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Kinder- und Jugendpsychiatrie der 50er bis 70er Jahre

Arzneimittelversuche an Minderjährigen bestätigen sich

Ein nun vorgelegter Bericht über die Zustände in der Wunstorfer Kinder- und Jugendpsychiatrie bis vor 50 Jahren bestätigt Erschreckendes. In Wunstorf wurden nicht nur an Kindern Medikamente getestet, auch risikoreiche Untersuchungsmethoden ohne medizinische Notwendigkeit waren an der Tagesordnung. Ein Zusammenhang konnte jedoch nicht belegt werden.

Arzneimittelversuche
Unzählige Kinder waren zwischen den 50er und 70er Jahren von Arzneimitteltests betroffen (Symbolbild)

Hannover (red). Der Abschlussbericht zur Studie „Medikamentenversuche an Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Heimerziehung in Niedersachsen zwischen 1945 und 1978“, die das Sozialministerium zur Erforschung der Medikamentenversuche auch in der damaligen Wunstorfer Kinder- und Jugendpsychiatrie in Auftrag gegeben hatte, wurde nun vorgelegt. Die Studie untersuchte u. a., in welchem Ausmaß bis in die 1970er Jahre Minderjährige in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Wunstorf, damals ein Landeskrankenhaus, Teil von Arzneimittelforschung wurden und inwiefern es zu risikobehafteten Untersuchungen kam. Für Wunstorf wurden dabei Krankenakten aus den Jahren von 1953 bis 1976 ausgewertet. Die wissenschaftliche Untersuchung war veranlasst worden, nachdem Berichte über Missstände bekannt geworden waren.

Vieles lässt sich nicht mehr eindeutig belegen, die Vorkommnisse liegen zu lange zurück, Quellen sind nicht vollständig. Der Bericht zeigt jedoch, dass es damals nicht so genau genommen wurde mit Aufklärung und Einverständnis. Wenn auch vor allem Heimkinder zu diesen Zeiten keine Lobby hatten, kommt die Untersuchung zu dem Ergebnis, dass Heimkinder in der Wunstorfer Psychiatrie nicht für Versuche „herausgepickt“ wurden. Betroffen waren in der Klinik aufgenommene Minderjährige gleichermaßen. Allerdings war der Anteil von Heimkindern in Wunstorf höher als in anderen psychiatrischen Kliniken.

Negativ wird auch die Rolle der damaligen Jugendfürsorge bewertet: Statt die Kinder zu schützen, wurde sich vielmehr die Arbeit erleichtert, wurden Einzelfallprüfungen unterlassen und dem Klinikbetrieb quasi ein Freibrief ausgestellt, über die Erforderlichkeit von Untersuchungen selbst zu entscheiden. Viele Kinder durchlitten somit sehr schmerzhafte Prozeduren, obwohl eine Untersuchung auch nach damaligen Maßstäben nach einer Risikoabwägung nicht indiziert gewesen wäre. In einigen Fällen wurde versucht, die Entscheidung der Eltern gegen riskante Untersuchungen zu umgehen.

Die Medikamententests

Bereits bekannt war, dass in der damaligen Kinder- und Jugendpsychiatrie Kinder in Arzneimittelstudien eingebunden waren. Die jetzt vorgestellte Studie bestätigt diese Erkenntnisse. Pharmafirmen waren auf der Suche nach Anwendungsgebieten für bestimmte Arzneimittelgruppen und erlangten über die Mitwirkung von Ärzten auch in der Jugendpsychiatrie die nötigen wissenschaftlichen Grundlagen für eine Markteinführung von Medikamenten. Es ging um konkrete Wirkungsnachweise für die Substanzen. Die durchführenden Ärzte erhielten eine monatliche Aufwandsentschädigung und für ihre abschließende Expertise eine zusätzliche Vergütung. So wurden auch in Wunstorf Neuroleptika, Schlafmittel, Antidepressiva und Bromverbindungen an Minderjährigen getestet. Ein Ziel der Versuche war auch, Medikationen zu finden, mit der verhaltensauffällige Kinder leichter betreut werden konnten. Dabei seien Nebenwirkungen billigend in Kauf genommen worden. Manche der Arzneien befanden sich noch im Versuch und waren auch für Erwachsene noch nicht auf dem Markt erhältlich.

