Neues Verteilzentrum in Wunstorf

Amazon kommt im Herbst

Amazon eröffnet sein Verteilzentrum noch in diesem Herbst. Etwa 200 neue Arbeitsplätze werden in Wunstorf entstehen.

Amazon-Verteilzentrum
Aus dem ehe­ma­li­gen Lidl-Lager macht Ama­zon ein Ver­sand­zen­trum | Foto: Dani­el Schnei­der

Mün­chen (red). Nun ist es offi­zi­ell: Ama­zon wird ein neu­es Ver­teil­zen­trum in Wunstorf eröff­nen und dort mit ca. zehn unab­hän­gi­gen Lie­fer­part­nern zusam­men­ar­bei­ten, um eine schnel­le und zuver­läs­si­ge Paket­zu­stel­lung zu ermög­li­chen, wie der Kon­zern heu­te mit­teil­te. Die Unter­neh­mens­spar­te Ama­zon Logistics bin­det dazu ört­li­che Lie­fer­part­ner ein und bringt damit zusätz­li­che Kapa­zi­tä­ten und Fle­xi­bi­li­tät auf die soge­nann­te „letz­te Mei­le“ bis zum Kun­den. Auf die­se Wei­se will Ama­zon der wach­sen­den Nach­fra­ge gerecht wer­den. Die Inves­ti­ti­on in die Trans­port­in­fra­struk­tu­ren soll die Kapa­zi­tä­ten der Lie­fer­ket­te erhö­hen und für Kun­den schnel­le Lie­fe­run­gen ermög­li­chen.

Das Verteilzentrum

Im Ver­teil­zen­trum wer­den Pake­te von Ama­zons Logis­tik- und Sor­tier­zen­tren ankom­men, dann von den Lie­fer­part­nern abge­holt und an den Kun­den zuge­stellt. Ama­zon wird ca. 200 Arbeits­plät­ze auf den 25.000 Qua­drat­me­tern des neu­en Ver­teil­zen­trums schaf­fen. Für die Aus­lie­fe­rung der Pake­te an die Kun­den wer­den bei den Lie­fer­part­nern etwa 500 Fah­rer zustän­dig sein.

Wir freu­en uns sehr, ein Ver­teil­zen­trum in Wunstorf zu eröff­nen“

Wir freu­en uns sehr, ein Ver­teil­zen­trum in Wunstorf zu eröff­nen, in dem mehr als 20 Jah­re logis­ti­sche Kom­pe­tenz, tech­no­lo­gi­scher Fort­schritt und Inves­ti­tio­nen in die Trans­port­in­fra­struk­tur ste­cken. So kann Ama­zon Kun­den schnel­le­re und fle­xi­ble­re Lie­fer­op­tio­nen anbie­ten“, kom­men­tiert Bernd Gschai­der, Direk­tor von Ama­zon Logistics in Deutsch­land.

Start im Herbst

Das Ver­teil­zen­trum in Wunstorf wird vor­aus­sicht­lich im Herbst 2019 in Betrieb gehen, so dass noch recht­zei­tig zum Weih­nachts­ge­schäft die neu­en Lie­fer­ka­pa­zi­tä­ten zum Ein­satz kom­men. Füh­rungs­per­so­nal für das Ver­teil­zen­trum hat­te Ama­zon bereits in den letz­ten Wochen per Annon­ce gesucht.

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5 Kommentare
  1. Grit Decker sagt

    Nicht grund­los wur­de das The­ma „Ama­zon“ auch hier „heiss“ dis­ku­tiert.
    Vor allem das nun „fixe“ Ver­teil­zen­trum am Ort gab reich­lich Anlass ‑und wird dies wei­ter­hin tun- für kon­tro­ver­se Aus­ein­an­der­set­zun­gen.

    Wenn die mit sach­li­chen (!) Inhal­ten und einer eben­sol­chen Argu­men­ta­ti­on geführt wer­den, bin ich so ziem­lich die Letz­te, die dage­gen auf­be­geh­ren wird.
    Im Gegen­tei: für sol­che Dis­kur­se „bin ich zu haben“.

