Wunstorfer Auepost

Fischesterben am Blumenauer Kirchweg

20.06.2021 • Redaktion • Aufrufe: 652

Im Regenrückhaltebecken am Blumenauer Kirchweg sind viele Fische verendet und treiben nun an der Wasseroberfläche.

20.06.2021
Redaktion
Aufrufe: 652
Fischsterben
Tote Fische am Blumenauer Kirchweg | Foto: privat

Wunstorf (red). Anwohner und Spaziergänger sind traurig: Die Rettungsaktion der Wunstorfer Feuerwehr am gestrigen Sonnabend kam offenbar leider zu spät – jedenfalls für die größeren Fische. Dass die Tiere Probleme hatten, war von Passanten am Sonnabend richtig beobachtet worden: Die Fische hielten sich träge an der Wasseroberfläche auf – ein Zeichen, dass mit dem Sauerstoffgehalt im Gewässer etwas nicht stimmt. Eine Anwohnerin informierte über eine Facebooknachricht die Feuerwehr, die daraufhin auf dem kurzen Dienstweg zu Hilfe kam und für Frischwasserzufuhr sorgte.

Die Ursachen für ein absterbendes Gewässer können unterschiedlich sein: Algenwachstum, Schadstoffe oder Düngemittel steigern z. B. die Phosphatkonzentration im Wasser und können das biologische Gleichgewicht eines Gewässers so weit stören, dass das Pflanzenwachstum stark steigt und in der Folge durch Abbauprozesse der entstehende Sauerstoff schneller verbraucht wird, als er neu entsteht. Stehende Gewässer sind gefährdeter als Fließgewässer.

Heißes Wetter bedeutet eine Verschärfung für die Lebewesen im Wasser, denn bei hohen Temperaturen kann Wasser weniger Sauerstoff aufnehmen – die Gefahr, dass ein Gewässer „kippt“, steigt. Abhilfe schafft die künstliche Einleitung von Frischwasser – wie von der Feuerwehr vorgenommen – oder die Abschirmung vor zu viel Sonneneinstrahlung.

Fischsterben
Viele Fische treiben an der Oberfläche | Foto: privat

Der über Nacht einsetzende und eigentlich erhoffte Platzregen könnte das Problem jedoch sogar kurzfristig noch verschärft haben: Wenn dadurch weitere Fremdstoffe ins Wasser gespült wurden, könnte der Sauerstoffgehalt trotz Regens und Abkühlung weiter gesunken sein.

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