
Hagenburg (red). Ein Hagenburger Ehepaar hat am vergangenen Freitag, den 13. Oktober sein Vermögen verloren. Als die Senioren den Vorfall bei der Polizei anzeigten, war es jedoch schon zu spät – das Geld wurde bereits auf fremde Konten transferiert und kann nicht mehr zurückgebucht werden.
Angebahnt hatte sich der Betrug bereits am zurückliegenden Mittwoch: Ein Betrüger gab sich als Mitarbeiter der Sparda-Bank aus und kontaktierte unter dem Namen „Dr. Reuter“ die 79-jährige Frau und ihren ein Jahr jüngeren Ehemann in Hagenburg. Der falsche Bankmitarbeiter verwickelte die Senioren in ein Gespräch und teilte mit, dass es zu unberechtigten Abbuchungen vom Konto des Paares gekommen sei.
Im Verlauf des Betruges verlagerte sich die Kommunikation auf einen Messengerdienst. Obwohl dort erkennbar war, dass die Absendernummer von „Dr. Reuter“ aus der Türkei stammt, schöpfte das Ehepaar keinen Verdacht. Nachdem sich das Ehepaar in der Folge über das Post-ID-Verfahren legitimiert und diverse Berechtigungen vergeben hatte, wurden durch den Betrüger selbst Umbuchungen in Höhe von insgesamt 78.660 Euro vom Konto der Opfer vorgenommen. Es war, wie wenn das Paar sein Geld selbst an Unbekannte überwiesen hätte – damit war das Ersparte weg.
Die angeblichen Bankmitarbeiter sind sehr überzeugend, sprechen sehr gut deutsch und stellen den Grund für ihren Anruf sehr plausibel dar. Es werden den verschiedenen Opfern unterschiedliche Gründe für den Anruf genannt. Oftmals geht es darum, dass angeblich erhebliche Geldbeträge abgebucht werden, falls man nicht jetzt sofort widerspreche. Dann soll man bestimmten Freigaben zustimmen, damit der Betrag zurückgebucht werden könne. Allerdings gibt man damit den Betrügern erst die Vollmachten, genau diese Abbuchungen vorzunehmen.
Die Polizei Stadthagen warnt angesichts der Tat davor, Bankgeschäfte am Telefon durchzuführen. Man sollte misstrauisch werden, wenn angebliche Bankangestellte unaufgefordert anrufen und Bankgeschäfte telefonisch oder per WhatsApp regeln möchten. Ein Rückruf bei der Hausbank sei in diesem Fall immer ratsam. Generell könne man davon ausgehen, dass die eigene Bank nie dazu auffordern werde, Zahlungen oder einen Login freizugeben.
Wenn Sie daher nicht sagen wollen, warum machen Sie es dann trotzdem?
Es wurde doch nur gesagt, dass dies der erste gedanke gewesen ist.
Moralpolizei immer am Start :>
Ja ich kenne das Strickmuster. Ich kann das sogar viel besser, doch dann würde man das hier aufgrund „spezieller Hygienemaßnahmen“ nicht zu Gesicht bekommen.
Das geht in etwa so:
„Ich habe ja den ersten Eindruck, dass mein Gegenüber nicht alle Latten am Zaun hat, aber WIR ALLE ja manchmal auch nicht, so dass ich das jetzt zwar gesagt habe, aber es hinterlistig wieder zurückziehe indem ich behaupte, mir sowas ja nicht anzumaßen.
Geschickt, oder? Daher mache ich sowas ja auch nicht, weil ich immer ganz lieb bin, wie JA ALLE wissen. NICHT WAHR? :)
Mein erster Gedanke: „Wie dämlich kann man denn angesichts der bekannten Betrugsmaschen nur sein?!“
Doch sein wir- als auch ich!- mal ehrlich:
können wir uns wirklich frei davon sprechen, nicht auch zum gutgläubigen Opfer werden zu können?
Also ich will mir das nicht anmaßen!