Der große Wunstorf-Jahresrückblick 2016

Es war viel los in Wunstorf im vergangenen Jahr. Trauriges, Schlimmes, aber auch viel Schönes, Faszinierendes oder Überraschendes. Das Stadtbild hat sich verändert, und in Sachen Sport und Kultur gab es manches Ereignis. Aber auch im normalen Arbeitsalltag von Polizei, Feuerwehr und vielen anderen Wunstorfer Helfern wurde es kaum langweilig – mancher Wunstorfer kam so 2016 sogar dem US-Präsidenten recht nahe …

Bangen ums Freibad

Die Zukunft des letz­ten klas­si­schen Frei­ba­des in Wunstorf war eines der gro­ßen The­men im Jahr 2016 in der Auestadt. Nach­dem das Frei­bad Bokel­oh wegen eines Scha­dens nicht eröff­nen konn­te und sich die Suche nach der Ursa­che immer wei­ter dahin­schlepp­te, sahen vie­le Wunstor­fer dem Bad schon das­sel­be Schick­sal dro­hen wie dem Kern­stadt-Frei­bad, das 2013 eben­falls nach einem Becken­de­fekt nicht wie­der­eröff­ne­te und dem­nächst ganz abge­ris­sen wird. Doch das war in die­sem Fall zu pes­si­mis­tisch:

Dezem­ber 2016: Bade­sai­son in Bokel­oh beginnt

Inzwi­schen wur­de die Ursa­che für den Was­ser­ver­lust gefun­den – und das Bokel­o­her Frei­bad wird im Früh­jahr 2017 repa­riert und wie­der­eröff­net wer­den. Als Alter­na­ti­ve blieb 2016 das Natur­er­leb­nis­bad Luthe, das Besu­cher­re­kor­de ver­zeich­ne­te, und eini­ge ande­re unkon­ven­tio­nel­le­re Mög­lich­kei­ten, sich abzu­küh­len. Doch aus­ge­rech­net im Stein­hu­der Meer war durch eine Algen­pla­ge im Spät­som­mer Vor­sicht ange­sagt.

Geschäftesterben und Neubeginn

In der Fuß­gän­ger­zo­ne hat sich 2016 eini­ges ver­än­dert. Ein neu­es Lebens­mit­tel­ge­schäft mach­te im Herbst auf, sodass man nun auch in der Lan­gen Stra­ße außer­halb der Markt­zei­ten fri­sches Obst und Gemü­se kau­fen kann.

Neu­es Fein­kost­ge­schäft in der Wunstor­fer Fuß­gän­ger­zo­ne | Foto: Dani­el Schnei­der

Das eben­falls in der Lan­gen Stra­ße, Ecke Alter Markt, gele­ge­ne Mode­ge­schäft „MS Mode“ schloss im Novem­ber insol­venz­be­dingt die Türen. Die Räu­me in der Fuß­gän­ger­zo­ne ste­hen seit­dem leer, die Wirt­schafts­för­de­rung sucht bevor­zugt nach Inter­es­sen­ten, die an die­ser Stel­le wie­der Tex­ti­li­en ver­kau­fen möch­ten.

Seit dem Herbst ver­waist: Ehe­ma­li­ges MS-Mode-Geschäft | Foto: Dani­el Schnei­der

Und von einem Tra­di­ti­ons­ge­schäft müs­sen sich die Wunstor­fer 2016 eben­falls ver­ab­schie­den: Els­ner-Schuh hör­te zum Jah­res­en­de auf. Am 30. Dezem­ber war der letz­te Ver­kaufs­tag. Schon par­al­lel zum Räu­mungs­ver­kauf wur­de mit den Umbau­ar­bei­ten begon­nen, der Laden erhält einen neu­en Ein­gangs­be­reich und wird künf­tig zwei neue Geschäf­te beher­ber­gen: Ab dem 1. März 2017 wer­den hier Geschenk­ar­ti­kel und Des­sous ver­kauft.

Aus­ver­kauf bei Els­ner-Schuh: 2016 war das letz­te Jahr für das Tra­di­ti­ons­ge­schäft | Foto: Dani­el Schnei­der

Nach wochen­lan­gen Anlauf­schwie­rig­kei­ten wegen feh­len­der Geneh­mi­gun­gen eröff­ne­te außer­dem am 20. Dezem­ber das neue Fit­ness­stu­dio „Limit­less“. Auch am Barn­e­platz tat sich eini­ges. Ein neu­er Kiosk star­te­te zu Jah­res­an­fang und wer­te­te das Ange­bot vor Ort deut­lich auf. Auch ein neu­er Fri­seur­sa­lon füll­te die Lücke, die der zum Jah­res­en­de 2015 geschlos­se­ne Fri­seur hin­ter­las­sen hat­te. Das Indus­trie­ge­biet ver­lor hin­ge­gen einen gro­ßen Gewer­be­steu­er­zah­ler: Lidl brach im Okto­ber 2016 sei­ne Zel­te – genau­er: sein Logis­tik­la­ger – in Wunstorf ab und zog nach Hil­des­heim.

