Friedlies trifft...

Die Alltagshelferin

Friedlies trifft … Eleonora El Bazzal

Hauptberuflich im Alltag anderer helfen: Dass es das überhaupt gibt, war ihr einst unbekannt. Inzwischen unterstützt Eleonora El Bazzal jeden Tag viele Menschen in Wunstorf.

Eleonora El Bazzal
Eleonora El Bazzal | Foto: Friedlies Reschke

Neu-Wunstorferin Eleonora El Bazzal unterstützt als Familien- und Seniorenbetreuerin seit knapp zwei Jahren Familien und Senioren in deren Wohnung oder Haus. Die 24-Jährige ist in Deutschland geboren. Ihre Mutter ist Deutsch-Italienerin. Ihr Vater stammt aus dem Libanon. Um neben Deutsch auch Arabisch zu lernen, ist sie als Sechsjährige für drei Jahre zu ihrer Großmutter in den Libanon gezogen und dort zur Schule gegangen. Noch heute lebt der größte Teil ihrer Familie dort.

Gelernt hat sie Konditorin – aber sie wollte viel lieber mit Menschen als mit Torten und Pralinen arbeiten. Entdeckt hat sie dieses doch relativ neue Berufsbild in einer Stellenanzeige bei eBay Kleinanzeigen. Nach dem Vorstellungsgespräch war ihr klar: Das ist meine Berufung – ich helfe gerne Menschen. Seitdem ist sie voller Elan dabei. Sie unterstützt jede Woche neun Kunden in Wunstorf und Umgebung. So ermöglicht sie Senioren, länger in der vertrauten Umgebung bleiben zu können. Im Alter zwickt und zwackt es durchaus schon einmal, und es geht nicht mehr alles so flott von der Hand wie früher. Aber auch Kinderbetreuung zählt zum Leistungsspektrum, wenn die Eltern einmal ausfallen.

Alltagshilfe als Beruf

Es macht Eleonora sehr viel Spaß, Menschen zu helfen. Dass dies auch ein Beruf ist, wusste sie vor ihrer jetzigen Tätigkeit nicht. Mal geht es zum Einkaufen oder zum Arzt, sie wäscht die Wäsche, sie bringt Kinder zu Schule und betreut auch die Hausaufgaben. Ganz oft wird sie gebeten, Kuchen zu backen, was ihr als Konditorin natürlich leichtfällt. Apfel- und Streuselkuchen sind sehr beliebt. Was denn auf den Mittagstisch komme, will ich von ihr wissen. Die Lieblingsgerichte der Wunstorfer Senioren seien Eintöpfe und Frikadellen, sagt sie. Bei den Kindern stehen (natürlich!) Spaghetti und Pizza hoch im Kurs. Einige mögen auch libanesische Gerichte wie Kafta (Hackspieße) oder Maaloube (arabische Kohlrouladen). Kochen hat Eleonora bereits in früher Kindheit bei ihrem Vater gelernt.

Vor ihrem ersten Einsatz wurde sie bei ihrem Arbeitgeber fünf Tage geschult, auch danach sind zwei bis drei Auffrischungskurse und Weiterbildungen pro Jahr vorgesehen. Nach Absprache begleitet sie ihre Kunden auch auf Tagesausflüge. Sie genießt es sehr, neue Orte kennen zu lernen. Die Kunden erwarten sie sehnsüchtig zur vereinbarten Zeit. Was dann aktuell ansteht wird individuell abgesprochen. Als Neu-Wunstorferin kennt die Osnabrückerin noch nicht alle Geschäfte, Ärzte und Gebäude in der Auestadt. So ist es schon passiert, dass sie gemeinsam mit ihren Kunden eine kleine “Stadtrundfahrt” gemacht hat.

Da sie grade gemeinsam mit ihrem Mann von Luthe nach Kolenfeld umzieht, ist ihre Freizeit recht begrenzt. Sie wünscht sich, zukünftig Wunstorf und die Umgebung noch besser kennen zu lernen. Eleonora bedeutet “Gott ist mein Licht”, verrät sie mir, ihr Nachname habe keine spezielle Bedeutung.

Natürlich hat sie auch Wunstorf buchstabiert:

Was ist Wunstorf für Eleonora El Bazzal?

W – underschön
U – nkompliziert
N – ett
S – tark
T – olerant
O – ffenherzig
R – uhig
F – riedlich

 

Sie kennen auch jemanden, den ich mal vorstellen sollte? Der oder die in Wunstorf aktiv ist? Dann bitte eine E-Mail an mich: reschke@auepost.de

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Friedlies Reschke

FREIE AUTORIN. Wunstorfer Macherin und Unterstützerin von Unternehmen bei lokaler Pressearbeit unter Reschke PR.

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