jeden Frei­tag mit den Lebens­mit­teln, die don­ners­tags übrig geblie­ben sind. Don­ners­tag­abend sich­tet die Pro­jekt­lei­tung die Lebens­mit­tel und stellt die Menü­kar­te zusam­men. Wenn Bri­git­te frei­tag­mor­gens kommt, weiß sie noch nicht, was sie erwar­tet.

Mit dem Tafel-Virus infi­ziert

Bri­git­te ist somit schon lan­ge bei der Tafel aktiv. Mit dem „Tafel-Virus“ sei sie durch ihren lei­der viel zu früh ver­stor­be­nen Mann Bernd Fischer ange­steckt wor­den. Er war lan­ge der ehren­amt­li­che Betriebs­lei­ter. Sie half daher schon immer bei Ver­an­stal­tun­gen. Als der frei­täg­li­che Mit­tags­tisch geplant wur­de, sag­te sie sofort zu. Seit­dem fehlt sie an kei­nem Frei­tag. Sie ist für das „Put­zen und Schnip­peln“ des Gemü­ses ver­ant­wort­lich. Das eigent­li­che Kochen über­lässt sie lie­ber ande­ren.

Die gelern­te Modis­tin – sie kann Hüte „bas­teln“, lei­der ein fast aus­ge­stor­be­nes Hand­werk – wur­de in Stein­hu­de gebo­ren und wohnt schon über 50 Jah­re in Idensen. Wenn sie nicht bei der Tafel hilft, enga­giert sie sich noch im Sozi­al­ver­band, im Schüt­zen­ver­ein und auch beim Shan­ty­chor­fes­ti­val im Hafen von Idensen. Bri­git­te ist eine, die über­all gern mit­hilft und unter­stützt. Außer­dem liebt sie Han­no­ver 96. Im Sta­di­on ist sie aber schon lan­ge nicht mehr gewe­sen, sagt sie.

Eigent­lich woll­te Bri­git­te gar nicht mit mir reden, denn sie agiert lie­ber im Ver­bor­ge­nen. Wich­tig sei es ihr, zu hel­fen. Sie will nicht im Mit­tel­punkt ste­hen. Jeden Frei­tag kom­men 20 bis 40 Gäs­te zum Mit­tag­essen in das Tafel­haus. Das Essen ist kos­ten­los, aber wer will, kann aber gern spen­den. Die Grup­pe ist sehr gemischt. Beim Mit­tags­tisch tref­fen sich Men­schen, die sich sonst nie an einem Tisch tref­fen wür­den und auch nicht unbe­dingt zu Mit­tag essen gehen. Scha­de fin­det Bri­git­te, dass kei­ne Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund zum öffent­li­chen Mit­tags­tisch kom­men.

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Beim Mit­tags­tisch der Tafel tref­fen sich Men­schen, die sich sonst nie an einem Tisch tref­fen und auch nicht unbe­dingt essen gehen wür­den | Foto: Fried­lies Reschke

Ich gehe nor­ma­ler­wei­se mit­tags nicht essen, freue mich aber immer, wenn ich es schaf­fe, am Frei­tag ab 12 Uhr dabei zu sein. Es ist ein­fach ein tol­les Ambi­en­te. Und ich lie­be die Gesprä­che mit den vie­len unter­schied­li­chen Men­schen. Essen gibt es bis 13.30 Uhr“, sagt die Idense­rin.

Was ist Wunstorf für Bri­git­te Fischer

W – Wun­der­schö­ne Innen­stadt
U – Urig
N – Natur­ver­bun­den
S – Stein­hu­der Meer
T – Tra­di­ti­ons­be­wusst
O – Orga­ni­sier­tes Cha­os
R – Regi­on
F – Froh­sinn

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