Der Sicherheitsberater

Friedlies trifft … Rolf-Dieter Peters

Von den Sicherheitsberatern für Senioren hatte ich schon gehört – aber was sie genau machen, war mir nicht so klar. Und warum eigentlich nur für Senioren?

Rolf-Dieter Peters, Sicherheitsberater für Senioren, kurz SfS

Der Kon­takt­be­am­te der Poli­zei Ralf Möll­mann stell­te die Ver­bin­dung her zu Rolf-Die­ter Peters, der auch gern für ein Gespräch zur Ver­fü­gung stand. Sei­ne Beweg­grün­de, sich für die Sicher­heit für Senio­ren ein­zu­set­zen, war die eige­ne Erfah­rung mit einem Ein­bruch in sei­nem Haus vor eini­gen Jah­ren. Danach setz­te er sich inten­siv mit dem The­ma Ein­bruch­schutz aus­ein­an­der. Als der 68-Jäh­ri­ge 2016 von dem Pro­jekt „Sicher­heits­be­ra­ter für Senio­ren“ hör­te, hat er sich sofort gemel­det. Nach vier Tagen inten­si­ver Schu­lung durch die Poli­zei war er fit, ande­re Senio­ren zu bera­ten. Die The­men sind Ein­bruch­schutz, Trick- und Hand­ta­schen­dieb­stahl, Tele­fon­be­trug, Cybercrime, Ver­hal­ten im Brand­fall, Ver­trags­recht, Gefah­ren im Stra­ßen­ver­kehr, Opfer­schutz­hil­fe sowie Haus­not­ruf.

Das wich­tigs­te The­ma in allen Gebie­ten ist dabei „Ver­hal­tensprä­ven­ti­on“, also was man tun muss, um nicht zum Opfer zu wer­den. „Aber war­um sind es so oft Senio­ren?“, fra­ge ich ihn. Sei­ne Ant­wort ist kurz und knapp: „Weil älte­re Men­schen oft gut­gläu­bi­ger sind.“ Peters und sei­ne zwölf akti­ven Wunstor­fer Kol­le­gen infor­mie­ren bei Kaf­fee­nach­mit­ta­gen (zum Bei­spiel beim Bau­ver­ein), Ver­samm­lun­gen von Sport­ver­ei­nen und Senio­ren­grup­pen. Und an jedem ers­ten Frei­tag im Monat sind sie auf dem Wochen­markt in der Wunstor­fer Innen­stadt nahe der Stadt­kir­che zu fin­den. Dort sind sie für Men­schen jeden Alters ansprech­bar.

Einige Tipps vom Fachmann:

Im Haus:

Anwe­sen­heit signa­li­sie­ren

Wenn Ihr Flur von außen ein­seh­bar ist, las­sen Sie immer ein paar Stra­ßen­schu­he und auch eine Jacke hän­gen. Haus­schu­he signa­li­sie­ren: der Bewoh­ner ist nicht da.

Klin­gel abstel­len

Wer nicht daheim ist, soll­te die Klin­gel abstel­len. Oft klin­geln Ein­bre­cher vor­her – wenn aber drau­ßen kein Klin­gel­ton hör­bar ist, dann kann nie­mand ein­schät­zen, ob jemand im Haus ist oder nicht.

Fal­sche Hand­wer­ker erken­nen

Las­sen Sie nie­man­den ins Haus oder in die Woh­nung, den sie nicht ken­nen. Oft­mals geben sich Die­be als Hand­wer­ker oder „Able­ser“ aus. Die Haus­tür soll­te mit einer Ket­te oder einem Rie­gel so gesi­chert sein, dass Sie sich, ohne die Tür zu öff­nen, den Aus­weis zei­gen las­sen kön­nen. Ein seriö­ser Able­ser wird es ver­ste­hen, wenn Sie ihn oder sie nicht in die Woh­nung las­sen.

Beauf­tra­gen Sie auch kei­ne Hand­wer­ker, die unge­fragt an Ihrer Haus­tür ste­hen und zum Bei­spiel Ihre Dach­rin­ne säu­bern wol­len. Beauf­tra­gen Sie nur loka­le Hand­werks­be­trie­be.

Anru­fe

Glau­ben Sie kei­nem Anru­fer, der sich als Enkel, Poli­zist oder Hand­wer­ker aus­gibt und von Ihnen bestimm­te Akti­vi­tä­ten ver­langt. Oder einen Gewinn ver­spricht. Legen Sie auf und infor­mie­ren Sie sofort die Poli­zei.

Zum Ein­bruch­schutz berät die Poli­zei, die Prä­ven­ti­ons­ab­tei­lung der Poli­zei­di­rek­ti­on Han­no­ver errei­chen Sie über 0511 109‑1114. Auf der Web­sei­te https://www.zuhause-sicher.de fin­den Sie Part­ner­fir­men.

Unter­wegs

Im dich­ten Gedrän­ge immer den Ruck­sack vor der Brust tra­gen. Der Reiß­ver­schluss der Hand­ta­sche soll­te immer am Kör­per sein.

Online:

Ins­be­son­de­re wenn Geld fließt, also zum Bei­spiel bei Online-Bestel­lun­gen, immer siche­re Pass­wör­ter wäh­len. Die­se kann man sich anhand von Sät­zen mer­ken. Zum Bei­spiel: In mei­nem Flur steht ein 84-jäh­ri­ges Pferd! Das Pass­wort wäre: ImFse84jP. Also für einen Außen­ste­hen­den völ­lig „unsin­nig“.

Pri­va­te Bera­tun­gen zum The­ma Sicher­heit sind natür­lich auch mög­lich. Für einen Ter­min wen­den Sie sich an den Kon­takt­be­am­ten des Poli­zei­kom­mis­sa­ri­ats Wunstorf, Herrn Ralf Möll­mann, Tel. 05031 9530–0.

Nun ist Rolf-Die­ter Peters aber noch nicht aus­ge­las­tet. „Neben­bei“ gibt er Smart­pho­ne­kur­se für die Genera­ti­on 50+ und auch Rei­se­be­rich­te im Mehr­ge­nera­tio­nen-Haus. Die nächs­ten Smart­pho­ne­kur­se star­ten im Herbst. Anmel­dun­gen erfol­gen tele­fo­nisch über: 05031 950 3960.

Was ist Wunstorf für Rolf-Dieter Peters?

W – ahl­hei­mat
U – mge­hungs­stra­ße
N – ette Toi­let­te
S – icher­heits­be­ra­ter für Senio­ren
T – anzen im TuS Wunstorf
O – ffe­ner Sonn­tag
R – und­weg Stein­hu­der Meer
F – rei­tag ist Markt­tag

 

Sie ken­nen auch jeman­den, den ich mal vor­stel­len soll­te? Der oder die in Wunstorf aktiv ist? Dann bit­te eine E-Mail an mich: reschke@auepost.de

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