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Fortschritte am Barnekreisel – aber die Bäume kommen nicht wieder

16.07.2025 • Redaktion • 2 Min.Kommentare: 11

Noch 28 Tage bleiben zur Fertigstellung des Barnekreisels. Jetzt wird das endgültige Erscheinungsbild deutlich. Dass keine Bäume und kein Grün mehr im Kreisel vorgesehen sind, fällt erst jetzt richtig auf.

16.07.2025
Redaktion
2 Min.
Die Kreiselmitte nimmt Gestalt an | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Noch 28 Tage verbleiben bis zur geplanten Fertigstellung: Nach monatelangem scheinbaren Stillstand geht es nun zack-zack am Barneplatz. Auch wenn der eigentliche Fahrbahnbelag aus bautechnischen und verkehrsorganisatorischen Gründen erst ganz am Ende der Bauzeit entstehen soll, wird bereits jetzt das endgültige Aussehen erahnbar. Einen guten Monat vor dem angekündigten Bauende zeichnet sich das spätere Erscheinungsbild ab.

Nun werden auch Befürchtungen zerstreut, dass später am fertigen Kreisel die Linienbusse Probleme haben könnten, überhaupt auf den schmalen Fahrbahnen in dem engeren Kreisel fahren zu können. Denn bisher hatten viele vermutet, dass auch der neue Kreisel wieder ähnlich aussehen könnte wie früher die dortige Verkehrsinsel – mit festen Bordsteinkanten. Doch große und lange Fahrzeuge werden das neue Rondell notfalls auch schneiden können. Der Linienbusverkehr beispielsweise war bei den Planungen nicht vergessen, sondern von Anfang an berücksichtigt worden.

„Steinwüste“ ist Absicht

Damals in der alten Bauweise war das noch nicht relevant gewesen, die Radien in den Zufahrten waren größer, der Mittelbereich konnte anders genutzt werden. Auf dem alten Verkehrsdreieck hatten einst drei Bäume gestanden. Die Fläche zwischen den Fahrbahnen selbst war nicht versiegelt gewesen, sondern begrünt.

Manche erinnern sich noch, dass die Verkehrswacht hier jährlich zu Schuljahresbeginn ihre Banner gespannt hatte, die zur Rücksicht auf Schulkinder mahnten – oder das DRK ebenfalls Transparente zwischen den Baumstämmen aufgehängt hatte, wenn Blutspendetermine anstanden.

Am Hasenpfahl/Barnestraße
So sah es 2016 an der heutigen Kreiselbaustelle aus: Das Verkehrsinseldreieck war Grünfläche, auf der drei große Bäume Platz fanden (Archiv)

Als der direkt benachbarte Barneplatz neu gebaut wurde, war jedoch auch noch der letzte Baum gefällt worden, denn es stand bereits fest, dass auch das Verkehrsdreieck verschwinden würde.

Zur Auswahl gestanden als zeitgemäße Alternative hatten ein kleiner Verkehrskreisel oder eine breitere, aber normale Einmündung. Keiner der damaligen Gestaltungsvorschläge hatte wieder eine Grünfläche in diesem Bereich vorgesehen. Die Platzverhältnisse nach heutigen Verkehrsmaßstäben erlaubten keine Anlage von Grünflächen mehr, der nutzbare Fahrbahnbereich sollte weiträumiger werden.

Kreiselinnenfläche kann geschnitten werden

Die Entscheidung fiel schließlich zugunsten des Kreisels, für den sich auch die Mehrheit bei einem Meinungsbild im Rahmen der Bürgerbeteiligung ausgesprochen hatte. Da der Platz für einen Kreiselbau jedoch begrenzt war, sollte das Innere des Kreisels überfahrbar bleiben.