Veränderungen im Stadtbild, Pannen und Verzögerungen

Wunstorf ist in Bewe­gung, Altes muss­te wei­chen, Neu­es wur­de und wird errich­tet. Auf dem brach­lie­gen­den Gelän­de an der „Söl­ter-Kreu­zung“, wo bis­lang das ver­las­se­ne Auto­haus Söl­ter samt Esso-Tank­stel­le mit­ten im Stadt­zen­trum ruh­ten, wur­de im Herbst mit dem Abriss begon­nen, um Platz zu schaf­fen für impo­san­te Neu­bau­ten. An die­ser Stel­le will künf­tig u. a. die Volks­bank resi­die­ren.

Tank­stel­le und Auto­haus wer­den abge­ris­sen | Foto: Dani­el Schnei­der

Am Knick Has­ter Straße/Lange Stra­ße wuchs bereits ein Woh­nungs­neu­bau in die Höhe, auch neben dem Barn­e­platz wur­de längst Richt­fest gefei­ert für einen Neu­bau, in dem u. a. bald betreut gewohnt wird. Ver­schwun­den ist auch ein Fach­werk­haus sowie unmit­tel­bar dane­ben ein Zweck­bau am Alten Markt. Mit dem Neu­bau von luxu­riö­sen Woh­nun­gen wur­de dort jedoch noch nicht begon­nen.

Abge­ris­se­ne Gebäu­de am Alten Markt | Foto: Dani­el Schnei­der

Die Half­pipe im Neu­bau­ge­biet Süd wur­de im Spät­som­mer zer­stört, ist inzwi­schen mit Hil­fe des Roll­sport­ver­eins aber wie­der instand gesetzt. Auch die Wei­chen für die Sanie­rung des Barn­e­plat­zes wur­den gestellt: Die Umge­stal­tung des Plat­zes steht wie­der auf der To-Do-Lis­te, nach­dem sie fast schon wie­der abge­sagt wor­den wäre. Doch der Rat will den Platz nicht noch län­ger brach­lie­gen las­sen und stimm­te für die als­bal­di­ge Fort­füh­rung der Plä­ne.

Dau­er­bau­stel­le: altes und neu­es Gebäu­de der IGS Wunstorf

Bau­stel­le ist auch wei­ter­hin die evan­ge­li­sche Gesamt­schu­le. Der IGS-Neu­bau, der die Räum­lich­kei­ten der Schu­le qua­si ver­dop­peln wird, wur­de auch 2016 nicht fer­tig und darf all­mäh­lich als „Wunstorfs BER“ gel­ten; zwei Jahr­gän­ge mit neun Klas­sen muss­ten zum lau­fen­den Schul­jahr ein Aus­weich­quar­tier im Vion-Gebäu­de bezie­hen, in dem sich auch Wunstorfs Flücht­lings-Gemein­schafts­un­ter­kunft befin­det. Noch gemäch­li­cher schrei­ten wei­ter­hin nur die Ent­wick­lun­gen zur Umge­hungs­stra­ße im Nor­den Wunstorfs vor­an, deren Plan­fest­stel­lung 2016 jedoch so greif­bar wie noch nie schien. Abge­schlos­sen wur­de die Sanie­rung des Markt­plat­zes, der dadurch wie­der ein glanz­vol­les Aus­se­hen erhielt – sogar fast im Zeit­rah­men. Dafür nahm die Stadt rich­tig Geld in die Hand, es wur­de zwar eine regio­na­le, aber auch eine der bes­ten Sand­stein­ar­ten ver­baut – und die Geo­me­trie des Plat­zes auf­wän­dig erhal­ten.

Bau­ar­bei­ten auf dem Wunstor­fer Markt­platz | Foto: Dani­el Schnei­der

Noch im alten Zustand ist der Schrift­zug „Lei­ne Zei­tung“ am Gebäu­de der Wunstor­fer Depen­dance von HAZ/Neue Pres­se, doch die Tra­di­ti­ons­zei­tung erschien im Dezem­ber 2016 zum letz­ten Mal als Regio­nal­bei­la­ge in den Zei­tun­gen des Mad­sack-Ver­lags. Seit­dem erschei­nen auch die Han­no­ver­sche All­ge­mei­ne und Neue Pres­se in einem ver­klei­ner­ten For­mat.

Müllberge und ‑halden

Das Jahr 2016 begann gleich mit einer teil­wei­sen Umstel­lung der Müll­ab­fuhr. Die gel­ben Wert­stoff­sä­cke holt seit­dem nicht mehr Aha, son­dern Remon­dis ab. Das führ­te vor allem zu Anfang des Jah­res zu eini­gen Kom­pli­ka­tio­nen, denn der neue Dienst­leis­ter hat­te noch mit deut­li­chen Anlauf­schwie­rig­kei­ten zu kämp­fen. So blieb im Janu­ar der gel­be Müll in man­chen Tei­len Wunstorfs oft ein­fach lie­gen. Auf­ge­türm­te Müll­ber­ge sah man dann erst wie­der im April, als dies­mal die Müll­wer­ker von Aha in den Streik tra­ten.

