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Wunstorfer Wehren rücken zu LKW-Brand auf A2 aus

10.12.2023 • Redaktion • Aufrufe: 3157

Der Brand eines Sattelzugs am Samstagabend hat zur Vollsperrung der A2 bis zum heutigen Sonntagmorgen geführt. In Richtung Dortmund war 13 Stunden lang kein Durchkommen mehr. Die Feuerwehren aus Wunstorf und Kolenfeld unterstützten die Löscharbeiten.

10.12.2023
Redaktion
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Der LKW brennt auf der A2 bei Bad Nenndorf | Foto: Feuerwehr Wunstorf

Wunstorf/Kolenfeld/Bad Nenndorf (red). Am Samstagabend schallte im Süden der Stadt erneut Sirenenalarm über Wunstorf, doch dieses Mal hatten die Einsatzkräfte eine etwas weitere Anfahrt als nur bis zum Barneplatz. Die Feuerwehr Wunstorf, die Feuerwehr Kolenfeld und die Einsatzleitungsgruppe fuhren unter Blaulicht auf die A2 Richtung Bad Nenndorf.

Die Autobahnpolizei hatte entsprechenden Alarm ausgelöst, nachdem Autofahrer über Notruf einen brennenden Lastwagen zwischen Kolenfeld und Bad Nenndorf in Fahrtrichtung Dortmund gemeldet hatten. Das Führerhaus sollte demnach bereits in Flammen stehen, so die Anrufer. Gegen 19.45 Uhr liefen die ersten Notrufe auf.

Fahrer entkommt den Flammen

Wenige Minuten zuvor hatte der Fahrer des betroffenen LKW Rauchentwicklung an seiner Zugmaschine bemerkt. Der 24-Jährige steuerte den Lastwagen auf den Standstreifen und brachte sich in Sicherheit. Durch seine schnelle Reaktion blieb der Fahrer unverletzt. Rasch stand die Zugmaschine in Brand, und die Flammen griffen kurz darauf auch auf den mit Dämmplatten beladenen Auflieger über, so dass der gesamte LKW brannte.

Die Feuerwehren aus Wunstorf und Kolenfeld, die sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf Anfahrt befanden, waren dabei im Nachhinein gesehen irrtümlich alarmiert worden: Der brennende Lastwagen war zwar bei Kolenfeld gemeldet worden, letzten Endes aber brennend weitergefahren und erst hinter der Anschlussstelle Bad Nenndorf zum Stehen gekommen. Damit fiel der Einsatz nun in die Zuständigkeit der Schaumburger Feuerwehren. Doch die Kolenfelder und Wunstorfer machten an der Abschnittsgrenze zu Lauenau natürlich nicht Halt, sondern fuhren weiter zur Einsatzstelle. Dort unterstützten sie u. a. die Feuerwehren Rodenberg und Bad Nenndorf bei den Löscharbeiten.

An Autobahnen gibt es normalerweise keine Hydranten – es fehlen Wasserleitungen und damit bei Bränden für die Feuerwehr die Möglichkeit, eine externe Wasserversorgung aufzubauen. Entsprechend viele wasserführende Fahrzeuge sind bei größeren Bränden erforderlich, um ausreichend Löschmittel einsetzen zu können. 

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrfahrzeuge stand der LKW bereits in Vollbrand. Die eingetroffenen Feuerwehren begannen gemeinsam mit der Brandbekämpfung. Aufgrund der frühen Alarmierung waren die Wehren aus Wunstorf mit als Erste vor Ort, wurden direkt in den Einsatz integriert und lieferten dringend benötigtes Löschwasser. Weitere Wehren aus der Umgebung wurden angefordert, darunter ein großes Tanklöschfahrzeug aus Stadthagen. Zur Brandbekämpfung wurden insgesamt 15.000 Liter Wasser sowie 40 Liter Schaum und Netzmittel eingesetzt, wie die Feuerwehr Rodenberg angab.

Autobahn bis zum Sonntagmorgen gesperrt

Aufgrund des Feuerwehreinsatzes musste die Autobahn in Fahrtrichtung Dortmund vollständig gesperrt werden. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Bad Nenndorf von der Autobahn heruntergeleitet. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Nacht hinein, die Autobahn musste anschließend aufwändig gereinigt werden. Erst am heutigen Sonntagmorgen gegen 9 Uhr konnte die Autobahn nach Dortmund wieder freigegeben werden.

Die genaue Brandursache ist unklar, die Ermittlungen hierzu dauern an. Die Höhe des entstandenen Sachschadens steht ebenfalls noch nicht fest, teilte die Polizeidirektion Hannover mit.

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Kommentare


  • Basti g. sagt:

    Bei solch einem Brand geht sehr viel feinstaub in die Luft wäre es nicht besser wenn man solch einen Brand mit Schaum löscht ?

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