  2. Basti g. sagt

    Wo kann man sich bewer­ben ? Zah­len die tarif­lohn ? Eine gute alter­na­ti­ve zu k+s

  3. Grit Decker sagt

    Tarif­lohn“? Schön wär’s!
    Ama­zon pflegt sei­ne Mit­ar­bei­ten­den in den lei­der zur Aus­nah­me gewor­de­nen Fäl­len nach dem gesetz­lich ver­an­ker­ten Min­dest­lohn zu bezah­len ‑bes­ser gesagt „zu ent­schä­di­gen“.

    Kei­ne Ahnung, wie es auch dem Unter­neh­men immer wie­der gelin­gen kann, Vorgaben/Absprachen/getroffene Ver­ein­ba­run­gen und gar Geset­ze „aus­zu­he­beln“.

    Trau­ri­ger Fakt ist, dass auch bei Ama­zon über Sub­un­ter­neh­men „gebuch­te“ Leih­ar­bei­ter beschäf­tigt wer­den, deren per­sön­li­che Situa­ti­on in der Form miss­braucht wird, dass nicht mehr als der berühmt-berüch­tig­te „Appel und ’n Ei“ als Lohn/Aufwandsentschädigung geleis­tet wird.
    Geht gar nicht!

    Und so lan­ge Ama­zon unter ande­rem an die­ser Stell­schrau­ben nicht dre­hen wird, darf sich der Online-Rie­se nicht über Unmut im Volk erre­gen. *grrr*

    1. Joachim Scholz sagt

      Toll, nichts gegen Ama­zon und den Online­han­del im All­ge­mei­nen, aber damit gibt es den nächs­ten Trans­port­dienst der dann mit den ande­ren im 5 Minu­ten Takt durch die Wohn­ge­gend bret­tert. Ist doch Swach­sin das es kei­nen Sam­mel­dienst für ein und die­sel­be Auf­ga­be gibt. Eben­so muss auch die City­post nicht hin­ter dem Post­bo­ten her­fah­ren, aber die benut­zen immer­hin noch Fahr­rä­der

  4. Bernd-Michael Rosenbusch sagt

    Wie immer in Deutsch­land – erst wird sich auf­ge­regt und nach einer Wei­le spricht kei­ne Mensch mehr davon und kei­ner kann sich vor­stel­len, wie das alles vor­her war. Über Ama­zo­ne braucht sich nie­mand auf­re­gen. Jahr­zehn­te sass der Ein­zel­han­del auf einem sehr hohen Ross – immer nach dem Mot­to: haben wir nicht. Und so braucht man sich auch nicht zu wun­dern, wenn Ama­zo­ne immer grös­ser wird. Ich sel­ber bevor­zu­ge auch den ört­li­chen Ein­zel­han­del. Aber wenn man in die Innen­städ­te schaut, fragt mn sich, wo ist denn der Ein­zel­han­del. Hohe Laden­mie­ten machen es Ein­zel­händ­lern zuneh­men schwe­rer, ihren Stand­ort zu hal­ten. Auß­de­rem domi­ni­ren Ket­ten wie Ross­man, Deich­mann, DM, Mac Geiz, Kik usw. die Innen­städ­te, die lang­sam aber sicher ver­öden. Man wird lei­der maches­mal gezwun­gen bei Amzo­ne zu bestel­len, weil es sonst lei­der kein Ange­bot mehr gibt. Wir soll­ten uns alle mal an die eige­ne Nase packen und uns fra­gen, war­um das wohl so ist, Es ist in jedem Fall bes­ser, dass Amzo­ne in das leer­ste­hen­de Lidl­la­ger zieht, als das wir noch eine Brau­rui­ne in Wunstorf haben. Und solan­ge es Men­schen gibt, die für jeden Preis der Welt arbei­ten, wird sich auch den VEr­hält­nis­sen nichts ändern- da kön­nen wir uns auf­re­gen so sehr wir wol­len. Wir soll­ten viel­mehr dar­über nach­den­ken, on wir wirk­lich alles und zu jeder Zeit brau­chen und von dem Kon­sum­ter­ror befrei­en.

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