Asbest­hal­de Luthe neben den Bahn­glei­sen und Stra­ße | Foto: Dani­el Schnei­der

Eben­falls mit Hin­ter­las­sen­schaf­ten, aber in einer weit grö­ße­ren Dimen­si­on, hat­te die Sanie­rung der Wunstor­fer Asbest­hal­de zu tun, die für die Zukunft gesi­chert wer­den muss­te, nach­dem sich Plä­ne für einen Abtrans­port des Asbests end­gül­tig zer­schla­gen hat­ten. Eben­falls im Janu­ar began­nen die ers­ten Arbei­ten, die sich über das gan­ze Jahr hin­durch­zo­gen. Die Hal­de wur­de gero­det, auf­ge­füllt, pla­niert, abge­dich­tet. Im Wesent­li­chen sind die Arbei­ten nun zum Jah­res­en­de abge­schlos­sen, asbest­hal­ti­ges Mate­ri­al wur­de noch bis in den Herbst bewegt. Dabei kam es offen­bar auch zu klei­ne­ren Zwi­schen­fäl­len, die Asbest­be­las­tung über­stieg meh­re­re Male den zuvor fest­ge­leg­ten Grenz­wert. Auch im kom­men­den Jahr wird noch an der Asbest­hal­de gear­bei­tet wer­den, dann wird noch die Bepflan­zung vor­ge­nom­men. Auch gab es Kol­la­te­ral­schä­den: die vor­bei­füh­ren­de Stra­ße, die Luthe mit dem Wunstor­fer Indus­trie­ge­biet ver­bin­det, sack­te im Mai ab und wur­de halb­sei­tig gesperrt. Die Repa­ra­tur erfolg­te noch in die­sem Jahr.

Abge­sack­te und teil­ge­sperr­te Stra­ße neben der Asbest­hal­de | Foto: Dani­el Schnei­der

2016 war auch das letz­te Jahr mit dem bis­he­ri­gen Müll­sys­tem. Ab 2017 sind nicht mehr die Säcke, son­dern die Ton­nen der Regel­fall, wer bis­her die Säcke nutz­te, kann jedoch bis auf Wei­te­res beim Sack­sys­tem blei­ben. Eine gra­vie­ren­de Neue­rung gibt es jedoch, die die Sack­be­nut­zer nach und nach zur Müll­ton­ne trei­ben könn­te: Abge­holt wird der Müll ab 2017 nur noch alle 14 Tage, mit dem wöchent­li­chen Rhyth­mus ist es vor­bei.

Küsters Hof

Die Zukunft der Sze­ne­knei­pe in der Kern­stadt beschäf­tig­te die Wunstor­fer eben­falls das gan­ze Jahr hin­durch. Als Anfang 2016 bekannt wur­de, dass es mit dem bis­he­ri­gen Betrei­ber in der bis­he­ri­gen Form nicht wei­ter­ge­hen wür­de, for­mier­te sich viel Pro­test. Gar eine Demons­tra­ti­on zuguns­ten der Gas­tro­no­mie wur­de abge­hal­ten, doch der Päch­ter muss­te zum Jah­res­en­de trotz­dem auf­hö­ren. Doch die Wunstor­fer zeig­ten deut­lich, wie sehr sie Küs­ters Hof schät­zen, und so fand sich eine Lösung für den Wei­ter­be­trieb in ähn­li­cher Form unter neu­er Flag­ge.

Hin­weis­schild an der Ein­fahrt zu Küs­ters Hof | Foto: Dani­el Schnei­der

Die Stadt Wunstorf hat inzwi­schen mit­ge­teilt, dass es auch mit dem Film­an­ge­bot in Küs­ters Hof wei­ter­ge­hen wird, das aktu­el­le Kino­fil­me nach Wunstorf bringt.

Feuerwehr

Auch die Wunstor­fer Stadt­feu­er­wehr mit ihren ins­ge­samt 10 Orts­feu­er­wa­chen leis­te­te 2016 wie­der eini­ges: Knapp 350 Ein­sät­ze wur­den gefah­ren, 90 allein in Stein­hu­de. Hier ließ vor allem die Was­ser­ret­tung die Ein­satz­zahl in die Höhe schnel­len. Auf die Kern­stadt ent­fal­len 150 Ein­sät­ze; hier waren es oft Brand­mel­de­an­la­gen, die zum Alarm führ­ten. Doch es waren kei­nes­falls nur Fehl­alar­me, bei ver­ges­se­nen Öfen oder ande­ren Unacht­sam­kei­ten konn­te die auto­ma­ti­sche Brand­mel­dung Schlim­me­res im Vor­feld ver­hin­dern.

