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Vermuteter Brand in der Rembrandtstraße

05.06.2024 • Daniel Schneider • Aufrufe: 1982

Defekte Batterien können Brände auslösen – aber auch leere Batterien zu einem großen Feuerwehreinsatz führen.

05.06.2024
Daniel Schneider
Aufrufe: 1982
In der Rembrandtstraße war der Einsatzort | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (ds). Kurz vor 17 Uhr am heutigen Mittwochnachmittag wurde Vollalarm für die Feuerwehr in Wunstorf ausgelöst: Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr, darunter auch die Drehleiter, fuhren zur Rembrandtstraße, Ecke Rubensstraße.

Auf der Barnestraße staute sich der Verkehr in Richtung Innenstadt vor der Bahnunterführung. Nicht alle Verkehrsteilnehmer machten den mit Blaulicht und Martinshorn herannahenden Einsatzfahrzeugen sofort Platz, sodass sich die großen Feuerwehrfahrzeuge zusätzlich hupend einen Weg zu bahnen suchten.

Die Feuerwehr machte sich bereit für einen Löschangriff, der Rettungsdienst ging in Bereitstellung vor einem 6-Parteien-Mehrfamilienhaus. Einsatzkräfte erkundeten die Lage vor Ort.

Fahrzeuge machen der Feuerwehr Platz | Foto: Daniel Schneider

Da bei Wohnungsbränden in Mehrfamilienhäusern im Ernstfall viele Menschen gleichzeitig in Gefahr sein können, war die Einsatzstärke entsprechend hoch.

Kein Gasalarm

Anwohner und Passanten verfolgten das Geschehen vom Straßenrand bzw. aus den Fenstern der benachbarten Gebäude. Angesichts des großen Feuerwehraufgebots und mehrerer Rettungswagen, ohne dass Flammen oder Rauch zu sehen waren, wurde über den Einsatzgrund spekuliert. Getippt wurde unter anderem auf ein Gasleck. Doch es befanden sich keine gefährlichen Stoffe in der Luft, und auch ein Brandereignis konnte nicht festgestellt werden.

Ausgelöst hatte den Einsatz offenbar ein Rauchwarnmelder, der von der aufmerksamen Nachbarschaft überinterpretiert worden war: Möglicherweise habe eine fast leere Batterie in einem Rauchwarnmelder einen Piepston erzeugt, um auf den anstehenden nötigen Batteriewechsel aufmerksam zu machen, sagte der stellvertretende Ortsbrandmeister Dennis Heidorn vor Ort der Auepost.

Einsatzfahrzeuge reihen sich auf | Foto: Daniel Schneider
Mehrere Fahrzeuge des Rettungsdienstes waren ebenfalls im Einsatz | Foto: Daniel Schneider

Die Feuerwehr verzichtete darauf, sich gewaltsam Zutritt zur Wohnung zu verschaffen, da keine Gefahr erkennbar war und der abwesende Besitzer telefonisch erreicht werden konnte und sich nun auf dem Weg zur Rembrandtstraße befand. Nach einer halben Stunde entfernten sich die ersten Feuerwehrfahrzeuge wieder. Während des Einsatzes war die Durchfahrt im Bereich der Einsatzstelle nicht möglich.

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Kommentare


  • Grit D. sagt:

    Das Piepen des Rauchwarnmelders als von aufmerksamen Nachbarn als „überinterpretiert“ zu bezeichnen?

    Persönlche Ansicht:
    wenn im Haus, in dem ich wohne, so ein Teil Alarm machen täte, würde ich erstmal auf die Suche gehen und bei den Nachbarn klingeln.
    Wenn ich keine Reaktion bekomme, würde auch ich die 112 wählen.
    Lieber einmal zuviel als das eine Mal zu spät.

    Ich wage zu behaupten, dass es des „Mädels und Jungs“ der Feuerwehr ggf. Rettungsdienstes angenehmer sein wird, ohne ernste Gefahr auszurücken als Personenschäden beklagen zu müssen.

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