Christine Hartig vom Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung (IGM) wertete Akten von kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken in Wunstorf und Königslutter, der Universitätsklinik Göttingen und von Erziehungsheimen aus. Hinweise auf Arzneimittelstudien, die an diesen Einrichtungen durchgeführt wurden, fanden sich insbesondere in den Krankenakten der KJP Wunstorf sowie für ein Fürsorgeheim, das von dem damaligen Leiter der KJP Wunstorf betreut wurde. Arzneimittelversuche wurden auch in weiteren niedersächsischen Kliniken und Heimen durchgeführt, allerdings waren hierzu entweder keine Akten in verwertbarer Form erhalten oder die Einrichtungen konnten aus Kapazitätsgründen nicht in der Studie berücksichtigt werden. Außerdem verwehrte ein großer kirchlicher Heimbetreiber Hartig den Zugang zu seinem Archiv.

Es wird geschätzt, dass in der Wunstorfer Kinder- und Jugendpsychiatrie zwischen 1953 und 1976 etwa 4 % der aufgenommenen Kinder und Jugendlichen von solchen Arzeimittelversuchen betroffen waren. Manche der damals an den Kindern erprobten Substanzen sind auch heute noch immer genutzte Medikamente, andere kamen nicht als Produkt auf den Markt. Kinder und Jugendliche aus allen sozialen Schichten waren betroffen, es sollen auch nicht gezielt Heimkinder ausgesucht worden sein, jedoch bevorzugt „betreuungsintensive“ Kinder und Jugendliche. Mädchen waren überproportional betroffen. Die meisten Studien wurden in den 60er Jahren durchgeführt.

Den Erziehungsberechtigten wurde damals offenbar auch eine Art Blanko-Einverständniserklärung vorgelegt, aus der nicht hervorging, dass deren Kinder auch an Medikamentenstudien teilnahmen. Es wurde stattdessen der Eindruck erweckt, dass nur Standardbehandlungen vorgenommen würden. Verflechtungen mit anderen Einrichtungen und die gleichzeitige Tätigkeit von Akteuren in Psychiatrie, bei Heimaufsicht und in der praktischen Jugendfürsorge begünstigten anscheinend das Entstehen dieser Praxis – die zu Kontrollierenden waren bisweilen gleichzeitig auch die Kontrolleure. Dazu kam, dass sich in den gesichteten Akten Hinweise darauf finden, dass die Jugendhilfe selbst an die damaligen Kliniken mit dem Wunsch herangetreten war, entsprechende Medikationen zu finden. Die Autoren gehen davon aus, dass die Arzneimittelstudien an Minderjährigen im Sozialministerium bekannt waren. Der Abschlussbericht stellt fest, dass die Sedierung von Kindern und Jugendlichen in Wunstorf Teil der Krankenhausroutine war. Die Tests seien mit dem Ziel durchgeführt worden, solche Sedierungen mit weniger Nebenwirkungen zu erreichen – denn die unerwünschten Effekte bei einer medikamentösen Ruhigstellung, wie etwa Zittern, mussten z. B. mit einer zusätzlichen Gabe von Parkinson-Medikamenten gelindert werden, so dass die jungen Patienten einen ganzen – teuren – Medikamentencocktail bekamen. Letztlich suchte man damit Wege, betreute Personen auch ohne medizinische Notwendigkeit „ruhigzustellen“.

Die Hirnuntersuchungen

Die Pneumoenzephalographie mutet grausam an. Sie war damals die einzige Möglichkeit, Gehirnstrukturen auf Röntgenbildern sichtbar zu machen. Dabei wurde durch Lumbalpunktion Hirnflüssigkeit entnommen und durch Luft ersetzt, die wie ein Kontrastmittel wirkte, danach die luftgefüllten Hirnventrikel geröntgt – Computertomographie gab es noch nicht bzw. war noch nicht verbreitet. Es war eine Untersuchungsmethode, die außerhalb der Psychiatrie sonst etwa bei der Suche nach Hirntumoren angewandt wurde. Nicht nur die Punktion verursachte Schmerzen, das Ablassen von Gehirnflüssigkeit führte zu starken, als vernichtend empfundenen Kopfschmerzen, mitunter mehrtägigem Erbrechen und konnte Krampfanfälle auslösen. Trotz Sedierung war es den Kindern nicht mehr möglich, zu schlafen. Die Kopfschmerzen konnten wochenlang anhalten, bis sich die Hirnflüssigkeit wieder gebildet hatte.