Die Feu­er­wehr Wunstorf bei einem Dach­ge­schoss­brand in Idensen | Foto: Feu­er­wehr Wunstorf

Von der Bekämp­fung von Groß­brän­den oder schwe­re­ren Ver­kehrs­un­fäl­len blieb die Wunstor­fer Feu­er­wehr 2016 ver­schont. Ange­brann­tes Essen oder zuletzt ein Advents­kran­zun­fall oder einen bren­nen­den Trak­tor im Holz­han­del konn­te die Wehr schnell erfolg­reich unter Kon­trol­le brin­gen. Auch als es Gefahr­stoff­a­larm auf der Kolen­fel­der Depo­nie gab, war die Feu­er­wehr natür­lich vor Ort. Zwei Ein­sät­ze blie­ben den Mit­glie­dern der Feu­er­wehr jedoch beson­ders im Gedächt­nis: Im Febru­ar mani­pu­lier­te ein Rent­ner in der Neu­en Stra­ße eine Gas­lei­tung und woll­te mit einer Zeit­schalt­uhr ein Haus spren­gen. Der Mecha­nis­mus funk­tio­nier­te glück­li­cher­wei­se nicht, die Feu­er­wehr konn­te durch geziel­te Über­druck­be­lüf­tung die Gefahr besei­ti­gen.

Wunstor­fer Feu­er­wehr wäh­rend des Motor­rad­un­falls auf der Hagen­bur­ger Stra­ße | Foto: Dani­el Schnei­der

Als im Juli auf der Hagen­bur­ger Stra­ße ein Motor­rad­fah­rer unter ein Auto geriet und reani­miert wer­den muss­te, hat­te die Feu­er­wehr erneut mit dem neu­en Gaf­fer-Typus zu kämp­fen, der, mit Smart­pho­ne bewaff­net, Han­dy­vi­de­os von Ver­un­glück­ten macht. Schau­lus­ti­ge behin­der­ten die Wunstor­fer Ein­satz­kräf­te der­art unge­niert und pene­trant in ihrer Arbeit, dass die Feu­er­wehr­leu­te fas­sungs­los waren. Die Stadt lei­te­te gegen eine Per­son sogar ein Ord­nungs­wid­rig­keits­ver­fah­ren ein.

Die Hagen­bur­ger Feu­er­wehr bei einem Ver­kehrs­un­fall | Foto: Feu­er­wehr Hagen­burg

Viel zu tun hat­ten auch die Kol­le­gen im benach­bar­ten Sach­sen­ha­gen. Kurio­ses­ter Unfall war hier sicher­lich das Auto, das, statt auf dem Park­platz zu par­ken, sich so zwi­schen den Bäu­men eines Wäld­chens ver­fuhr, dass die Feu­er­wehr zur Ber­gung anrü­cken muss­te. Ein Ver­wech­seln von Gas­pe­dal und Brem­se wur­de jedoch auch einem Super­markt­kun­den in Wunstorf zum Ver­häng­nis.

Flüchtlingsansturm

Das Jahr 2016 stand wie das Jahr zuvor wei­ter im Zei­chen der Flücht­lin­ge. Die Unter­brin­gung von Schutz­su­chen­den war auch in Wunstorf ein hoch­emo­tio­na­les The­ma, was sich vor allem im Kom­mu­nal­wahl­kampf zeig­te. Doch zunächst bekam die Stadt­ver­wal­tung Anfang des Jah­res den Unmut man­cher Anwoh­ner zu spü­ren, die kei­ne Mas­sen­flücht­lings­un­ter­künf­te vor der Haus­tür haben woll­ten. Zunächst waren diver­se Neu­bau­ten für Flücht­lin­ge in den Orts­tei­len geplant wor­den, die letzt­lich aber doch nicht gebaut wur­den. Nur die Ein­rich­tung in Gro­ßen­hei­dorn wur­de fer­tig­ge­stellt, aber nicht genutzt. So blieb es bis­lang bei einer Gemein­schafts­un­ter­kunft am Luther Weg – und einem Heim für unbe­glei­te­te Jun­gen eben­falls in der Ost­stadt, das von der Regi­on betrie­ben wird.

Kuchen­ba­cken im Café der Kul­tu­ren im Flücht­lings­heim | Foto: Die Johan­ni­ter

Wunstorf, das Flücht­lin­ge vor allem dezen­tral unter­bringt und dabei vor allem Fami­li­en zuge­teilt bekommt, tat indes­sen viel für die geflüch­te­ten Neu-Wunstor­fer, auch für die Bewoh­ner des zen­tra­len Wohn­heims. Sowohl die betrei­ben­den Johan­ni­ter als auch ande­re taten ihr Mög­lichs­tes, um den Geflüch­te­ten das Leben so ein­fach wie mög­lich zu machen und för­der­ten den inter­kul­tu­rel­len Dia­log mit zahl­rei­chen Aktio­nen. Vor allem für die Kin­der unter den Flücht­lin­gen wur­de viel getan. Getrübt wur­den die Bemü­hun­gen um die Bewäl­ti­gung des Flücht­ling­s­an­dran­ges nur von einem Tief­punkt im Juni – als in Kolen­feld Stei­ne auf eine von Flücht­lin­gen bewohn­te Woh­nung flo­gen.

