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Streckenstillstand: Erst Signalkabel durchtrennt – und dann auch noch Flaschenwurf auf einen Güterzug

05.07.2024 • Redaktion • Aufrufe: 1235

Für Bahnen und Bahnkunden in Wunstorf und weit darüber hinaus war der vergangene Dienstag kein guter Tag. Erst legte ein Baustellenunfall die Strecke lahm, dann wurde auch noch ein fahrender Güterzug attackiert – die Scheibe der Lok splitterte.

05.07.2024
Redaktion
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Ein ICE fährt durch Wunstorf (Archivbild)

Wunstorf/Neustadt a. Rbge. (red). Die Fahrdienstleiter der Bahn im Bereich Neustadt und Wunstorf dürften am Dienstag keinen besonders schönen Tag gehabt haben – auf der Strecke über Poggenhagen wurde es innerhalb von 24 Stunden gleich mehrmals hektisch.

Es fing damit an, dass am Mittag des 2. Juli bei Bauarbeiten an der Strecke in Neustadt ein Signalkabel durchtrennt wurde. Damit war schlagartig eine wichtige Bahnverbindung von Wunstorf aus in den Norden stark gestört. Es kam zu massiven Verspätungen und teilweise auch Zugausfällen bei S-Bahn, Regional- und Fernverkehr.

Glasflasche auf Lok geworfen

In der darauffolgenden Nacht kam es kurz nach Mitternacht dann auch noch zu einem gefährlichen Eingriff in den Schienenverkehr: Auf Höhe einer Bahnunterquerung zwischen Poggenhagen und Liethe wurde ein fahrender Güterzug von einer unbekannten Person mit einer Glasflasche beworfen. Die Flasche traf die Frontscheibe der Lokomotive.

Beschädigung am Lokfenster durch Flaschenwurf | Foto: Bundespolizei

Die Scheibe wurde erheblich beschädigt, von dem Quasi-Geschoss jedoch nicht durchschlagen und hielt dem Angriff stand – der Triebfahrzeugführer kam mit dem Schrecken davon und wurde nicht weiter verletzt.

Täter flüchtet

Landes- und Bundespolizei leiteten umgehend eine Fahndung nach dem Flaschenwerfer ein. Dazu wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt, der über der Strecke und dem Gebiet flog. Trotz der umfangreichen Polizeimaßnahmen gelang dem Täter jedoch die Flucht.

Nach Abschluss der Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen konnte der Güterzug seine Fahrt nach etwa eineinhalb Stunden fortsetzen. Die beschädigte Frontscheibe wurde nicht vor Ort ausgetauscht, der Zug konnte damit weiterfahren. Für die Dauer der Maßnahmen war die Bahnstrecke vorübergehend jedoch vollständig gesperrt, so dass es auch hierbei wieder zu erheblichen Beeinträchtigungen des Nah- und Fernverkehrs kam.

Die Bundespolizeiinspektion Hannover ermittelt weiter wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Zeugen, die Hinweise zum Vorfall geben können, werden gebeten, sich an die Bundespolizeiinspektion Hannover unter Telefon (0511) 303650 zu wenden.
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