Einen Zusammenhang der zahlreichen Enzephalographien mit den Medikamententests konnte die wissenschaftliche Untersuchung nicht herstellen. Anders als bei den Medikamententests fand sich kein Hinweis darauf, dass in diesem Rahmen Medizinversuche stattfanden. Die Enzephalographien sollen aus rein diagnostischen Zwecken unternommen worden sein. Ebenfalls fand die Studie auch hier keine Hinweise darauf, dass Heimkinder besonders von den Untersuchungen betroffen gewesen wären. Vielmehr war es ein Standardverfahren bei Verdacht auf Epilepsie oder wenn eine Hirnschädigung vermutet wurde. Das war jedoch oft der Fall, denn es war eine Zeit, in der bei Verhaltensauffälligkeiten vor allem nach organischen Ursachen als Erklärung gesucht wurde. Anormales Verhalten wurde mit frühkindlichen Hirnschädigungen erklärt. Dadurch wurde die Pneumoenzephalographie in Wunstorf zum breit eingesetzten Diagnoseverfahren. Das ändert jedoch nichts daran, dass die Prozedur in der Fachwelt bereits umstritten war und von juristischer Seite eine Abwägung im Einzelfall gefordert wurde, es ein Ausnahmefall sein sollte. In der Wunstorfer Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde es hingegen praktisch standardmäßig angewandt. Anfang der 60er Jahre wurde bei über der Hälfte der in Wunstorf aufgenommenen Kinder eine Pneumoenzephalographie durchgeführt, zuletzt bei bis zu 70 Prozent der Behandelten in den 1970er Jahren. Manche Kinder flohen aus Angst vor der „Enze“ aus der Klinik.

lumbalpunktion
Behandlung Anfang des vorigen Jh.
Die Pneumoenzephalographie ist eine heute nicht mehr durchgeführte schmerzhafte Untersuchung, die gerade bei Kindern das Risiko großer Nebenwirkungen barg. Dabei wurde ein Teil der Gehirnflüssigkeit durch Luft ersetzt, um anschließend Röntgenaufnahmen des Gehirns anfertigen zu können. Diese 1919 erfundene Form der Röntgenuntersuchung verlor schon in den 50er Jahren an Bedeutung, war aber noch bis in die 70er Jahre in Gebrauch, während sie allmählich von der Computertomographie abgelöst wurde. Auch innerhalb der damaligen psychiatrischen Diagnostik war die Methode umstritten.

Dass ab Anfang 1960 die Zahl der durchgeführten Pneumoenzephalographien in Wunstorf sprunghaft anstieg, ist dabei nach Einschätzung der Studie auf eine Anpassung des Jugendwohlfahrtsrechts 1961 zurückzuführen: Das Jugendamt hatte nun ein Interesse daran, dass organische Ursachen für Verhaltensauffälligkeiten festgestellt wurden, und veranlasste entsprechende Untersuchungen zur Anfertigung von Fürsorgegutachten bei „psychpathischen” Jugendlichen. „Betreuungsintensive“ Jugendliche konnten in der Folge von Leistungen der Jugendfürsorge ausgeschlossen und an die Behinderteneinrichtungen verwiesen werden – sie galten als aus medizinischen Gründen unerziehbar, als geistig behindert, selbst wenn kognitiv keine Abweichungen festzustellen waren. Ein therapeutischer Nutzen war somit durch die Untersuchungen nicht gegeben.

Da auch die Erziehungsberechtigten den invasiven Röntgenuntersuchungen zustimmen mussten, sollen Komplikationen verharmlosend dargestellt worden sein. Ab den 60er Jahren wurde die Einwilligung zu einer Punktion/Pneumoenzephalographie standardmäßig bereits bei der Aufnahme – formal korrekt – eingeholt. Eine Aufklärung im Einzelnen über die tatsächlichen Risiken und die Natur des Eingriffs fand dabei offensichtlich aber meist nicht statt. Auch Behandlungen ohne Einwilligungen der Eltern hat es offenbar gegeben. Wenn sich Eltern gegen diese Untersuchung entschieden, versuchten beteiligte Jugendämter in Niedersachsen bisweilen, diese elterliche Entscheidung zu umgehen, indem sie das Vormundschaftsgericht einschalteten – allerdings vergeblich. Die Gerichte stellten sich auf Seiten der Erziehungsberechtigten und Patienten. Die Richter sahen die Untersuchung als zu risikobehaftet und schwerwiegend an, als dass man die Einwilligung der Eltern erzwingen könne.

Grauer als Graubereich

Der Abschlussbericht hält fest, dass ethische und fachliche Standards und damit auch die Rechte der Betroffenen missachtet wurden. Wenn Versuche ohne medizinische Indikation und Einverständnis durchgeführt wurden, hätten sie auch damals schon als illegal gegolten. Eine heutige rechtliche Beurteilung fällt dennoch schwer, da es zur damaligen Zeit keine einheitlichen Vorgaben für Medikamentenstudien gab. Wenn zudem kein therapeutischer Wille bestand, ließe sich das heute im Einzelfall nur schwer nachweisen, so der Abschlussbericht. An der Fragwürdigkeit ändert das unterdessen wenig, auch bei den Pneumoenzephalographien: Eine Untersuchungsmethode, die andernorts schon verpönt war und ein nicht geringes gesundheitliches Risiko für die Untersuchten bedeutete, wurde reihenweise angewandt, auch ohne medizinische Notwendigkeit.

Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann bezeichnet die Arzneimittelstudien in den damaligen jugendpsychiatrischen Kliniken und Heimen als illegal und zutiefst unethisch. „Was wir heute für die Betroffenen tun können, ist, die Missstände der damaligen Zeit historisch aufzuarbeiten und öffentlich zu machen und das erlittene Leid anzuerkennen“, so die Ministerin.

Der Bund, die Länder, die Kirchen sowie deren Wohlfahrtsverbände haben die Stiftung Anerkennung und Hilfe ins Leben gerufen. Die Aufgabe dieser Stiftung ist es, Personen zu unterstützen, die in der Vergangenheit als Kinder oder Jugendliche in einer stationären Einrichtung der Behindertenhilfe oder der Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch an den Folgewirkungen leiden. Anträge für eine finanzielle Unterstützung können bei der Stiftung noch bis Ende 2020 gestellt werden.

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Weiterführende SWR-Dokumentation auch zur Forschung über die Vergangenheit in Wunstorf und Niedersachsen:

 

4 Kommentare

  1. Sollten von den damals Verantwortlichen noch irgendwelche Mitarbeiter, Ärz etct leben, so sind diese sofort und ohne Wenn und Aber zu Rechenschaft zu ziehen und für den Rest Ihrer Lebns einzusperren.

  2. Bereits einmal waren die zutiefst schockierenden Ereignisse in der #Kinder- und Jugendpsychiatrie des damaligen #Landeskrankenhaus Wunstorf auch in der #Auepost Thema.

    Kommentare dazu:
    außer von mir als Betroffenen Ende der 70-er Jahre kein einziger.

    Ein Thema, welches die Öffentlichkeit leider wenig- bis sehr wenig interessiert- und wenige Tage später in der Versenkung verschwindet.
    Damit muss ich leben- und kann das mittlerweile auch recht gut.

    Was mich hingegen bis heute in Harnisch zu verbringen vermag, ist die teils reißerische Berichterstattung in diversen Medien zu den Vorkomnissen.

    Da darf ich mich herzlichst bedanken (Achtung: Ironie!).

    1. “…außer von mir als Betroffenen Ende der 70-er Jahre kein einziger.” => Noch nicht alle Betroffenen sind (auch nach so langer Zeit) in der Lage darüber zu reden oder zu schreiben. Einige werden es nie schaffen und sind froh wenn das Thema nicht “angekratzt” wird.
      “… welches die Öffentlichkeit leider wenig- bis sehr wenig interessiert…” => Weil es zu den sogenannten Tabu-Themen gehört.
      “Damit muss ich leben- und kann das mittlerweile auch recht gut.” => Das freut mich ausserordentlich für Sie! Weiterhin viel Kraft für Sie und nicht unterkriegen lassen!
      “…teils reißerische Berichterstattung in diversen Medien…” => Bad news are good news… es geht nur ums verkaufen/Geld… die Menschen hinter den Nachrichten sind vielen Medienschaffenden leider egal!

  3. @ Homberti

    Ich stimme Ihnen zu:
    Viele der Betroffenen können oder wollen sich nicht zu den Ereignissen äußern und über ihre Erlebnisse von “anno dazumal” sprechen.

    Auch ich spreche öffentlich nicht mehr über dieses unangenehme Kapitel.

    “Vergeben und vergessen” ist für mich hier zwar definitiv keine Option, doch auch weil ich “nur Opfer im Kleineren” gewesen bin- andere und mir persönlich teils bekannt mussten “das volle Programm” durchleiden, möchte auch ich nicht mehr dieses dunkle Kapitel (eines von vielen) in meiner Lebensgeschichte nicht mehr thematisieren.

    Ausnahme:
    Ich lese/höre/sehe davon in den diversen Medien.
    Und wenn diese Berichte auf mir unangenehme Weise sind (“reißerisch”), dann “reiße ich die (meine) Klappe auf”.

    “Tabu-Themen”- zu denen dieses mit Sicherheit zählt- werden von den meisten Menschen gemieden.
    Es gibt etliche, die allgemein umgangen werden und darüber hinaus viele, die sehr individuell sind.

    Letzteres geht für mich völlig in Ordnung:
    Wir ALLE sind schließlich nur Menschen.

    Leider ist es Fakt, dass auch in den Medien und in deren Berichterstattung der ‘schnöde Mammon’ zählt und die Menschen hinter den Berichten eher wenig interessieren.
    Traurige Realität.

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