Wunstorfer Johanniter

Die Johan­ni­ter, die in Wunstorf u.a. für den Ret­tungs­dienst ver­ant­wort­lich zeich­nen, brach­ten sich nicht nur als Betrei­ber eben jener Wunstor­fer Gemein­schafts­un­ter­kunft für Flücht­lin­ge oft posi­tiv ins Gespräch. Auch die übri­ge Arbeit oder die Teil­nah­me an den Lan­des­wett­kämp­fen for­der­te die Johan­ni­ter: In Erin­ne­rung bleibt sicher­lich der Ein­satz beim „Deichbrand“-Rockfestival im Juli an der Nord­see, bei der die Johan­ni­ter mit 450 Sani­tä­tern, davon 50 aus Wunstorf, im Ein­satz waren und über 4.000 Mal tätig wer­den muss­ten. Auch beim Masch­see­fest in Han­no­ver waren die Wunstor­fer im Ein­satz.

Johan­ni­ter auf dem Weg nach Frank­reich | Foto: Johan­ni­ter

Im Febru­ar hal­fen knapp zwei Dut­zend Johan­ni­ter aus Wunstorf bei der medi­zi­ni­schen Absi­che­rung des Köl­ner Kar­ne­vals. Ein Kame­ra­team des ZDF beglei­te­te die „hart­ge­sot­te­nen Hel­fer“ dabei, der dar­aus ent­stan­de­ne Bei­trag ist in der ZDF-Media­thek abruf­bar (Video ver­füg­bar bis 05.02.2017).

Pati­en­ten­trans­port via Paris | Foto: Johan­ni­ter

Am wei­tes­ten führ­te die Johan­ni­ter jedoch ein unge­wöhn­li­cher Kran­ken­trans­port: ein Pati­ent muss­te nach Zen­tral­frank­reich gebracht wer­den. Für die 14-stün­di­ge Pati­en­ten­rück­füh­rung vom Kran­ken­haus bis zum Hei­mat­ort des Pati­en­ten leg­ten die Sani­tä­ter 2.000 Kilo­me­ter in zwei Tagen zurück. Auf der Rück­fahrt wur­de Sta­ti­on in Paris gemacht – und so stand ein Wunstor­fer Kran­ken­wa­gen kurz­zei­tig vor dem Eif­fel­turm.

Gerichtsverfahren

Der Kampf der Bür­ger­initia­ti­ve gegen die Stadt um den Erhalt der Stein­hu­der Schu­len kam 2016 zu sei­nem vor­läu­fi­gen Ende. Gab man sich im Febru­ar 2016 noch hoff­nungs­voll, dass das Ver­wal­tungs­ge­richt der Rechts­auf­fas­sung der Stein­hu­der Eltern fol­gen könn­te, zer­schlug sich die­se Hoff­nung kurz dar­auf. Aus Kos­ten­grün­den beschloss man, die Aus­ein­an­der­set­zung mit der Ver­wal­tung vor Gericht nicht fort­zu­füh­ren und zog die Kla­ge zurück. Somit kommt es nicht mehr zu einem erzwun­ge­nen Bür­ger­ent­scheid zur lang­fris­ti­gen Erhal­tung des Stein­hu­der Schul­zen­trums.

Auch die Kla­ge gegen Unre­gel­mä­ßig­kei­ten um die Wahl zum Regi­ons­prä­si­den­ten kam zum Abschluss: Der Wunstor­fer Axel Brock­mann, der knapp dem jetzt amtie­ren­den Hau­ke Jagau unter­lag, war im Wahl­kampf durch den Wahl­lei­ter benach­tei­ligt wor­den, wie das Gericht fest­stell­te. Dass das die Wahl wesent­lich beein­flusst haben könn­te, moch­te das Gericht aber nicht erken­nen, sodass das Ergeb­nis sei­ne Gül­tig­keit behielt. Statt Regi­ons­prä­si­dent wur­de Brock­mann inzwi­schen stell­ver­tre­ten­der Bür­ger­meis­ter in Wunstorf.

Wunstorfer Polizei

Die Poli­zei in Wunstorf hat­te es auch 2016 nicht leicht und häuf­te wei­ter Über­stun­den an. Ins­be­son­de­re in den letz­ten Wochen sah sie sich mit vie­len Ein­brü­chen auf Wunstor­fer Gebiet kon­fron­tiert. Ins­be­son­de­re in den letz­ten Wochen, in der dunk­len Jah­res­zeit, wur­den ver­mehrt Ein­brü­che gemel­det. Auch die PKW- und Fahr­rad­dieb­stäh­le blie­ben 2016 ein Dau­er­bren­ner in Wunstorf.

