Die Streifenpolizistin

Friedlies trifft … Kristina Wenzel

Kristina Wenzel ist Polizeihauptkommissarin und Polizistin im Streifendienst in Wunstorf. Die ehemalige Handball-Bundesligaspielerin ist auch neben ihrem Beruf stets auf Trab.

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Kris­ti­na Wen­zel ist Poli­zei­haupt­kom­misa­rin und Strei­fenpPo­li­zis­tin in Wunstorf. | Foto: Fried­lies Reschke

Die Arbeit der Poli­zei ken­ne ich eigent­lich nur aus dem Fern­se­hen, daher war ich doch sehr gespannt, was mir Kris­ti­na Wen­zel über ihre Arbeit erzäh­len wür­de …

Die 43-Jäh­ri­ge woll­te schon immer Poli­zis­tin wer­den und ging nach dem Abitur direkt zur Poli­zei­schu­le. Nach der Aus­bil­dung folg­ten dann Sta­tio­nen in Han­no­ver-Her­schel­stra­ße und am Rasch­platz. Seit 2015 ist sie nun in Wunstorf und genießt ihre Arbeit hier sehr. Denn jede Schicht ist anders. „Kri­mi­na­li­täts­schwer­punk­te haben wir kei­ne“, sagt Wen­zel. Es gibt von allem etwas: Ein­brü­che, Dro­gen, Ver­kehrs­de­lik­te, Fahr­rad­dieb­stäh­le. Vor allem jedoch gibt es hier vie­le net­te Men­schen, denn in Wunstorf ist die Poli­zei wirk­lich noch der Freund und Hel­fer.

Nachtaktiv

Zur Zeit arbei­tet die drei­fa­che Mut­ter nur nachts und am Wochen­en­de. Ihr Mann ist eben­falls bei der Poli­zei, und bei­de tei­len sich die Erzie­hung der Kin­der. Nach der Nacht­schicht berei­tet Kris­ti­na Wen­zel die Kin­der für die Schu­le und den Kin­der­gar­ten vor. Wenn das Haus dann leer ist, legt sie sich schla­fen. Nach einer 10-Stun­den Schicht geht das aber meist nur für 3 bis 4 Stun­den, denn sonst fehlt ihr ja der Tag.

Doo­fe Beob­ach­tun­gen gibt es nicht“Kris­ti­na Wen­zel

Aber was macht die Poli­zis­tin denn nachts? Auf Anru­fe war­ten? „Dann suchen wir uns die Arbeit“, erklärt sie mir. Meist fährt sie Strei­fe durch alle Ort­schaf­ten, und wenn ihr oder den Kol­le­gen etwas auf­fällt, wird nach­ge­fragt. Sei es der Kom­bi, dem sie mehr­fach begeg­nen, oder Jugend­li­che, die spät­abends auf einem Spiel­platz fei­ern. „Wir sind immer auf die Mit­hil­fe aller Bür­ger ange­wie­sen, und wem etwas auf­fällt, der soll doch bit­te immer gleich anru­fen. Im Not­fall am bes­ten die Leit­zen­tra­le unter der Ruf­num­mer 110. Wenn sich ein Kol­le­ge aus Garb­sen gera­de in Schloß Rick­lin­gen auf­hält, ist der oft schnel­ler in Luthe als wir, die viel­leicht gera­de in Stein­hu­de sind.“ Nachts ist sie eigent­lich immer „auf Ach­se“. Nur für die Pro­to­kol­le kommt sie in die Wache. Bei mei­nem Besuch habe ich auch in die zwei Zel­len auf der Wache geschaut – gemüt­lich sind die nicht!

Handball ist ihre Leidenschaft

Nun will ich von Kris­ti­na Wen­zel auch wis­sen: Wie hält sie sich fit? Bei Fil­men und Seri­en bin ich ja immer so begeis­tert, dass Poli­zis­ten so schnell ren­nen kön­nen, aber beim Lauf­trai­ning sehe ich sie nie. Aber die Fit­ness wird bei der Poli­zei – wie soll­te es anders sein – genau kon­trol­liert: Jähr­lich muss Kris­ti­na Wen­zel einen Sport­leis­tungs­nach­weis erbrin­gen: Schwim­men, Rad­fah­ren oder Lau­fen. Dazu kom­men noch Schieß­übun­gen und ein spe­zi­el­les Ein­satz­trai­ning für Poli­zis­ten.

Aber fit ist sie sowie­so. Bis zur Geburt ihrer Kin­der hat sie aktiv Hand­ball gespielt, u. a. in der Hand­ball-Bun­des­li­ga, für Olden­burg. Und fol­ge­rich­tig wohnt sie mit ihrer Fami­lie in der Hand­ball­hoch­burg Gro­ßen­hei­dorn. Im Sport­ver­ein ist sie auch immer noch aktiv, nun aller­dings beim Mut­ter-Kind-Tur­nen. Ihr Ehe­mann trai­niert eine Jugend­mann­schaft in der „JSG GIW Meer­hand­ball“. GIW steht übri­gens für „Gro­ßen­hei­dorn, Idensen, Wunstorf“. Ein­mal die Woche orga­ni­siert sie auch noch neben­bei das „gesun­de Früh­stück“ in der Grund­schu­le Gro­ßen­hei­dorn. Obst und Gemü­se wird dazu von der Wunstor­fer Tafel gelie­fert. Und das alles neben ihrer Arbeit und der Erzie­hung von drei Kin­dern. Hut ab!

Rea­lis­ti­sche­re Fern­seh­se­ri­en sei­en übri­gens „Toto und Har­ry“, aber auch das „Groß­stadt­re­vier“, so erzählt sie abschlie­ßend.

Was ist Wunstorf für Kristina Wenzel?

W – asser­erleb­nis­park
U – rlaubs­fee­ling am Stein­hu­der Meer
N – atur­er­leb­nis­bad Luthe
S – tein­hu­der Meer in Flam­men
T – ier­heim
O – bst- und Gemü­se­scheu­nen
R – ad- und Wan­der­we­ge
F – lie­ger­horst

Sie ken­nen auch jeman­den, den ich mal vor­stel­len soll­te? Der oder die in Wunstorf aktiv ist? Dann bit­te eine E‑Mail an mich: reschke@auepost.de

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2 Kommentare
  1. Grit Decker sagt

    Ich würd’s mal sagen wol­len:
    „Die Frau (Poli­zis­tin) steht mit bei­den Bei­den voll im Leben!“- und beweist treff­lichst, dass Frau zu ganz tol­len Leis­tun­gen fähig ist ‑mit Kin­dern und der hohen Ver­ant­wo­tung für die Fami­lie.

    Mei­ne Her­ren:
    Ich bit­te um die ent­spre­chen­de Hono­rie­rung für die­se taf­fe Frau, die stell­ver­tre­tend für vie­le Tau­send Wei­te­re steht.

    Lie­be #Kris­ti­na: Cha­peau!

  2. Basti g. sagt

    Grit decker sonst traut sich kei­ner beim The­ma Poli­zei zu schrei­ben echt trau­rig alle Respekt vor der Staats­ge­walt Leu­te hier könnt ihr eure wah­re Geschich­te mal erzäh­len also bit­te es bestraft euch kei­ner dafür

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