Ohne Kürbis? Ohne mich!

Kürbis-Tiramisu

Neu­lich war ich unter­wegs nach Han­no­ver, um mich mit ein paar Berufs­kol­le­gin­nen zu tref­fen. Das Wet­ter war end­lich wie­der nord­deutsch mit­tel­präch­tig, lan­ge Ärmel, Son­nen­bril­le – und an der Orts­ein­fahrt Luthe konn­te ich im Vor­bei­fah­ren die ers­ten gro­ßen, dicken Kür­bis­se auf dem Feld lie­gen sehen. Konn­te ich die Woche zuvor bei gefühl­ten 1000 Grad Außen­tem­pe­ra­tur nur auf den Herbst hof­fen, so konn­te ich ihn nun schon spü­ren und dank der oran­gen Kol­le­gen neben­an qua­si auch sehen. Yip­pie yeah!

Dah­li­en, Gla­dio­len, letz­te Lager­feu­er, das ers­te Mal den Ofen an, Strick­pul­lis und Kür­bis. Kür­bis lässt mein Herz jedes Jahr wie­der höher schla­gen. Umso erstaun­ter war ich, als ich bei der illus­tren Kol­le­gen­run­de dann mei­ne Vor­freu­de teil­te und mir jemand zur Ant­wort gab: „Kür­bis? Da mach’ ich mir nichts draus! Schmeckt doch nach nix!“ Bit­te?

Gefühlt gibt es doch nichts, was man mit Kür­bis nicht machen oder bes­ser machen kann! Kür­bis­ku­chen, Kür­bis­si­rup im Kaf­fee (die berühm­te Pump­kin-spi­ced Lat­te), Kür­bis als Deko, Kür­bis auf Pas­ta, Kür­bis im Käse­ku­chen, Kür­bis aus dem Ofen … Mei­ne Erfah­run­gen mit die­sem Gewächs sind eben­so viel­fäl­tig wie über­zeu­gend. Echt! Kür­bis kann süß, Kür­bis kann herz­haft. Er kommt in unzäh­li­gen Far­ben und For­men daher. Mal schmeckt er wür­zi­ger, mal mil­der, mal muss er geschält wer­den, mal nicht, und mal kannst du sein Innen­le­ben wie Spa­ghet­ti kochen. Wer da nichts fin­det und die Kür­bis-Sai­son unge­nutzt an sich vor­über­zie­hen lässt, hat wirk­lich was ver­passt (und das ist jetzt schon mei­ne diplo­ma­ti­sche­re For­mu­lie­rung)!

Wit­zig war es, bei den Kol­le­gin­nen im Gespräch dann mit anzu­hö­ren, dass es durch­aus Für­spre­cher für den Kür­bis gab, aber die eine ihn nur als Zutat in Süß­spei­sen kann­te, wäh­rend die nächs­te wie­der ange­ekelt das Gesicht ver­zog und sag­te, sie kön­ne ihn sich aus­schließ­lich als herz­haf­te Spei­se oder Zutat vor­stel­len. Und eine drit­te gar als Deko. Da erkann­te ich dann mei­nen Bil­dungs­auf­trag und konn­te klar und deut­lich sehen, was ich wohl in die­ser ers­ten Print­aus­ga­be der Aue­post für sie als Rezept bereit­hal­ten wol­len wür­de. Nicht eins, nein, zwei Rezep­te. Eins süß und eins herz­haft.

Und um einem jeden von Ihnen einen mög­lichst bar­rie­re­frei­en Ein­stieg ins Leben mit Kür­bis zu ermög­li­chen, hab’ ich direkt den weit­ver­brei­te­ten und auch in Dis­coun­tern meist vor­rä­ti­gen Hok­kai­do genom­men. Den müss­ten Sie nicht mal schä­len. Zwei ein­fa­che klei­ne Rezep­te, die Ihre herbst­li­che Welt von jetzt an ohne viel Auf­wand ein wenig lecke­rer und far­ben­fro­her machen. Nett von mir, oder?

Die Rezep­te sind abge­druckt in Aue­post 10/2019

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