Doch es gab eben­so Posi­ti­ves: Als denk­wür­dig gilt die Fer­tig­stel­lung des Erwei­te­rungs­baus des Poli­zei­re­viers, in dem die Beam­ten nun in moder­nen Räu­men arbei­ten kön­nen. Die Fer­tig­stel­lung wur­de im Okto­ber mit einem Tag der offe­nen Tür gefei­ert.

Demons­tra­ti­on einer Fest­nah­me | Foto: Dani­el Schnei­der

Viel Auf­merk­sam­keit in der Bevöl­ke­rung erreg­te ein spek­ta­ku­lä­rer Über­fall, bei dem Gangs­ter in Wild-West-Manier einen Lebens­mit­tel­trans­por­ter über­fie­len, indem sie sich als Poli­zis­ten aus­ga­ben. Auch wur­den zwei Mal Tank­stel­len über­fal­len. Beim letz­ten Mal konn­ten die gera­de erst 17 Jah­re alten mut­maß­li­chen Haupt­tä­ter kurz dar­auf bei ihrer Flucht fest­ge­nom­men wer­den. Aber auch kurio­se Fäl­le hat­ten die Beam­ten zu lösen: So atta­ckier­te ein Mann in Luthe Anfang Novem­ber mit einem Laser­poin­ter aus­ge­rech­net einen Poli­zei­hub­schrau­ber.

Kommunalwahlen

2016 war Wahl­jahr für Wunstorf. Stadt­rat, Orts­rä­te und Regi­ons­ver­samm­lung woll­ten gewählt wer­den. Ganz Wunstorf war groß­flä­chig mit Wahl­wer­bung deko­riert, und die Poli­ti­ker such­ten den Dia­log auf der Stra­ße. Größ­ter Gewin­ner der Wah­len war durch­ge­hend die AfD, in Stein­hu­de erreich­te sie sogar eines der bes­ten Ergeb­nis­se lan­des­weit. Für die Regie­rungs­mehr­hei­ten auf kom­mu­na­ler Ebe­ne bedeu­te­te das eini­ge Ver­än­de­run­gen: Rot-Grün war vie­ler­orts nicht mehr mög­lich, sodass die FDP mit ins Boot geholt wer­den muss­te. So auch im Wunstor­fer Stadt­rat, wo inzwi­schen eine Ampel­ko­ali­ti­on den Ton angibt.

Schützenfest

Höhe­punkt im Früh­jahr waren die tra­di­tio­nel­len Schüt­zen­fes­te in den Orts­tei­len. Am größ­ten fiel dabei das Schüt­zen­fest in der Kern­stadt aus. Vor allem das Kin­der­schüt­zen­fest, das seit eini­ger Zeit den Auf­takt des Wunstor­fer Schüt­zen­fes­tes bil­det, brach­te fast ganz Wunstorf auf die Bei­ne und ver­wan­del­te die Auestadt in ein far­ben­fro­hes, fröh­li­ches Mee(h)r. Auch wer an sich nichts von die­ser Tra­di­ti­on hält, erleb­te in die­sen Tagen eine her­aus­ge­putz­te Stadt, in der das „Wir“ über­all in der Luft zu schwe­ben schien. Die Tra­di­tio­na­lis­ten der Kom­pa­ni­en sorg­ten für Froh­sinn und Gemein­schafts­ge­fühl.

Fah­nen­trä­ger der Ost­stadt­kom­pa­nie | Foto: Dani­el Schnei­der

Ein­drucks­voll und mit viel Zuspruch bedacht war die Rede von Rats­her­rin und Kom­man­deu­rin Anke Dru­de, die die jahr­hun­der­te­al­te His­to­rie des Schüt­zen­fes­tes mit der Moder­ne ver­band. Dru­de ver­moch­te bewe­gend in Wor­te zu klei­den, was als Gemein­schaft gewon­nen wer­den kann, wenn man sich auch für ver­meint­lich ange­staub­te Bräu­che begeis­tert – wenn dies vor allem bedeu­tet, dass Tra­di­tio­nen gelebt und mit neu­er Bedeu­tung gefüllt wer­den, um sie leben­dig zu hal­ten.

DLRG

Die Wunstor­fer Ret­tungs­schwim­mer in Rot luden 2016 zum ers­ten Mal zu einem Tag der offe­nen Tür ein und prä­sen­tier­ten sich über­aus facet­ten­reich. Einen Tag lang wur­de das Gelän­de des alten Wunstor­fer Frei­ba­des wie­der zum Leben erweckt, wo die Orts­grup­pe wei­ter­hin noch ihre Räum­lich­kei­ten hat.

Aus­bil­dung von Ret­tungs­schwim­mern bei der DLRG | Foto: DLRG Wunstorf

Für die DLRG Wunstorf war 2016 über­dies im Bereich Aus­bil­dung ein erfolg­rei­ches Jahr: Durch die Stel­lung eines Lan­des­meis­ters konn­te die Qua­li­fi­zie­rung für die Bun­des­meis­ter­schaf­ten erreicht wer­den. Vie­le Wunstor­fer lern­ten mit den DLRG­lern Schwim­men oder leg­ten erfolg­reich Schwimm­ab­zei­chen im Jugend­be­reich oder als Ret­tungs­schwim­mer ab.