Die aktuelle Barnekreiselbaustelle | Foto: Daniel Schneider

Den Bewohnern im Viertel wird dies nun jetzt erst so richtig bewusst. Die Mitte des Kreisels entsteht nicht wieder als Grünfläche, wie es die bisherige Verkehrsinsel gewesen war, sondern wird komplett ausgepflastert. „Ich dachte, da kommt wenigstens wieder ein großer Baum in die Mitte“, bedauert eine Passantin beim Anblick der Baustelle das neue Erscheinungsbild.

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Kommentare


  • Wilhelm sagt:

    Dieser Kreisel ist ein Witz, da braucht man ja nicht im Kreis fahren einfach geradeaus drüber. Ist ja so vorgesehen.

  • Andreas sagt:

    Vielen Dank für die sachliche Berichterstattung. Als ich damals beim Workshop zugegen war, ist mir das auch aufgefallen, ich hab mir da aber nichts bei gedacht. Aber sie haben schon recht, damals war kein Baum vorgesehen.
    Ist aber wahrscheinlich auch den damaligen Politikern nicht aufgefallen.
    Aber wo soll da jetzt auch ein Baum hin, bei den ganzen Kabeln und Leitungen im Boden. Konnte das ja von mir aus gut verfolgen. Überall liegen die im Boden. Wie und vor allem wann sind die da alle hingekommen?

    • Kerstin Obladen sagt:

      Aus meiner Sicht müssten doch alle Pläne vorliegen und diese hätten vor Beginn der Maßnahmen eingesehen werden müssen (Versorger und Bauamt). Warum diese Ahnungslosigkeit an den Tag gelegt wird, ist aus meiner Sicht wirklich erschreckend.
      Schade, dass die Bäume nicht geblieben sind. Diese hätten viel besser Schatten gespendet, als dieses kleine Sonnensegel! Die armen Kinder und ältere Menschen, die sich dort gern aufhalten wollen.

      Außerdem kann ich mich noch daran erinnern, dass eigentlich zusätzliche Parkplätze (vorne) am Barneplatz geschaffen werden sollten. Schließlich befinden sich dort zahlreiche Ärzte und eine Apotheke vor Ort.

  • @realWunstorfer sagt:

    „Steinwüste“ ist Absicht – na ja, passt dann ja wenigstens gut zum Barneplatz…

  • Eckhardt sagt:

    Der Handgriff zur Bratpfanne ( Kopfschütteln)

  • TBM sagt:

    Wie kann man so etwas planen und genehmigen? Man sollte gleich die Fahrspur wie sie früher war über die Kreiselmitte asphaltieren. Das wäre dann noch ein Zugeständnis an die Anwohner. Der Lärmpegel wird gegenüber früher ordentlich steigen, wenn besonders nachts die Abkürzung über das Kopfsteinpflaster genutzt wird.

    • Elke sagt:

      Geplant wurde das von Bürgern im Rahmen von Workshops.
      Eine solche Planung bedarf keiner Genehmigung von der Region oder vom Land.
      Das kann die Stadt selbst machen. Und die hat die Entscheidung den sich beteiligenden Bürgern überlassen.

  • Birgit sagt:

    Steinwüste Wunstorf.

    Dass die Stadt Bäumen keine Beachtung bei ihrer vielfach so denkwürdigen Ausführungen schenkt, obwohl diese hinsichtlich Klimawandel immense Bedeutung hat, ist bekannt.
    Die Frage ist nur, warum.

    Wie lange geht dieses Handeln noch weiter?

    Denkt keiner an die Anwohner?

  • Wunstorfer sagt:

    Das Konstrukt nennt sich „Minikreisel“ und kann in verschiedenen Kommunen beguckt werden, zB der neue Minikreisel in Gümmer/ Seelze oder Walsroder Straße/ Langenhagen. Die Stadt hat hier das Rad nicht neu erfunden.

  • Rainer sagt:

    Schade mit viel Geld den Kreisel
    und den Barneplatz schmucklos
    Renoviert und ohne grün.
    Hoffentlich die Fußgängerzone
    nicht auch so lieblos.

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