Vor 100 Jahren

Radfahrer von Bahn überfahren

Tödlicher Verkehrsunfall (10. Mai 1920)

Pressespiegel 100 Jahre


Wir schreiben das Jahr 1920. In den USA beginnt die Prohibition, und Wunstorf ist eine kleine, landwirtschaftlich geprägte Ortschaft in der preußischen Provinz Hannover. Der Erste Weltkrieg ist gerade zu Ende gegangen, die Menschen erleben viele Umbrüche in der ersten deutschen Demokratie. Die „Goldenen Zwanziger“ stehen vor der Tür.


Radfahrer leben auch heute noch gefährlich. Im Wunstorfer Straßenverkehr meist dann, wenn Autos abbiegen und Fahrradfahrer auf dem Fahrradstreifen übersehen. Vor 100 Jahren mussten Fahrradfahrer auch noch aufpassen, nicht von der Steinhuder-Meer-Bahn überfahren zu werden.

Am 10. Mai 1920 starb bei einem derartigen Unfall ein Unternehmer aus Hannover, der auf der damaligen Hagenburger Landstraße unterwegs war. Für die Leine-Zeitung war der Unglücksfall nur eine kleine Meldung wert:

Ein schreckliches Unglück ereignete sich gestern Nachmittag auf der Hagenburger Landstraße. Von einem Zug der Wunstorf-Mesmeroder Kleinbahn wurde ein Radfahrer (ein Fabrikbesitzer aus Hannover) überfahren und sofort getötet.

 

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