Sport

Die Leis­tun­gen der vie­len Wunstor­fer Ver­ei­ne im Ein­zel­nen zu erwäh­nen wür­de den Jah­res­rück­blick spren­gen, doch ein sport­li­ches Ereig­nis blieb sicher­lich den meis­ten Wunstor­fern in Erin­ne­rung: Zu den sport­li­chen Höhe­punk­ten avan­cier­te der Besuch von Han­no­ver 96 im Juli, als man sich zum Test­spiel mit dem 1. FC Wunstorf begeg­ne­te. Im Bar­ne­sta­di­on schien sich an die­sem Tag halb Wunstorf ver­sam­melt zu haben.

Ein­satz beim Test­spiel am 6. Juli 2016 gegen Han­no­ver 96: Juli­an Geppert, Sebas­ti­an Schirr­ma­cher und Gür­kan Öney bekämp­fen den 96er Ken­an Kara­man. | Foto: 1.FC Wunstorf

Als Sport im wei­te­ren Sin­ne, aber auch als wah­re Pla­ge ent­pupp­te sich der Smart­pho­ne-Hype des Jah­res 2016 für vie­le auch in Wunstorf: Die Poké­mons waren los und ver­wan­del­ten vor allem die Kern­stadt und Stein­hu­de in ein rie­si­ges Out­door-Spiel­feld. Wäh­rend Mons­ter­jä­ger jeden Alters ihren Spaß bei der vir­tu­el­len Schnit­zel­jagd auf Poké­mons hat­ten, nah­men es man­che Grund­stücks­be­sit­zer weni­ger sport­lich – und grif­fen zur Selbst­hil­fe gegen die schlimms­ten Aus­wüch­se des vir­tu­el­len Wett­kamp­fes.

Kultur

Der Kul­tur­be­reich zeig­te 2016 wie­der, dass er zu den Stär­ken Wunstorfs zählt. Abtei und Stadt­thea­ter prä­sen­tie­ren sich seit die­sem Jahr unter einem gemein­sa­men Auf­tritt und machen den Zugang zu Wunstorfs kul­tu­rel­len Mit­tel­punk­ten noch attrak­ti­ver. Im Stadt­thea­ter gas­tier­ten zahl­rei­che Büh­nen.

Front­mann Oli­ver Perau trat mit sei­ner Rock­for­ma­ti­on Ter­ry Hoax im Rah­men des Flug­kraft Fes­ti­vals im Rat­haus­in­nen­hof am 16. Juli 2016 in Wunstorf auf. | Foto: Mir­ko Baschet­ti

Die Musik­kul­tur blüh­te über­dies auch in der Knei­pen­sze­ne in Stein­hu­de und der Wunstor­fer Kern­stadt. Ein attrak­ti­ves Kino­film­pro­gramm wur­de wie­der in Koope­ra­ti­on mit der Stadt in Küs­ters Hof gezeigt. In Sachen Open Air zog das „Stein­hu­der Meer in Flam­men“ zahl­rei­che Besu­cher aus der gan­zen Regi­on an. Nicht zuletzt begeis­ter­ten zahl­rei­che Bands im Rah­men des Flug­kraft-Fes­ti­vals.

Unfälle

Nicht nur Schö­nes, auch Tra­gi­sches war 2016 zu ver­mel­den. Bei Ver­kehrs­un­fäl­len in und um Wunstorf star­ben Men­schen, aber auch das Stein­hu­der Meer oder das Berg­werk Sig­munds­hall for­der­ten Men­schen­le­ben. Im Juli kam es offen­bar zu einem Bade­un­fall im Stein­hu­der Meer, den eine Frau nicht über­leb­te. Über­schat­tet wur­de das Jahr auch von einem Todes­fall im Berg­werk Sig­munds­hall. Ein jun­ger Mann, der dort im Auf­trag einer Fremd­fir­ma arbei­te­te, stürz­te im Juni bei­na­he 100 Meter in die Tie­fe, als er weit unter der Erde im Stol­len arbei­te­te.

Ret­tungs­hub­schrau­ber in Wunstorf im Ein­satz (Sym­bol­bild) | Foto: Dani­el Schnei­der

An der Ober­flä­che war es der Stra­ßen­ver­kehr, der eben­falls Todes­op­fer for­der­te. Eine Rad­fah­re­rin, die im Gewer­be­ge­biet unter­wegs war, geriet zwi­schen zwei kol­li­die­ren­de Autos und erlag spä­ter im Kran­ken­haus ihren schwe­ren Ver­let­zun­gen. Eine Fuß­gän­ge­rin, die eben­falls im Gewer­be­ge­biet von einem LKW über­rollt wur­de, kam mit schwe­ren Ver­let­zun­gen davon, eben­so wie ein Jun­ge, der von einem einem Ret­tungs­wa­gen aus­wei­chen­den Fahr­zeug vom Fahr­rad geholt wur­de.

Der poli­zei­li­che Ver­kehrs­un­fall­dienst ermit­telt Unfall­her­gang und Schuld­fra­ge | Bild: Dani­el Schnei­der

In Mar­dorf starb ein Auto­fah­rer, als er mit sei­nem Wagen gegen einen Baum fuhr. Auch auf der A2 kam es im Bereich Wunstorf zu einem töd­li­chen Unfall. Über­lebt haben zwei Motor­rad­fah­rer schwe­re Ver­kehrs­un­fäl­le in Wunstorf: Ein Har­ley-Fah­rer erlitt einen Herz­still­stand, als er auf der Hagen­bur­ger Stra­ße von einem Auto erfasst und über­rollt wur­de. In der Nähe der Auto­bahn­auf­fahrt Kolen­feld kol­li­dier­te ein ande­rer Motor­rad­fah­rer mit einem abbie­gen­den Auto.

Wunstorfer THW

Das THW ist in Wunstorf eben­so am Start und rea­li­siert weit­aus mehr als nur das Wunstor­fer Enten­ren­nen. Vor allem zwei Ereig­nis­se wer­den den Hel­fern vom Zivil­schutz für 2016 in Erin­ne­rung blei­ben. Im Früh­jahr lan­de­te die Air Force One in Han­no­ver – und auch THWler aus Wunstorf waren beim hohen Besuch aus den USA und an der Eröff­nung der „Han­no­ver Mes­se“ durch US-Prä­si­dent Barack Oba­ma und Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel betei­ligt. So leuch­te­te das THW im Rah­men der Amts­hil­fe für die Poli­zei Han­no­ver meh­re­re Tage lang Ein­satz­stel­len aus, sorg­te für Ver­pfle­gung und sicher­te die Strom­ver­sor­gung. Unter ande­rem Kon­troll­stel­len sowie das Umfeld des Hotels, in dem der US-Prä­si­dent unter­ge­bracht war, wur­den vom THW mit Licht­tech­nik, Equip­ment und Strom ver­sorgt.

Das Tech­ni­sche Hilfs­werk im Ein­satz gegen Über­schwem­mun­gen in Neu­stadt | Foto: Cedrik Schlag/THW OV Wunstorf

Als Sturm­tief „Elvi­ra“ Deutsch­land heim­such­te, war das Wunstor­fer THW eben­falls gefor­dert. Wäh­rend Wunstorf prak­tisch ver­schont wur­de, traf es Neu­stadt umso hef­ti­ger. Gewit­ter und Stark­re­gen hat­te hier für weit­rei­chen­de Über­flu­tun­gen gesorgt; in Wunstorfs Nach­bar­stadt wur­den mit 30 Litern pro Qua­drat­me­ter die größ­ten Nie­der­schlä­ge in Nie­der­sach­sen gemes­sen, was einen Dau­er­ein­satz nicht nur für die Feu­er­weh­ren bedeu­te­te. Die Stadt Neu­stadt rief die Wunstor­fer zu Hil­fe, wor­auf­hin das THW aus­rück­te, um die Land­wehr­un­ter­füh­rung in Bahn­hofs­nä­he tro­cken­zu­le­gen, in wel­cher zwei Autos ste­cken­ge­blie­ben waren.

Terror in Wunstorf

In der gesam­ten Regi­on Han­no­ver wur­de im Dezem­ber infol­ge des Anschlags auf einen Ber­li­ner Weih­nachts­markt die Poli­zei­prä­senz erhöht, so auch in Wunstorf. Auch am Wunstor­fer Bahn­hof hin­gen in den Tagen nach der Atta­cke Fahn­dungs­pla­ka­te, die den Täter vom Ber­li­ner Breit­scheid­platz such­ten. Dar­über konn­te fast in Ver­ges­sen­heit gera­ten, dass es in Wunstorf 2016 schon ein­mal Auf­re­gung in Zusam­men­hang mit Ter­ro­ris­mus gege­ben hat­te. Anfang Sep­tem­ber ging in der evan­ge­li­schen Gesamt­schu­le IGS eine Anschlags­dro­hung ein – die sich jedoch schnell als dum­mer Scherz ent­pupp­te.

Das Wetter

Som­mer am Stein­hu­der Meer | Foto: Mir­ko Baschet­ti

Am Ende steht immer das Wet­ter. Nach ergie­bi­gen Regen­güs­sen im Früh­jahr gab es 2016 einen durch­wach­se­nen, aber ordent­li­chen Som­mer, der Herbst kam pünkt­lich – und der ers­te ordent­li­che Schnee in der zwei­ten Jah­res­hälf­te fiel Anfang Novem­ber. Seit­dem kehr­te der Win­ter auch nicht wie­der zurück, und obwohl es Mit­te Dezem­ber wie­der deut­lich küh­ler wur­de, gab es auch 2016 kei­ne wei­ße Weih­nacht.

 

Die Redaktion der Wunstorfer Auepost wünscht allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel Glück und Erfolg für 2017!

 

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